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Bauvorhaben der Allianz AG

Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat am 19. März beschlossen, den Entwurf zur Änderung des Flächennutzungsplans Vaihingen sowie den ­Entwurf des Bebauungsplans Heßbrühlstraße öffentlich auszulegen. Hintergrund ist das Bauvorhaben der Allianz, die ihre bisherigen Standorte in der Uhland- und der Reinsburgstraße in einem Neubau in Vaihingen zusammenlegen will. Beide Verfahren sollen parallel durchgeführt werden.
Die Allianz AG will ihre innerstädtischen Standorte im Stadtbezirk Vaihingen an der Heßbrühlstraße bündeln.VergrößernDie Allianz AG will ihre innerstädtischen Standorte im Stadtbezirk Vaihingen an der Heßbrühlstraße bündeln. Visualisierung: Allianz AGDie Allianz AG will ihre innerstädtischen Standorte im Stadtbezirk Vaihingen an der Heßbrühlstraße bündeln. Visualisierung: Allianz AG
Günstige Lage


Das Grundstück an der Heßbrühlstraße, das bisher als Sportfläche genutzt wird, grenzt unmittelbar an das größte Stuttgarter Gewerbegebiet Wallgraben, den SynergiePark, an und bietet sich deshalb für die geplante Nutzung an. Die günstige Lage direkt am ÖPNV-Knotenpunkt und künftigen Regionalbahnhalt Vaihingen bietet gute Bedingungen für die geplante Ansiedlung von rund 4500 Mitarbeitern.

Aktuell ist im Flächennutzungsplan dort noch eine Grünfläche mit der Zweckbestimmung Sportfläche und Gewerbliche Baufläche (Bestand) dargestellt. Das soll geändert werden in Gemischte Baufläche Verwaltung (Umnutzung) und Grünfläche Landschaftspark, Parkanlage (Planung). Durch die Grünfläche wird den klimatischen und landschaftsplanerischen Aspekten Rechnung getragen. Die Wegebeziehung durch das Schwarzbachtal, eine Grünvernetzung, die die östlich und westlich von Vaihingen liegenden Freiräume miteinander verbindet, soll so gesichert werden.

Städtebaulicher Vertrag geschlossen

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst eine Fläche von etwa sechs Hektar, derjenige der Flächennutzungsplan-Änderung rund 5,1 Hektar. Nach dem geltenden Planungsrecht, das größtenteils private Grünfläche darstellt, ist die ­geplante Neubebauung nicht zulässig, deshalb muss der Bebauungsplan aufgestellt und der Flächennutzungsplan parallel dazu geändert werden. Im Januar hat die Stadt mit der Allianz einen städtebaulichen Vertrag geschlossen.

Die Allianz hatte 2017 einen Planungswettbewerb durchgeführt. Die Änderungswünsche des Ausschusses für Umwelt und Technik am Siegerentwurf des Büros Gerber Architekten wurden größtenteils einge­arbeitet: das Gebäude an der Liebknechtstraße wird aus klimatischen Gründen im südlichen Bereich verkürzt, die Zufahrten zur Tiefgarage werden nach Norden beziehungsweise Osten verschoben und die Pflanzstreifen nicht so stark unterbaut, wie erst geplant.

Kosten für Allianz und für Stadt


Die Allianz Lebensversicherungs AG übernimmt insbesondere die Planungs- und Verfahrenskosten, die Kosten für die Umgestaltung der Liebknecht- und Heßbrühlstraße sowie die erforderlichen Gutachten und Untersuchungen, zudem hat sie die Kosten für das Wettbewerbsverfahren getragen.

Der Stadt entstehen unter anderem Kosten für die Maßnahmen, die aus dem "Verkehrskonzept Vaihingen und SynergiePark Vaihingen-Möhringen" erforderlich werden, wie der Ausbau der Nord-Süd-Straße und Umbaumaßnahmen von Verkehrsflächen im Gewerbegebiet Wallgraben, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ansiedlung der Allianz stehen.

Donnerstag, 21.03.2019