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Nachbarschaftsbrücke für Ältere

Mit der "Nachbarschaftsbrücke" bietet der Bürgerservice Leben im Alter des Sozialamts seit 15 Jahren Unterstützung im Alltag für Menschen ab 63 Jahren. Derzeit engagieren sich 28 Ehrenamtliche im Alter von 29 bis 85 Jahren bei der "Nachbarschaftsbrücke". Weitere Mitstreiter werden gesucht.
Häufig kommt es bei der hauptamtlichen Beratung und Unterstützung durch den Bürgerservice zu Situationen, bei denen es sinnvoll erscheint, eine Person einzusetzen, die zusätzlich Zeit für die Begleitung der älteren Menschen hat.

Häufiger Wunsch: Persönlicher Kontakt

Persönlicher Kontakt ist ein Wunsch vieler älterer Menschen: jemanden zu haben, der hilft, die Anforderungen des Älterwerdens zu bewältigen, eine Person, die sie bei Spaziergängen und bei Arztbesuchen begleitet, die zeigt, wie ein Handy oder eine Fernbedienung funktionieren, die hilft, den Schriftverkehr zu ordnen und auch den Inhalt mancher Schreiben erläutern kann.

Hier kommen die Ehrenamtlichen zum Einsatz, die sich bei der Unterstützung von Seniorinnen und Senioren mit einbringen. Die Mitarbeiter des Bürgerservices nehmen wahr, dass durch diese persönliche Unterstützung ältere Menschen ihrem Alltag wieder mit mehr Zuversicht begegnen und diesen infolgedessen aktiver gestalten können.

Neue Tätigkeitsfelder

Die "Nachbarschaftsbrücke" hat sich in 15 Jahren entsprechend der Bedarfslagen der älteren Menschen stets weiterentwickelt. Für Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, haben sich neue Tätigkeitsfelder ergeben: Technische Alltagshilfen bei der Nutzung von Medien und Internet, Vorbereitung von Umzügen, Transport von Gegenständen oder auch die Unterstützung nach einem Krankenhausaufenthalt sind einige Beispiele dafür. Regelmäßige Besuche von Menschen in Pflegewohngemeinschaften, Hilfestellung für ältere Migrantinnen und Migranten und die Unterstützung bei der Bewältigung von Lebenskrisen sind weitere Gründe, sich aktiv an der Begleitung von Seniorinnen und Senioren zu beteiligen.

Die "Nachbarschaftsbrücke" ist kontinuierlich mit den Aufgaben gewachsen, da immer mehr ältere Menschen in Stuttgart auf Unterstützung angewiesen sind. Die Ehrenamtlichen werden durch eine Einführung in das Aufgabenfeld, Begleit- und Reflexionsgruppen, hauptamtliche Beratung bei Einsätzen und durch Schulungs- und Fortbildungsangebote unterstützt. Zu den Standards gehören außerdem eine Haftpflicht- und Unfallversicherung im Ehrenamt.

Weitere Helfer sind willkommen

Weitere Mitstreiter sind willkommen. Bürgerinnen und Bürger, die Interesse haben, sich bei der "Nachbarschaftsbrücke" zu engagieren, können sich an den Bürgerservice Leben im Alter, Eberhardstraße 33, wenden. Ansprechpartner ist Jörg Günther, Telefon 216-59158, E-Mail joerg.guenther@stuttgart.de.
Donnerstag, 10.10.2019