Kraftfahrzeug zulassen - erstmalig (Neuwagen)

Für Fahrten auf öffentlichen Straßen müssen Sie Ihr Fahrzeug vorher zulassen. Sie erhalten von der Kfz-Zulassungsstelle die gestempelten Zulassungspapiere und Kennzeichen.

Die Zulassung eines Neuwagens kann nur bei der Kfz-Zulassungsstelle erfolgen, nicht im Bürgerbüro.

Hinweis: Sie können Ihr Auto auch bequem von zu Hause online anmelden.

Hinweis: Da sich Stuttgart in einer Umweltzone befindet, sollten Sie bei der Kfz-Zulassungsstelle auch eine Umweltplakette beantragen.

Hinweis: Eine bestimmte Buchstaben-Zahlenkombination des Kennzeichens können Sie im Rahmen des Zulassungsverfahrens beantragen. Eine nachträgliche Änderung einmal zugeteilter Kennzeichenkombinationen ist gegen eine entsprechende Gebühr möglich.

Voraussetzungen

Sie dürfen keine rückständigen Gebühren und Auslagen aus vorhergegangenen Zulassungsvorgängen haben. Bei Zahlungsrückständen über 30 Euro darf die KfZ-Zulassungsstelle Ihr Fahrzeug nicht zulassen, bis Sie diese beglichen haben. Bei weniger als 30 Euro kann sie entscheiden, ob sie das Fahrzeug trotzdem zulässt oder nicht.

Sie dürfen keine KFZ-Steuerschulden von fünf Euro oder mehr haben. Bei der Berechnung des Betrags werden auch Säumniszuschläge, Zinsen und Verspätungszuschläge berücksichtigt.

Soll Sie jemand bei der Zulassung Ihres Fahrzeuges vertreten, müssen Sie dieser Person eine schriftliche Vollmacht erteilen. Diese muss auch eine Einverständniserklärung enthalten, dass die Zulassungsbehörde die bevollmächtigte Person über rückständige Gebühren und Auslagen informieren darf. Ihre Vertretung muss die Vollmacht vorlegen und sich ausweisen.


Erforderliche Unterlagen

Bei Privatpersonen:
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Bei Privatpersonen ist die Kfz-Zulassungsstelle des Hauptwohnsitzes zuständig (bitte beachten Sie, dass ohne vorherige Wohnsitz-Anmeldung beim Bürgerbüro keine Zulassung möglich ist).
  • eVB Nummer des Versicherers.
  • SEPA-Mandat zum Einzug der Kfz-Steuer im Lastschriftverkehr
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) oder den Nachweis der nationalen Typgenehmigung durch eine Datenbestätigung des Herstellers.
  • Das Fahrzeug ist vor der Ausstellung einer Zulassungsbescheinigung Teil II der Zulassungsbehörde zur Feststellung der Fahrzeug-Identifizierungsnummer vorzuführen, sofern der Hersteller keine Zulassungsbescheinigung II ausgefertigt hat. Ersatzweise genügt der Nachweis einer Prüforganisation über die Feststellung der Fahrzeug-Identifizierungsnummer.
  • EG-Übereinstimmungsbescheinigung / CoC-Papier
  • Bevollmächtigte Personen benötigen eine Vollmacht für die Zulassung und das SEPA-Mandat zum Einzug der Kfz-Steuer, den eigenen Ausweis sowie den Ausweis des Vollmachtgebers (Kopie ist ausreichend).

Bei juristischen Personen oder selbstständig Gewerbetreibenden zusätzlich:

  • Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug bei Sitz in Stuttgart (Kopie ist ausreichend)
  • Gewerbeanmeldung und Handelsregisterauszug wenn sich die Hauptniederlassung außerhalb von Stuttgart befindet (Kopie ist ausreichend)
  • bei Freiberuflern: z.B. Briefkopf oder Visitenkarte
  • Bevollmächtigte Personen benötigen eine Vollmacht für die Zulassung und das SEPA-Mandat zum Einzug der Kfz-Steuer, den eigenen Ausweis sowie den Ausweis des Vollmachtgebers. Hier ist bei Firmen auf die Vertretungsregelung zu achten.

Bei der Zulassung eines Leichtkraftrades werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Betriebserlaubnis
  • Personalausweis oder Reisepass (bitte beachten Sie, dass ohne vorherige Wohnsitz-Anmeldung beim Bürgerbüro, keine Zulassung möglich ist)
  • eVB Nummer des Versicherers
  • Bevollmächtigte Personen benötigen eine Vollmacht für die Zulassung, den eigenen Ausweis sowie den Ausweis des Vollmachtgebers (Kopie ist ausreichend).

Hinweis: Schwerbehinderte Menschen mit dem Merkzeichen "H", "BI" oder "aG" in ihrem Schwerbehindertenausweis sind von der Kraftfahrzeugsteuer befreit . Sie müssen keine Einzugsermächtigung vorlegen.

Hinweis: Die Versicherungsbestätigung über die Kfz-Haftpflichtversicherung erhalten Sie bei der Versicherung Ihrer Wahl. Meist können Sie diese telefonisch anfordern.


Verfahrensablauf

  • Sie oder eine bevollmächtigte Person legen für die Zulassung die benötigten Unterlagen am Schalter der KfZ-Zulassungsstelle vor.
  • Es erfolgt die Prüfung, ob Gebühren- oder Steuerrückstände bestehen.
  • Elektronischer Abruf der Versicherungsdaten durch die eVB-Nummer.
  • Druck der Fahrzeugdokumente (Zulassungsbescheinigung Teil I und II).
  • Bezahlung am Kassenautomaten.
  • Kennzeichenschilder können bei einem Schilderhersteller Ihrer Wahl geprägt werden (befinden sich um das Gebäude der Zulassungsstelle).
  • Die Kennzeichenschilder werden in der Kfz-Zulassungsstelle abgestempelt.

Gebühren


Zahlungsarten

  • Barzahlung
  • electronic cash

Rechtsgrundlage

§ 3 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) (Notwendigkeit einer Zulassung)
§ 4 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) (Voraussetzungen für eine Inbetriebsetzung zulassungsfreier Fahrzeuge)
§ 6 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) (Antrag auf Zulassung)
§ 1 Gesetz über die Verweigerung der Zulassung von Fahrzeugen bei rückständigen Gebühren und Auslagen (Fahrzeugzulassungsverweigerungsgesetz) (Verweigerung der Zulassung)
§ 13 Kraftfahrzeugsteuergesetz (Feststellung der Besteuerungsgrundlagen, Nachweis der Besteuerung und Zulassungsverweigerung bei Steuerrückständen)
Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt)