Nicht-motorisierter Verkehr

Den nicht-motorisierten Verkehr zu fördern, führt neben der direkten Reduktion von Abgas-, Schadstoff- und Lärmemissionen sowie des Flächenverbrauchs zu einer wesentlich besseren Lebensqualität und kann gleichzeitig zu einem schöneren Stadtbild beitragen.

Verkehrsart übergreifende Maßnahmen

  • Mobilitäts- bzw. Verkehrserziehung und Verkehrsüberwachung
  • Optimierung der Querungen an Signalanlagen und nichtsignalisierten Querungsstellen für Fußgänger und Radfahrer, einschließlich deren Funktion im Zu- zu und Abgang von und zu Haltestellen.
  • Erstellung eines Sicherheitskonzepts zur Förderung des nicht-motorisierten Verkehrs.
  • Schaffung attraktiver und sozial sicherer öffentlicher Räume.
  • Ausweisung zusätzlicher Fußgängerzonen und verkehrsberuhigter Bereiche im gesamten Stadtgebiet
    Auf- und Ausbau sicherer Fahrradabstellanlagen an ÖPNV-Haltestellen
  • Schaffung von Möglichkeiten zur Zwischenlagerung von Einkäufen und Aufbewahrung von Gepäck in der zentralen Innenstadt der Landeshauptstadt Stuttgart
  • Emissionsfreie lokale Lieferung von Einkäufen
  • Umgestaltung der Bundesstraße 14 ("City-Boulevard")

Fahrrad und Pedelec

Fahrrad und Pedelec sind für viele Fahrtzwecke wie dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit ein ideales Verkehrsmittel. Eine höhere Fahrrad- und Pedelec-Nutzung verbessert unmittelbar die ökologische Bilanz der Landeshauptstadt und dient damit dem Erreichen gesteckter Umwelt- und Klimaschutzziele. Die seit einigen Jahren laufende Radverkehrsförderung muss konsequent fortgesetzt werden, um die aktuell nach wie vor noch bestehenden ungünstigen Ausgangsbedingungen weiter abzubauen.

Maßnahmen

  • Beschleunigter Ausbau der Hauptradrouten
  • Freigabe weiterer Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung
  • Auf- und Ausbau von Fahrrad- und Pedelec-Stationen bzw. Parkhäusern einschließlich Ladeinfrastruktur (z. B. im Bereich der Paulinenbrücke)
  • Einrichtung von "Low-Level"-Fahrrad-/Mobilitätsstationen
  • Einrichtung weiterer Fahrradzählstellen
  • Radschulwegpläne erstellen und umsetzen
  • Projekt "Rad und Schule" fortsetzen
  • Weitere Fahrradprojekte an Schulen initiieren
  • Neubau der Jugendverkehrsschule Westbahnhof (Ersatz für Diakonissenplatz)
  • Pilotprojekt zur Fahrradmitnahme in den Bussen der SSB in verkehrsschwachen Zeiten
  • Ausbau sicherer Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Pedelecs
  • Aufbau eines interkommunalen, regionalen Fahrrad- und Pedelec-Verleihsystems (RegioRadStuttgart) unter Einbeziehung von Lastenrädern und der Möglichkeit einer Eventflotte (Verschmelzung des lokalen Fahrradverleihsystems call-a-bike mit dem regionalen Verleihsystem NAMOREG E-2-R)
  • Vernetzung von RegioRadStuttgart und SPNV
  • Niederschwellige Bereitstellung von Lastenpedelecs in den Inneren und einzelnen Äußeren Stadtbezirken
  • Test des Einsatzes von Lastenpedelecs in der City-Logistik
  • Kampagne und Förderung der Nutzung von Pedelecs durch Pendler (Stuttgart als Pedelec-Stadt)
  • Kampagne und Förderung der Nutzung von Fahrrädern (Stuttgart aufs Rad) einschließlich besserer Beschilderung der Radwege
  • Permanente Öffentlichkeitskampagne für Fahrrad- und Pedelec-Verkehr

Fußgänger

Straßenräume und Plätze prägen wesentlich das Bild und Image der Landeshauptstadt Stuttgart und sind wichtig für die Lebensqualität und die Mobilität der Menschen. Einfluss darauf hat jeder Straßenraum, jeder Platz, jede Grünanlage und jede Querungsmöglichkeit. Ein Handlungsschwerpunkt wird gerade in den einzelnen Quartieren gesehen. Wegstrecken werden hier häufiger zu Fuß zurückgelegt, wenn sie als attraktiv und als sicher wahrgenommen werden. Insofern beeinflusst die Gestaltung des öffentlichen Straßenraums die Art der Fortbewegung nachhaltig. Bei der Fußverkehrsplanung spielen daher die Stadtgestaltung und die Sicherheit eine besondere Rolle.

Maßnahmen

  • Investitionsprogramm Fußverkehr-Innenstadt auf der Basis des vorliegenden Fußverkehrskonzeptes (Oberflächen, Sitzgelegenheiten, Entmöblierung, Gehwegnasen, Spielgeräte etc.)
  • Fußverkehrs-Checks in weiteren Bezirken (auch speziell mit Kindern) und zeitnahe Realisierung kleinerer Fußverkehrsfördermaßnahmen
  • Erarbeitung und Umsetzung eines Aktionsprogramms Stäffele (Potenziale, Sanierungsprogramm, Intensivierung der Unterhaltung, Beschilderung, Zugänge, neue Stäffele etc.)
  • Barrierefreier Zugang zu ÖPNV-Haltestellen
  • Verbesserung der Sicherheit von Schulwegen
  • Entwicklung von Alternativen zum Thema "Elterntaxi"
  • Stärkung und Ausbau der Mobilitätserziehung
  • Einrichtung eines Fußgängerbeauftragten analog zum Radverkehrsbeauftragten
  • Erprobung von Fußgängerampeln ohne Benutzungszwang
  • Zulassung neuer, kreativer Nutzungsformen für den öffentlichen Parkraum