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ÖPNV-Pakt: Schon viel erreicht und noch viel vor

Verkehrsminister Winfried Hermann, Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart, Thomas S. Bopp, und die Landräte der Landkreise Ludwigsburg, Böblingen, Esslingen, Göppingen und des Rems-Murr-Kreises haben bei der Lenkungskreissitzung am 4. Dezember festgestellt, dass viele der vor fünf Jahren gesteckten Ziele erreicht wurden.
Beispielsweise haben etwa die Landkreise die Fahrpläne ihrer Busse weitgehend so ausgerichtet, dass Fahrgäste in einem zuverlässigen Takt von der S-Bahn direkt in den Bus umsteigen können. Das Konzept der Metropolexpresszüge des Landes wird in diesen Jahren schrittweise umgesetzt. Das ist ein Angebot, um Pendler aus dem Umland im Halb-Stunden-Takt in die Region zu bringen.

Deutliche Steigerung: Von 2012 bis 2019 ist der öffentliche Personennahverkehr im VVS-Gebiet um 16 Prozent gewachsen.Deutliche Steigerung: Von 2012 bis 2019 ist der öffentliche Personennahverkehr im VVS-Gebiet um 16 Prozent gewachsen. Foto: Max Kovalenko
ÖPNV-Pakt habe sich bewährt

Für Verkehrsminister Hermann stehen dabei vor allem die Verbesserungen im Schienenverkehr im Vordergrund. Die Region und das Land arbeiten auch eng bei den Relex-Bussen zusammen. Diese ergänzen das S-Bahnangebot durch Querverbindungen zum S-Bahnnetz und bringen die Menschen schneller von A nach B. Minister Hermann: "Erst die vertrauensvolle Zusammenarbeit im ÖPNV-Pakt hat die Basis für so große Erfolge im Sinne der Verkehrswende in der Region geschaffen. Meine Initiative zum ÖPNV-Pakt hat sich gelohnt!"

Oberbürgermeister Fritz Kuhn betonte, dass sich der ÖPNV-Pakt sehr bewährt habe und fortgesetzt werden müsse. Kuhn wies auf die Wachstumszahlen im öffentlichen Nahverkehr hin. Er sagte: "Von 2012 bis 2019 haben wir im VVS-Gebiet insgesamt eine Steigerung des ÖPNV um 16 Prozent - und die Zahlen gehen weiter nach oben. Geholfen haben dabei vor allem Maßnahmen wie das Jobticket oder die große Tarifzonenreform."

Verbesserung und Ausweitung des Angebots

Wie der Oberbürgermeister weiter sagte, gebe es in der Landeshauptstadt bei den Stadtbahnen und Bussen eine kontinuierliche Verbesserung und Ausweitung des Angebots, teilweise auch über die Stadtgrenzen hinaus wie bei der U12 nach Remseck oder der U16 nach Fellbach. "Die Stadt Stuttgart mit ihrer SSB ist auf einem Ausbaukurs der Infrastruktur, der schon in den vergangenen Jahren sichtbar war, und den wir in den nächsten zehn Jahren fortsetzen werden mit den Mitteln, die dafür nötig sind", so Kuhn.

Verbandsvorsitzender Bopp betonte, dass die Region über die erzielten Erfolge bei der Einrichtung von Expressbuslinien und der Ausweitung des Park-and-ride-Angebots hinaus weiterhin massiv in das S-Bahnnetz investieren wird.

Neue Herausforderungen und Ziele

Das Verkehrswissenschaftliche Institut der Universität Stuttgart verdeutlicht, welche Herausforderungen noch vor den Beteiligten liegen: Das dort erstellte Verkehrsmodell für die Region Stuttgart prognostiziert zweistellige Zuwachsraten im ÖPNV bis 2030. Für den Regionalzugverkehr wird sogar ein Plus von über 100 Prozent erwartet. Für die Verkehrs- und Klimawende sind das gute Nachrichten.

Zugleich müssen Lösungen für den erforderlichen Kapazitätsausbau gefunden werden. Angesichts dieser Erfolge und Herausforderungen liegt es nahe, sich neue Ziele zu stecken. Im kommenden Jahr steht regulär eine Bilanzierung des ÖPNV-Pakts an. Dies wollen die Partner mit der Formulierung neuer Ziele verbinden.
Donnerstag, 12.12.2019