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"Überzeugender Entwurf für das Stöckach-Quartier"

Der städtebauliche Planungswettbewerb für das bisherige EnBW-Betriebsgelände in Stuttgart-Stöckach ist entschieden: Die Jury erkannte am Donnerstag, 12. Dezember, dem Netzwerk tong+ (Hanoi/Frankfurt) den 1. Preis zu. "Ein überzeugender Entwurf, der zur positiven Entwicklung des Stadtteils Stöckach und der gesamten Innenstadt zwischen der Villa Berg und dem Schlossgarten mit dem neuen Stadtteil Rosenstein beitragen kann", gab Jury-Vorsitzender Prof. Markus Allmann die Bewertung der Jury wieder.

'Überzeugender Entwurf für das Stöckach-Quartier'Zufriedene Gesichter bei der Präsentation des Siegerentwurfs im Stöckach-Wettbewerb: Prof. Markus Allmann, EnBW-Chef Frank Mastiaux, OB Fritz Kuhn und Frank Heberger von der EnBW (v.l.n.r.). Foto: Milla/EnBW "Das Quartier am Stöckach soll ein gutes, dichtes und sozial durchmischtes Quartier und damit ein neuer Anziehungspunkt werden", unterstrich Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn: "Was früher ein reiner Gewerbestandort war, wird ein urbanes Quartier mit 40 Prozent gefördertem Wohnungsbau sein. Der Siegerentwurf hat uns einen großen Schritt vorangebracht, jetzt wissen wir, wie die Zukunft dieses Gebiets aussehen kann."

"Mit der zukunftsgerichteten Entwicklung des Stöckach-Areals will die EnBW in Stuttgart einen Unterschied im Bereich 'nachhaltige Quartiersentwicklung' machen", unterstrich Vorstandschef Frank Mastiaux vor Ort bei der Vorstellung der Wettbewerbsergebnisse. Der Bauherr erwartet bis zu 800 Wohnungen auf dem Gebiet, die geplanten Investitionen liegen über 200 Millionen Euro.

Die 29-köpfige Jury aus Fachleuten, Vertretern von EnBW, Stadtverwaltung und Gemeinderat sowie vier von Bürgerinnen und Bürgern gewählten Vertretern hatte die Wahl unter 83 Entwürfen aus dem In- und Ausland, die auf die Ausschreibung im Juni eingegangen waren. 13 davon waren nach einer Jury-Sitzung im September in die zweite Runde gekommen und konnten vertieft werden. Nach einer weiteren Bürgerwerkstatt kam die Jury dann am vergangenen Freitag zu ihrem endgültigen Votum.

Erschließungsachsen und soziale Mitte

'Überzeugender Entwurf für das Stöckach-Quartier'Der Siegerentwurf schafft mehrere Erschließungsachsen mit dem gesamten Stadtteil sowie einen großen öffentlichen Platz in der Mitte des Quartiers. Illustration: tong+/EnBWDer Siegerentwurf von tong+ vernetzt das Quartier durch mehrere Erschließungsachsen mit dem gesamten Stadtteil Stöckach. Die Eingangsbereiche werden durch kleinere Platzbereiche geöffnet und aufgewertet. In der Mitte des Quartiers befindet sich ein größerer öffentlicher Platz, der als Treffpunkt für die Nachbarschaften und soziale Mitte konzipiert ist.

Versorgungseinrichtungen, Gastronomie, kleinere Einzelhandelsgeschäfte sowie gewerbliche oder kulturelle Einrichtungen sind weitere integrale Bestandteile des Konzepts. Zum Entwurf gehören auch durchgrünte Innenhöfe und der Erhalt der Sporthalle.

Ein neuer Anziehungspunkt im Stuttgarter Osten

Frank Heberger, Generalbevollmächtigter der EnBW, umriss aus der Sicht des Bauherrn die Rahmenbedingungen des künftigen Quartiers: Es weise eine passgenaue Flächendichte und Höhenentwicklung auf, die rund 60.000 Quadratmeter Wohnfläche ermögliche.

Mit den Zusagen der EnBW zum geförderten Wohnungsbau würden die Vorgaben des Stuttgarter Innenentwicklungsmodells (SIM) deutlich übererfüllt. "Wir wollen den Stöckach sozial, ökonomisch sowie ökologisch nachhaltig und auch weiterhin 'von Bürgern für Bürger' entwickeln", betonte Heberger.

Ausstellung der prämierten Entwürfe

Die Siegerentwürfe sind ab Donnerstagabend (12. Dezember) auch für die Öffentlichkeit zugänglich: Der "IdeenRaum" in der Hackstraße 31 öffnet dafür am Donnerstag, Freitag und Montag jeweils von 18 bis 20 Uhr und am Samstag und Sonntag von 12 bis 17 Uhr.

Weitere Infos: www.der-neue-stoeckach.de

(Quelle: EnBW)

Donnerstag, 12.12.2019