Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Ein gut ausgebauter und gut funktionierender ÖPNV sowie dessen aktive Vermarktung sind das Rückgrat für jedes Mobilitätskonzept mit dem Anspruch, eine echte Alternative zum Motorisierten Individualverkehr (MIV) zu sein. Gemeinsam mit den Partnerverkehrsmitteln im Umweltverbund Fuß-, Fahrrad- und Pedelec-Verkehr sowie innovativen intermodalen Angeboten muss ein attraktives, alternatives Verkehrssystem gewährleistet und weiter ausgebaut werden, das dem Angebot des MIV mindestens ebenbürtig ist.

Maßnahmen

  • Ausbau des Bus- und Stadtbahnnetzes durch Netzerweiterungen, Tangentiallinien und Schnellbuslinien (z. B. Verlängerung der Stadtbahnlinie U12 ins Neckartal und nach Remseck, Tangentiallinie U19 Neugereut-Neckarpark und Verlängerung zum Mercedeswerk Untertürkheim und zur Mercedes-Benz-Welt, Tangentiallinie U16 Fellbach-Stuttgart-Giebel, Schnellbuslinie (Pilot-Bus-Linie mit "ZERO-EMISSIONEN") von Bad Cannstatt Wilhelmsplatz in die Innenstadt (als Vorlaufbetrieb des 80m-Zug-Einsatzes auf der Stadtbahnlinie U1), Verlängerung der Stadtbahnlinie U6 zum Manfred Rommel Flughafen)
  • Erhöhung der Kapazität von Stadtbahnlinien durch den Einsatz längerer Züge (z. B. 80m-Züge auf den Stadtbahnlinien U1 und U12)
  • Verrdichtung des Taktangebots (z. B. U19 parallel zur bestehenden U2) und Optimierung der Anschlussbeziehungen, auch im Spät-/Nachtverkehr und am Wochenende
  • Prüfung eines werktäglichen Nacht-Taktes mit Bus, Stadtbahn und/oder On-Demand-Lösungen
  • Beschleunigung und Stabilisierung des ÖPNV für kürzere Reisezeiten und höhere Pünktlichkeit (z. B. weiterer Ausbau und Optimierung der ÖPNVBevorrechtigung an Lichtsignalanlagen - LSA - zusätzliche Bussonderfahrstreifen, weiterer Ausbau der SSB-Betriebsleitstelle und der IVLZ)
  • Weiterer Ausbau der Barrierefreiheit an ÖPNV-Haltestellen
  • Verbesserung der Zugänglichkeit und des Umfeldes von ÖPNV-Haltestellen sowohl in unmittelbarer Nähe als auch im weiteren Umfeld (in Kombination mit Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs und Sharing-Angeboten)
  • Verbesserung und Ausbau der Fahrplan-Echtzeitinformation (z. B. an allen Bushaltestellen)
  • Bestandskunden (z. B. Schüler und Studenten auch im späteren Berufsleben als ÖPNV-Kunden) halten sowie neue Dauerkunden gewinnen (z. B. durch zielgerichtete und zielgruppenspezifische Marketingmaßnahmen, der  aktiven Vermarktung der Abos und durch professionelle Betreuung von Groß- und Firmenkunden)
  • Neue Kunden im Gelegenheitsverkehr gewinnen (z. B. durch attraktive Ticketangebote sowie verbessertem und vereinfachtem Ticketverkauf)
  • Verbesserte Förderung und Initiierung von Arbeitgeberzuschüssen beim FirmenTicket
  • Einführung eines einheitlichen Ein-Zonen-Tarifs für die gesamte Landeshauptstadt Stuttgart und das zu einem Fahrpreis, der sich an dem bisherigen Preis für eine Zone orientiert
  • Attraktivitätssteigerung beim 9-Uhr-UmweltTicket (z. B. durch Einbeziehung in das FirmenTicket)
  • Einführung neuer Ticket-Innovationen (z. B. Tickets für Teilzeitkräfte)
  • Nutzung der polygoCard auch für Zeitfahrkarten und flexible Tickets
  • Weiterentwicklung der Vertriebskanäle (z. B. Online- und Handyticket)
  • Verbesserte Förderung und Initiierung von Arbeitgeberzuschüssen beim FirmenTicket
  • Ausweitung des Einsatzes von schadstofffreien und emissionsarmen Bussen mit modernen vollelektrischen, Hybrid- und Euro VI-Antrieben
  • Prüfen, aufgreifen und erproben neuer Möglichkeiten des autonomen Fahrens (z. B. Betriebshoflogistik, Platooning, Einsatz von selbstfahrenden Minibussen in Schwachlastzeiten)
  • Weiterer Ausbau der SSB-Leitstelle
  • Verbesserung der Netzausleuchtung/Mobilfunkverfügbarkeit in den SSB-Tunnel
  • Weiterentwicklung der Kommunikationsmöglichkeiten für Kunden mit mobilen Endgeräten in den Fahrzeugen (z. B. freies W-LAN)
  • Prüfung von Seilbahnen als Teil des ÖPNV (z. B. Machbarkeitsstudie für Stuttgart-Vaihingen)