Aktuelles
  •  

Stadt ist bereit, Geflüchtete aufzunehmen

Die Landeshauptstadt Stuttgart tritt dem Bündnis SEEBRÜCKE- "Städte Sicherer Häfen" bei. Durch die Mitgliedschaft zeigt sie ihre Bereitschaft zur Aufnahme von Menschen, die aus Seenot gerettet werden. Einen entsprechenden Beschluss hat  der Gemeinderat am Donnerstag, 9. April, mit 11 zu 5 Stimmen gefasst. Beantragt wurde dies von den Fraktionen Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Die FrAKTION LINKE SÖS PIRATEN Tierschutzpartei, SPD, FDP und PULS.
Seit der Gründung der SEEBRÜCKE haben sich ihr 140 deutsche Städte angeschlossen. Mit dem Beschluss des Rates erklärt sich Stuttgart solidarisch mit Menschen auf der Flucht und den Zielen der Initiative SEEBRÜCKE. Die Stadt ist bereit, aus Seenot gerettete Menschen aufzunehmen und unterzubringen. Zugleich will die Stadt zur aktiven Gestaltung einer menschenrechtskonformen europäischen Migrationspolitik beitragen.

Darüber hinaus hat der Rat einstimmig beschlossen, Kinder aus den Flüchtlingscamps auf der griechischen Insel Lesbos aufzunehmen. Die Aufnahme ist mit der Bundesregierung zu koordinieren. Hintergrund ist laut Fraktions-Antrag eine "dramatische Lage" der Menschen. "Die Lager sind überfüllt und haben fast keine medizinische Ausstattung und mangelnde Hygiene. Ein Ausbruch von Corona hätte katastrophale Auswirkungen. Deshalb ist es dringend geboten, dass diese Lager evakuiert werden. Deutschland hat Anfang März zugesagt, besonders schutzbedürftige Minderjährige aus den griechischen Flüchtlingslagern aufzunehmen."