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Staatstheater: Absage des geplanten Spielbetriebs

Das Kunstministerium hat zusammen mit der Landeshauptstadt die reguläre Spielzeit des Staatstheaters für beendet erklärt. Dies bedeutet, dass das bis zum Ende der aktuellen Spielzeit und damit bis 31. August vorgesehene Programm nicht wie geplant stattfinden wird. Auch in Karlsruhe werden am Badischen Staatstheater keine Aufführungen stattfinden.
Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer, zugleich Kulturbürgermeister, erläuterte: "Der Abbruch der Spielzeit ist ein schmerzhafter und beispielloser Einschnitt - für unsere Staatstheater und für das Publikum. Diese Entscheidung ist uns schwergefallen, sie war aber angesichts der Corona-Krise unumgänglich und auch erwartbar. Für Theater, Oper und Ballett besteht nun kurzfristig Planungssicherheit. Aussagen zum Betrieb der Theater in der kommenden Spielzeit lassen sich heute noch nicht treffen."

Kunstministerin Theresia Bauer erklärte: "Kulturbetriebe, Theater und musikalische Ensembles brauchen Planungssicherheit. Wir haben daher gemeinsam mit den beiden Kommunen und den Staatstheatern beschlossen, den regulären und geplanten Vorstellungsbetrieb der Spielzeit 2019/2020 zu beenden." Und weiter: "Unser gemeinsames Anliegen ist es, dass die Staatstheater dennoch für Publikum und Akteure kreative künstlerische Formate anbieten können, die im Rahmen der Vorsichtsmaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie und mit dem absoluten Vorrang des Schutzes des Publikums und der Mitwirkenden möglich sind." Daher arbeite das Wissenschaftsministerium in Absprache mit den betroffenen Ressorts und kommunalen Landesverbänden an einer landesweiten Regelung zu Veranstaltungen. "Wir wollen so schnell wie möglich eine verlässliche Aussage für alle Kulturveranstaltungen im Land treffen können", sagte Bauer. Zudem erarbeite ihr Haus Förderinstrumente, um neue Formate zu unterstützen.