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Start-up liefert erste Gesichts-Schutzschilde gegen Corona an Klinikum

Das Klinikum Stuttgart hat die ersten Schutzschilde erhalten, die ein schwäbisches Startup entwickelt hat und in Zusammenarbeit mit einem Autozulieferer produziert. Ärztin Meike Krempel und Gesundheits- und Krankenpflegerin Jacqueline Maquéaus der Anästhesie freuten sich am Donnerstag stellvertretend für ihre Kolleginnen und Kollegen über diese zusätzliche Sicherheit bei Notfällen.

Beide nehmen an Rapid Response-Einsätzen im Klinikum Stuttgart teil. In kritischen Situationen sind diese Teams für die Atemwegssicherung und Beatmung von Patienten des Klinikums Stuttgart da. Bei einer Intubation der Patienten sind die Ärzte und Pflegekräfte besonders den Sekreten und Aerosolen ausgesetzt. Die neuen Gesichtsschilde ergänzen hier die vorhandenen Schutzmaßnahmen.

"Hier wirken schwäbische Tüftelei und Unternehmergeist zusammen, damit das medizinische und pflegerische Personal bei Notfalleinsätzen besser gegen Covid-19 geschützt wird. Es ist eine tolle Leistung, wie hier innerhalb kurzer Zeit ein wichtiger Beitrag zum Schutz entwickelt wurde. Unsere Intensivmediziner und Pflegeexperten sind begeistert", erklärte Prof. Dr. Jan Steffen Jürgensen, medizinischer Vorstand des Klinikums Stuttgart am Freitag, 3. April."

Oberbürgermeister Fritz Kuhn lobte während einer Sitzung des Krisenstabs im Rathaus das Engagement: "Ich finde es toll, dass Startups oder auch die großen Unternehmen aus Stuttgart und dem Land jetzt ihr Know-how einsetzen, um Produkte zur Bewältigung der Corona-Krise her- und bereitstellen. Ärzte und Pflegepersonal sind besonders gefährdet durch eine Infektion. Die Gesichts-Schutzschilde dieses Startups sind eigens für deren Schutz gemacht worden. Das ist ein starkes Signal der Kreativität und des Zusammenhaltes. Ich danke hier allen Beteiligten ausdrücklich."

"Ärzte haben uns gesagt, dass es derzeit nichts zu kaufen gibt, um sich in der jetzigen Situation zu schützen. Wir haben es als unseren Auftrag angesehen, etwas zum Schutz des medizinischen Personals zu entwickeln", sagte Sabrina Hellstern, Gründerin und Leiterin des Startups Hellstern medical GmbH mit Sitz in Wannweil. Innerhalb von einer Woche entwickelte das kleine schwäbische Unternehmen die Vollgesichtsmaske. Am Mittwoch startete die Produktion. Mehrere hundert Schutzschilde pro Tag können produziert werden. Auch die Stadt Stuttgart hat Interesse an den Schutzschilden für Pflegeheime und andere exponierte Tätigkeiten signalisiert.

(Quelle: Klinikum Stuttgart)

Freitag, 03.04.2020