Altlastensanierung Kohlebandbrücke

Die Altablagerung "Kraftwerksgelände Ost" befindet sich auf dem Werksgelände der EnBW Kraftwerke AG in Stuttgart-Ost. Die Teilfläche "Kohlebandbrücke" ist Teil der Altablagerung "Kraftwerksgelände Ost" und liegt innerhalb der Kernzone des Heilquellenschutzgebietes.

Bei der Altablagerung handelt es sich um ehemalige Kiesgruben, die von der Stadt Stuttgart in den 1930er Jahren mit Abfällen aus dem benachbarten ehemals städtischen Gaswerk Gaisburg (Teeröle, Schwerölreste) verfüllt wurden.

Angesichts der potentiellen Gefährdung der Heil- und Mineralwasservorkommen war eine aufwändige Beseitigung der Gefahrenquellen erforderlich.

Das mit den Fachbehörden, dem Regierungspräsidium Stuttgart und der EnBW Kraftwerke AG abgestimmte Verfahren sah vor, den Schadensbereich von knapp 9.000 Quadratmeter in drei Bauabschnitten zu sanieren.

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Luftbild Schadensbereich Kohlebandbrücke, Quelle: LHS Stuttgart - SIAS

Land und Stadt teilen sich die Kosten

Im Zeitraum von 2015 bis 2018 wurde der Boden bis auf sechs bis acht Meter ausgehoben und ausgetauscht. Begleitend zum Aushub wurde der Grundwasserabstrom des Schadensbereichs durch eine hydraulische Maßnahme gesichert.

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat das Vorhaben aus dem Fonds zur Förderung von Altlastenuntersuchung und -sanierung mit 75 Prozent der Gesamtkosten unterstützt.

Die restlichen Sanierungskosten wurden von der Stadt Stuttgart getragen.

Kenndaten

  • Standort:
    Betriebsgelände EnBW Kraftwerke AG, Langwiesenweg 23, Stuttgart-Ost
  • Projektgröße:
    Fläche ca. 9.000 m²
    Entsorgung ca. 88.000 to
  • Bauherr/Projektentwicklung:
    Landeshauptstadt Stuttgart, Technisches Referat, Tiefbauamt
  • Eigentümer:
    NWS Grundstückmanagement GmbH & Co KG, vertreten durch EnBW Grundstückmanagement GmbH & Co KG, Schelmenwasenstraße 15, 70567 Stuttgart
  • Projektsteuerung:
    Tiefbauamt Stuttgart, Bauabteilung Mitte/Nord
  • Planer: Ingenieurgemeinschaft Kohlebandbrücke (Klinger und Partner GmbH / CDM Smith Consult GmbH)
  • Baustart: Mitte 2014
  • Bauende: Ende 2018
  • Kosten:
    zirka 14,1 Millionen Euro
  • Finanzierungsart: Finanzmittel aus Rückstellungen und Fördermitteln des Regierungspräsidium Stuttgart.

 

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