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Operation am Nordkopf

Die Bahn baut zurzeit die Tunnelverbindung zwischen Kriegsberg und Bahnsteighalle unter der ehemaligen Bahndirektion und der Heilbronner Straße. Der Nordkopf des künftigen Hauptbahnhofs wird voraussichtlich in einem Jahr verfüllt.
Es ist eine der technisch komplexesten Teilmaßnahmen von Stuttgart 21: Zwischen dem Portal des Tunnels Feuerbach/ Cannstatt und dem Gebäude der ehemaligen Bundesbahndirektion entsteht gerade in offener Bauweise die Tunnelverbindung zum künftigen Hauptbahnhof. Unter der auf einer provisorischen Brücke verlaufenden Jägerstraße wird bereits ein Teil des Trogs für die Zulaufgleise geschalt, bewehrt und betoniert. Die vier Zulaufgleise fächern sich im Nordkopf auf dann acht Bahnsteiggleise im Bahnhof auf.

Straßenbahntunnel abgebrochen

Die Fortsetzung des Trogs schließt sich demnächst unter der zu zwei Dritteln aufwendig auf Großbohrpfählen abgefangenen Bahndirektion und unter der Heilbronner Straße an. Dazu wird momentan ein früherer Stadtbahntunnel abgebrochen, der sich zwischen der Ostfassade der Bahndirektion und der im Bauverlauf mehrmals verschwenkten Heilbronner Straße befindet. Die Straße selbst lagert bereits auf dem Deckel des künftigen Trogs, Bodenplatte und Seitenwände entstehen im Nachgang.

Um Teile der Bodenplatte im Nordkopf herstellen zu können, mussten zwei darunter liegende Stadtbahntunnel während des Betriebs auf einer Länge von 80 und einer Breite von vier Metern freigelegt werden. Teile dieser Röhren sind bereits wieder überbaut. Am westlichen Ende des Nordkopfs ist mit der sogenannten Brillenwand ein kurzes Stück des Durchlasses im Rohbau fertiggestellt.

Große Herausforderung: Unterfangung der Bahndirektion

Die größte technische Herausforderung im Bereich des Nordkopfes bildete die Unterfangung der ehemaligen Bundesbahndirektion. Deren nördlicher, 15 000 Tonnen schwerer Gebäudetrakt wurde schrittweise erfolgreich abgefangen und neu gegründet und ragt nun in die Baugrube des Nordkopfes hinein. Das Gebäude lagert auf Großbohrpfählen. Die dort angebrachten hydraulischen Pressen dienen dazu, Bewegungen im Untergrund auszugleichen.

Bewegungen in nennenswertem Umfang waren bisher nicht festzustellen. Im zweiten Halbjahr des Jahres 2019 soll die Last der ehemaligen Bahndirektion auf den dann im Rohbau fertiggestellten Trog umgelagert werden.

Donnerstag, 31.01.2019