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Stuttgarter Ausbildungscampus ausgezeichnet

Der Ausbildungscampus Stuttgart ist bei der Verleihung des Nationalen Integrationspreises 2019 von Bundeskanzlerin Angela Merkel als eines der zehn wichtigsten Projekte deutschlandweit geehrt worden.
Er engagiert sich für junge Geflüchtete und Jugendliche und bietet ihnen mannigfaltig Unterstützung an, indem Kontakte für die Ausbildungsplatzsuche zu Unternehmen oder Behörden vermittelt und vertieft werden.

Die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, sagte: "Der Ausbildungscampus unterstützt seit drei Jahren junge Geflüchtete und Jugendliche mit schwierigen Berufsbiografien bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. Mittlerweile fanden über 300 junge Menschen Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Das ist eine Erfolgsgeschichte - ich bin sicher, dass der Gemeinderat dies bei den Haushaltsberatungen auch anerkennen wird."

Helga Breuninger, Vorsitzende der Bürgerstiftung Stuttgart und des Kuratoriums des Ausbildungscampus, betonte: "Es freut uns wirklich sehr, dass unsere Initiative als Bürgerstiftung Stuttgart, diesen Ort kooperativ und auf Augenhöhe zusammen mit Verwaltung, Politik und Unternehmen zu entwickeln und umzusetzen, jetzt auch bundesweit sichtbar wird. Damit wird ein Modell von einer Public-privat-Partnership ausgezeichnet, das auch für andere gesellschaftliche Herausforderungen angewandt werden kann."

Konkret bietet der Ausbildungscampus Stuttgart jungen Menschen Vermittlung, Beratung und Begleitung, Nachhilfe, psychologische Unterstützung sowie Mentoren- und Ferienprogramme. Zudem ist er Anlaufstelle für berufliche Schulen und Unternehmen, die auf der Suche nach Auszubildenden sind und Stellen besetzen möchten.

Das Projekt zeichnet sich aus durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Bereiche: Die Arbeitsagentur, das Jobcenter, Beratungsstellen von Sozial- und Jugendamt, freie Träger, die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer Region Stuttgart sind auf dem Ausbildungscampus vertreten. Die drei hauptamtlichen Koordinatorinnen sind mit mehr als 35 Ehrenamtlichen Ansprechpartner für die jungen Menschen und für die Unternehmen. Das Konzept entstand zusammen mit der städtischen Ausländerbehörde, den beruflichen Schulen und Unternehmen wie Daimler, Porsche und Robert Bosch. Entwickelt wurde es am Runden Tisch der Bürgerstiftung Stuttgart.

Finanziert wurde der Campus bislang von 21 Unternehmen und Stiftungen, darunter die Daimler AG, die Porsche AG, die Robert Bosch GmbH, die Stiftung der Deutschen Bank und die Vector Stiftung sowie von der Stadt Stuttgart.

Mittwoch, 13.11.2019