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OB schockiert von Gewaltausbruch

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 20./21. Juni, ist es in der Stuttgarter Innenstadt zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Polizeibeamte wurden angegriffen, zahlreiche Schaufensterscheiben eingeworfen.

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärte am Sonntagmorgen, 21. Juni, in einer ersten Reaktion: "Ich bin schockiert von dem Ausbruch an Gewalt, von den Angriffen auf die Polizei und den Zerstörungen in unserer Stadt. Das ist ein trauriger Sonntag für Stuttgart. Wir werden das Geschehen sorgfältig analysieren. Eines muss aber klar sein: Es darf keine rechtsfreien Räume in Stuttgart geben."

Nach Angaben der Polizei solidarisierten sich in der Nacht Feiernde im Zusammenhang mit einer Polizeikontrolle wegen eines Rauschgiftdelikts gegen die Beamten. In der Folge zogen Menschen offenbar auch in Gruppen durch die Innenstadt. Abgestellte Streifenwagen wurden massiv beschädigt, Scheiben in Läden eingeworfen. Aus einer noch unbestimmten Zahl von Geschäften wurden die Auslagen entwendet, teilte die Polizei mit. Mehr als ein Dutzend Polizeibeamte erlitten demnach Verletzungen.

Bis zum frühen Morgen hat zunächst die Stuttgarter Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen Aufräum- und Sicherungsarbeiten nach den Zerstörungen durchgeführt. Anschließend hat das THW die Arbeiten übernommen. Die Kriminalpolizei sicherte am Sonntagmorgen Spuren.

Am Nachmittag nehmen Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, Polizeipräsident Franz Lutz und Polizeivizepräsident Thomas Berger Stellung zu den Ereignissen.