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Informationen zur Coronavirus-Infektion

Am 25. Februar wurde bei einem Patienten aus Baden-Württemberg eine Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) nachgewiesen. Das ist die erste bestätigte Infektion im Land. In Stuttgart ist bislang kein Fall einer Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Gesundheitsbehörden sind wachsam, zugleich sehen sie derzeit keine Beeinträchtigung der öffentlichen Gesundheit in Stuttgart.

Professor Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts, sagte: "Wir haben eine dynamische Lage, beobachten daher die Situation in Stuttgart sehr genau und tauschen uns kontinuierlich mit den Stuttgarter Kliniken und dem Landesgesundheitsamt aus."

Sein Rat: "Einzelne Meldungen sollten nicht beeindrucken: Jeder kann seinen Alltag im öffentlichen Leben derzeit normal fortsetzen. Wie bisher, sollten hierbei allerdings bestimmte Verhaltensweisen besonders Beachtung finden, die der Vorbeugung von Infektionskrankheiten dienen." Diese sind im Folgenden dargestellt:

Wichtig für alle: Infektionen vorbeugen

Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten.

Was sollten Personen tun, die fürchten, sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben, oder die aus Regionen zurückkehren, in denen es vermehrt zu Übertragungen kommt?

Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, und Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sollten generell Kontakte zu anderen Personen vermeiden und sich unverzüglich mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen. Das zuständige Gesundheitsamt kann hier ermittelt werden. Wenn Sie medizinische Hilfe benötigen, suchen Sie nach telefonischer Anmeldung, und mit Hinweis auf Ihre Reise, einen Arzt auf. 

Für Reisende aus Regionen, die keine Risikogebiete sind, in denen es aber vermehrt zu Übertragungen kommt (z.B. China, Italien, Iran, Südkorea), gilt: Wenn sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie - nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise - einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten sie unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben, beim Husten und Niesen Abstand halten oder sich wegdrehen und sich die Armbeuge oder ein Taschentuch, das sie sofort entsorgen, vor Mund und Nase halten. Die Hände sollten regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Für alle Flugreisende aus China gilt seit dem 15.2.2020 ein besonderes Verfahren (siehe Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit ). Unter anderem werden sie befragt, ob sie Kontakt mit Corona-Virus-Infizierten hatten oder sich im Infektionsgebiet aufgehalten haben. Personen an Bord, die offensichtlich krank sind oder eine ansteckende Krankheit haben könnten, müssen gemeldet werden.

(Stand: 26. Februar 2020)

Weitere Informationen

Informationen zum COVID-19-Geschehen in Baden-Württemberg sind zu finden unter: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/erste-bestaetigte-infektion-mit-dem-coronavirus-in-baden-wuerttemberg/

Informationen zum Covid-19-Geschehen in Italien sind zu finden unter:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Lage_Italien.html

Informationen des Landesgesundheitsamts Baden-Würtemberg zum Coronavirus sowie die Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger: https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Startseite/aktuelles/Termine_Hinweise/Seiten/Coronavirus.aspx

Allgemeine Verhaltenshinweise sind auch bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung abrufbar:
www.infektionsschutz.de

Das Robert-Koch-Institut stellt eine umfangreiche und aktuelle
Fragen-und-Antworten-Liste zum Coronavirus zur Verfügung.

In einem
Infoblatt des Bundesinstituts für Risikobewertung (PDF) wird der Frage nachgegangen, ob das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Spielzeug übertragen werden kann.

Weitere Informationen für Bürgerinnen und Bürger sowie speziell für Schulen und Kitas sowie für Pflegeheime bieten
Informationsblätter zum Coronavirus des Gesundheitsamts Stuttgart . Diese werden laufend aktualisiert.

(Hinweis: Dies ist eine aktualisierte Version der Pressemitteilung vom 25.02.2020)