Motorisierter Individualverkehr

Die Landeshauptstadt Stuttgart macht ausdrücklich keine Politik gegen das Auto, denn auch das Kraftfahrzeug hat seine Bedeutung im Mix des urbanen Verkehrs. Ziel der Maßnahmen hinsichtlich des Kfz-Verkehrs ist daher unter anderem, dass der motorisierte Individualverkehr stabilisiert und verstetigt wird. Daneben sind insbesondere der sorgsame Umgang mit dem öffentlichen Raum und die Sicherung der Leistungsfähigkeit des Vorbehaltsstraßennetzes von großer Bedeutung.

Maßnahmen

  • Weiterentwicklung und Umsetzung des Parkraummanagements in Stuttgart-Ost, -Nord, -Mitte, -Süd und Bad Cannstatt
  • Prüfung der Voraussetzungen für ein Parkraummanagement in den Außenbezirken der Landeshauptstadt Stuttgart
  • Fortführung und Ausbau von Tempo 40 auf Steigungsstrecken des Vorbehaltsstraßennetzes
  • Ausweitung von Tempo 30 im Vorrangstraßennetz gemäß novellierter Straßenverkehrsordnung (STVO), insbesondere vor Kindergärten, Schulen und ähnlichen Einrichtungen
  • 24-Stunden-Ausnutzung vorhandener Parkplatzkapazitäten (z. B. Nutzung von gewerblichen Parkplätzen nachts und am Wochenende als Anwohnerparkplätze)
  • Schaffung weiterer P+R-Plätze an ÖPNV-Haltestellen entlang der Gemarkungsgrenze
  • Regelmäßige Anpassung der Parkgebühren in der Stuttgarter City (Parken am Straßenrand teurer als in Parkhäusern, Parken in Parkhäusern teurer als ÖPNV)
  • Erstellung einer Rahmenkonzeption E-Mobilität im öffentlichen Raum (u. a. rechtliche, verkehrstechnische und infrastrukturelle Grundlagen, Ladeinfrastruktur, Parkplätze)
  • Unterstützung des Projektes "e-Car-Sharing im Haus" mit Investitionen in Fuhrpark (Pedelecs, Pkws, Transporter), Bau von Infrastruktur und Photovoltaikanlagen (z.B. in Quartieren oder größeren Wohnobjekten privater Gesellschaften/Genossenschaften)
  • Unterstützung und Förderung der Umstellung der Taxi-Flotte in der Landeshauptstadt Stuttgart auf E-Antriebe (z. B. ETAP-Programm)
  • Sensibilisierung von Verbänden, Innungen und Händlern für E-Mobilität
  • Unterstützung des Ausbaukonzepts Mitfahrgelegenheiten
  • Förderprogramm "Abwrackprämie" für Zweitakt-Zweiräder
  • Erstellung eines stationären Carsharing-Konzepts für die Landeshauptstadt Stuttgart und Ausweisung von Carsharing-Stellplätzen im öffentlichen Verkehrsraum
  • Ausbau und Integration von Carsharing und Elektromobilität in bestehenden Wohngebieten (Quartieren) und bei Neubauvorhaben
  • Verfolgung Projektidee "City2Navigation" (Nachfolgeprojekt NAVIGAR)
  • Abriss und Neubau der Auffahrtsrampe Friedrichswahl in Zuffenhausen
  • Machbarkeitsstudien zu Verkehrsangeboten (z. B. Ostheimer Tunnel, Zero-Emissions-Tunnel)
  • Kapazitätserweiterung der Nord-Süd-Straße
  • Kreisverkehre zur Verstetigung des Kfz-Verkehrs (z. B. Solitude-/Engelbergstraße in Stuttgart-Weilimdorf)