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Wettbewerbsverfahren zur B14 soll im Herbst starten

Die Landeshauptstadt Stuttgart beabsichtigt, im Herbst 2019 das Wettbewerbsverfahren "Neuer Stadtraum B14" zu starten. Davon hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 26. September, Kenntnis genommen. Ziel ist es, den Stadtraum an der B14 zwischen Schwanenplatztunnel und Marienplatz neu zu gestalten und die heute vorhandene Verkehrsfläche und das Verkehrsaufkommen um 50 Prozent zu reduzieren.

Städtebaulicher Wettbewerb zum Stadtraum B14VergrößernSicht auf einen Teil der B14 zwischen Charlotten- und Wilhelmsplatz. Foto: Thomas Wagner/Stadt StuttgartSicht auf einen Teil der B14 zwischen Charlotten- und Wilhelmsplatz. Foto: Thomas Wagner/Stadt Stuttgart
Die Abgrenzung des Wettbewerbsgebiets wurde aufgrund der Bürgerbeteiligung im Juli 2018 neu gefasst und ausgeweitet. Erstreckte es sich zu Beginn vom Gebhard-Müller-Platz bis zum Österreichischen Platz, sollen nun auch markante Punkte in den Anschlussbereichen vom Österreichischen Platz bis zum Marienplatz und vom Gebhard-Müller-Platz bis zum Schwanenplatztunnel in den Wettbewerb miteinbezogen werden. Am Charlottenplatz soll auch der Abschnitt bis zum Kunstmuseum in die Betrachtung mit einfließen. Seitlich wird das Wettbewerbsgebiet durch die Fassaden der Gebäude begrenzt. Parallel laufende Verfahren zum Kulturquartier, zur Opernsanierung und zur Königstraße 1-3 sind nicht Bestandteil des Wettbewerbs.

Geteiltes Verfahren

Als erster Schritt soll ein internationaler Planungswettbewerb durchgeführt werden. Ziel ist es, zunächst Ideen für den gesamten Stadtraum und eine Grundlage für die weiteren Planungen zu erhalten. So werden verschiedene Abschnitte und Randbedingungen im Wettbewerbsgebiet berücksichtigt und gleichzeitig zusammen als ein Stadtraum betrachtet. Der Wettbewerb soll nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe RPW 2013 mit einer begrenzten Teilnehmerzahl und einem vorgeschaltetem Bewerberverfahren durchgeführt werden. Er richtet sich an Arbeitsgemeinschaften (ARGE) von Stadtplanern, Architekten. Eine Beteiligung von Verkehrsplanern ist Bedingung.

Diese Ergebnisse dienen in einem nächsten Schritt der Vergabe von Machbarkeitsstudien. Diese sollen erste Realisierungsabschnitte definieren, das vorhandene Wettbewerbsergebnis nochmals überprüfen und weiter vertiefen. Daran anschließend wird mit der Umsetzungsplanung begonnen.

Ziele des Wettbewerbs

Wesentliche Ziele des Vorhabens sind eine deutliche Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Raums, Schaffung von Aufenthaltsqualität, Herstellung attraktiver Fußgängerverbindungen und Fahrradinfrastruktur, Begrünung der neuen Stadträume, die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs um 50 Prozent und die trennende Wirkung der B14 zu beseitigen. Darüber hinaus sollen neue Anforderungen an die Mobilität und neue Entwicklungen von Formen der Mobilität berücksichtigt werden.

Weitere Informationen zur Bürgerbeteiligung im Juli 2018 und zum Wettbewerb finden sich unter: www.stuttgart-meine-stadt.de/stadtentwicklung/b14/

Freitag, 27.09.2019