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"Bündnis für Luftreinhaltung" unterzeichnet

Land, Stadt und große Arbeitgeber wollen die Luftqualität in Stuttgart weiter verbessern

Stuttgart hat seit Mittwoch, 13. Februar, ein "Bündnis für Luftreinhaltung". Damit wollen das Land Baden-Württemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart und mehrere große Arbeitgeber die Luft in der Stadt weiter verbessern.

'Bündnis für Luftreinhaltung' unterzeichnetOberbürgermeister Kuhn hat am Mittwoch, 13. Februar, das Bündnis für Luftreinhaltung unterzeichnet. Im Hintergrund (v.l.n.r.): Siegmar Nesch, AOK stv. Vrs. des Vorstands der AOK Baden Württemberg, Markus Mord, Geschäftsführer Marienhospital Stuttgart, Wendelin Goebel, Mitglied des Vorstands der Audi AG, Oliver Blume, Vorstandsvorsitzende der Porsche AG, Winfried Hermann, Verkehrsminister in Baden-Württemberg, Markus Schäfer, Leiter Mercedes-benz Cars Produktion und Supply Chain Management, und Winfried Kretschmann, Minsiterpräsident von Baden-Württemberg. Foto: Leif Piechowski
Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: "Saubere Luft in Stuttgart geht uns alle an. Nur gemeinsam können wir es schaffen, die Luftschadstoffwerte dauerhaft zu senken. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir auf die Unterstützung der Stuttgarter Unternehmen bauen können. Das Bündnis ist ein Zeichen, dass wir gemeinsam Verantwortung für die Luft in unserer Stadt übernehmen und eine neue Mobilitätskultur schaffen wollen."

Unterzeichnet wurde die Verpflichtungserklärung in der Integrierten Verkehrsleitzentrale Stuttgart (IVLZ). Partner sind neben Land und Stadt auch die Daimler AG, die Porsche AG, die Robert Bosch GmbH, die Mahle GmbH, die Audi AG, die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die AOK Baden-Württemberg, das Stuttgarter Marienhospital und die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW). Sie alle haben durch pendelnde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Dienstfahrten und Lieferverkehr großen Anteil an den Alltagsverkehren. Die Bündnispartner sind sich daher der gemeinsamen Verantwortung für saubere Luft bewusst und nehmen die Herausforderung einer kontinuierlichen Verbesserung der Luftqualität an. Gemeinsames Ziel dieser großen Arbeitgeber ist es, dass insbesondere die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) schnellstmöglich in Stuttgart eingehalten werden.

Maßnahmen sollen baldmöglichst umgesetzt werden

Die Bündnispartner wollen die ehrgeizigen Maßnahmen zur Luftreinhaltung noch in den Jahren 2019 und 2020 umsetzen. Sie leisten damit auch wichtige Impulse für den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger. "Die großen Arbeitgeber der Region vereinbaren heute ein ganzes Paket von Maßnahmen zur Luftreinhaltung. Diese sind keine schönen Absichtserklärungen, sondern gezielte und ambitionierte Maßnahmen, die die Bündnispartner schnell umsetzen wollen", so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. "Unser Bündnis zeigt, dass Wirtschaft und Staat hierzulande an einem Strang ziehen, jeder in seiner Verantwortung. Ich gebe den Bürgerinnen und Bürgern ein Versprechen: Wir werden die Luftqualität in Stuttgart weiter verbessern." Das Ziel sei, ein Verkehrsverbot für Euro-5-Diesel zu vermeiden, so Kretschmann weiter.

Maßnahmen des "Bündnisses für Luftreinhaltung" sind unter anderem die Radverkehrsförderung in Betrieben, das Jobticket, der Ausbau von Lademöglichkeiten für Fahrzeuge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, das Angebot von Home Office und mobilem Arbeiten sowie der Einsatz von Werk- und Shuttlebussen.

Laut Oberbürgermeister Kuhn geht die Stadt hier schon mit gutem Beispiel voran. Er sagte: "Wir stellen etwa unseren Fuhrpark systematisch auf emissionsarme bzw. emissionsfreie Fahrzeuge um und bieten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, Pedelecs für innerstädtische Dienstfahrten zu nutzen. Ein Erfolgsmodell ist auch das städtische Jobticket: Bereits über 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen das vergünstigte Angebot für den öffentlichen Nahverkehr."