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Stuttgart 21: Zweiter Tunneldurchschlag in Untertürkheim

  • Bahn erreicht wichtige Etappenziele bei Projekt Stuttgart-Ulm: Sechste Kelchstütze für künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof ist betoniert 
  • Hauptbahnhof Ulm nach planmäßigen Gleisarbeiten wieder frei für den Fernverkehr

Die Deutsche Bahn hat beim Bahnprojekt Stuttgart-Ulm vor Weihnachten Weichen für die Bauarbeiten im nächsten Jahr gestellt.

Rund einen Monat nach dem erfolgreichen Durchschlag der ersten Röhre des Tunnels Untertürkheim sind die Mineure am Montag, 16. Dezember 2019, auch mit der zweiten Röhre im Neckartal ins Freie gelangt. Zuvor wurde am Samstag, 14. Dezember 2019, die sechste von 28 Kelchstützen betoniert. Die 28 Stützen bilden einmal das Dach des künftigen Stuttgarter Hauptbahnhofs. Seit Sonntag halten zudem im Ulmer Hauptbahnhof wieder alle Züge des Fernverkehrsplanmäßig. Die Arbeiten, die der Verbindung des Ulmer Hauptbahnhofs mit der Neubaustreckedienen, gingen in der Nacht zum Sonntag pünktlich zu Ende.

Tunnel Untertürkheim

Die Tunnel Obertürkheim und der 1080 Meter lange Ast nach Untertürkheim verbinden im Zuge der Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart den künftigen Hauptbahnhof mit dem Neckartal. Der Durchschlag am Montag in Untertürkheim gelang trotz zahlreicher technischer und geologischer Herausforderungen früher als erwartet. Innerhalb der zwei Jahre Vortrieb Richtung Untertürkheim haben die Mineure der Arbeitsgemeinschaft ATCOST 21 unter anderem jeweils zweimal erfolgreich den Neckar und den Kraftwerkskanal unterfahren sowie fünf bestehende Bahngleise im Betrieb.

Sechste Kelchstütze

Mit dem Dach des künftigen Stuttgarter Hauptbahnhofs mit seinen 28 Kelchstützen entsteht eine noch nie zuvor gebaute Betonschalenkonstruktion. Die Betonage des sechsten Kelchs begann am Samstag planmäßig um 6 Uhr. Zehn Stunden und rund 100 Transportfahrten später waren rund 680 Kubikmeter Beton verbaut.

Hauptbahnhof Ulm

In Ulm hat die Bahn die bestehenden Gleise mehrfach verlegt, um den Hauptbahnhof an die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm anzubinden. In einem letzten Schritt wurden jetzt die Gleise der Filstalbahn auf ein Kreuzungsbauwerk und damit in ihre endgültige Lage gelegt. Gleichzeitig wurde die Neubaustrecke mit Weichen an die Bahnsteige 1 und 2 des Ulmer Hauptbahnhofs angeschlossen. Die dafür unvermeidbare dreiwöchige Sperrung des Ulmer Hauptbahnhofs für den Fernverkehr endete am Sonntagmorgen planmäßig. Bis zur Inbetriebnahme der Neubaustrecke Ende 2022 halten die Züge des Fernverkehrs auf den Bahnsteiggleisen 3 und 4, danach wieder wie gewohnt auf den Gleisen 1 und 2.

(Quelle: DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH)

Dienstag, 17.12.2019