Krankheiten meldepflichtige Erkrankung eines Menschen mitteilen

Bei meldepflichtigen Krankheiten handelt es sich um Infektionskrankheiten, die laut den Paragrafen 6 bis 9 Infektionsschutzgesetz (IfSG) zur Verhütung und Bekämpfung beim Menschen durch Ärzte und Laboratorien an das Gesundheitsamt gemeldet werden müssen:
  • Botulismus
  • Cholera
  • Diphtherie
  • humane spongiforme Encephalopathie (= Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung, BSE)
  • akute Virushepatitis
  • enteropathisches hämolytisch-urämisches Syndrom (EHEC)
  • virusbedingte hämorrhagische Fieber
  • Masern
  • Keuchhusten
  • Meningokokkenmeningitis oder Meningokokkensepsis
  • Milzbrand
  • Poliomyelitis
  • Pest
  • Tollwut
  • Typhus bzw. Paratyphus
  • Epidemien (mindestens 2 Fälle) von Gastroenteritis oder mikrobieller Lebensmittelvergiftung
  • Verletzung oder Kontakt zu tollwutverdächtigem Tier
  • Epidemie durch unbekannten Erreger, falls schwerwiegende Gefahr für Allgemeinheit
  • Tuberkulosekrankte, die eine Behandlung verweigern
  • gehäuftes Auftreten nosokomialer Infektionen (nichtnamentlich)


Erforderliche Unterlagen

Bei der Meldung muss neben den Personalien, Wohn- und Aufenthaltsort des Gemeldeten auch berichtet werden, ob der/die Erkrankte
  • in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Heimen usw.
  • in medizinischen und paramedizinischen Einrichtungen,
  • in Betreuungs-, Behandlungs- und Versorgungseinrichtungen
  • in sonstigen Einrichtungen und Gewerben, bei denen durch Tätigkeiten am Menschen durch Blut Krankheitserreger übertragen werden können
tätig ist.

Weitere für die Ermittlung wesentliche Angaben sind:
  • Diagnose,
  • Erkrankungstag,
  • Infektionsquelle,
  • Blut-, Organ- oder Gewebespende in den letzten 6 Monaten.
  • Name und Telefonnummer des Meldenden


Verfahrensablauf

Für die Meldung bitte folgendes Formular verwenden:

Meldeformular für meldepflichtige Krankheit gemäß §§ 6, 8, 9 IfSG (PDF - 66 KB)


 
 

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