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Neues Quartier am Stöckach

Das bisher industriell genutzte Quartier Hack- und Stöckachstraße im Stadtteil Stöckach des Stuttgarter Ostens soll durch einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb neu geplant und hauptsächlich im Wohnungsbau mit einer Vielzahl von Wohnungen neu bebaut werden.
Rund 600 und eventuell sogar bis zu 800 Wohneinheiten könnten auf dem der EnBW gehörenden, vier Hektar umfassenden Areal neu gebaut werden. Dafür soll ein offener städtebaulicher Realisierungswettbewerb mit Ideenteil ausgelobt und ein Unterausschuss des Ausschusses für Umwelt und Technik zum neuen Stöckach gebildet werden. Die Preisrichter werden nach Ergebnis und Proporz der Kommunalwahl vom 26. Mai eingesetzt. Dies hat der Ausschuss für Umwelt und Technik in seiner Sitzung vom 4. Juni beschlossen.
Das EnBW-Areal wird als Industriestandort nicht mehr benötigt und kann für umfangreichen Wohnungsbau genutzt werden.VergrößernDas EnBW-Areal wird als Industriestandort nicht mehr benötigt und kann für umfangreichen Wohnungsbau genutzt werden. Foto: Stadt StuttgartDas EnBW-Areal wird als Industriestandort nicht mehr benötigt und kann für umfangreichen Wohnungsbau genutzt werden. Foto: Stadt Stuttgart
Breiter Nutzungsmix

Das Areal soll zu einem urbanen, gemischt genutzten Quartier in enger Verzahnung mit dem städtischen Umfeld entwickelt werden. Ein breiter Nutzungsmix aus Wohnen, neuen Arbeits- und Produktionsformen, quartiersorientierter und sozialer Infrastruktur sowie sozialen und kulturellen Gemeinschaftsangeboten soll ein lebendiges Miteinander ermöglichen und das Quartier zu einem neuen Anziehungspunkt im Stuttgarter Osten machen. Eine neue Sporthalle für den Bezirk soll dort ebenso entstehen wie ein neuer Quartiersmittelpunkt für das Stadtquartier. Der Aufstellungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren wurde bereits im Dezember 2017 gefasst.

Zwei Phasen der Realisierung

Der Realisierungswettbewerb wird in zwei Phasen durchgeführt: Im ersten Wettbewerbsteil werden grundsätzliche Lösungsmöglichkeiten geplant. Nach einer Auswertung der Ergebnisse durch das Preisgericht und einer öffentlichen Präsentation werden zirka zwölf Entwürfe in den zweiten Teil übernommen, der nun detaillierte Ausarbeitungen und Vorschläge sowohl in städtebaulicher und funktionaler als auch in ökologischer und ökonomischer Hinsicht erarbeiten soll. Das gesamte Verfahren soll gemeinsam mit den Stuttgarter Bürgern durchgeführt werden. Vor dem Wettbewerb und währenddessen ist ein Beteiligungsverfahren geplant. Drei Vertreter der Bürgerschaft werden als Sachverständige an allen Sitzungen des Preisgerichts teilnehmen. Nach der ersten Phase soll eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zu den bisher vorliegenden Entwürfen stattfinden.

Die Auslobung beginnt ab dem 28. Juni, die erste Preisgerichtssitzung soll Mitte September stattfinden, die zweite Anfang Dezember.
Donnerstag, 06.06.2019