Prävention durch Integration und Unterstützung

Menschen, die unter schwierigen Rahmenbedingungen aufwachsen, die oftmals keinen Schulabschluss haben oder schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt standen, haben es schwer, ihren Weg zurück in die Gesellschaft zu finden. Prävention soll hier helfen, Auswege aus diesem Kreislauf zu ermöglichen und durch unterstützende Angebote Hilfen in Bezug auf eine neue Berufs- und Lebensperspektive aufzuzeigen. Auch jugendliche Migranten sind in hohem Maße von strukturellen Benachteiligungen betroffen. Daher ist ein Ziel der Stuttgarter Integrationspolitik, die Bildungsbeteiligung und Arbeitsmarktintegration der chancenärmeren Jugendlichen zu verbessern. So kann das Selbstwertgefühl gestärkt und Kriminalität verhindert werden, denn wer in die Gesellschaft integriert ist, ist weniger gefährdet, normwidrig zu handeln.

Sicherung beim KletternFoto: www.fotolia.de

Initiative JOBLINGE

Bei der bundesweiten Initiative engagieren sich Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft, um benachteiligte junge Menschen auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen

Teilnehmer der Initiative Joblinge

Der Schlupfwinkel

Der "Schlupfwinkel" ist eine Anlauf- und Kontaktstelle für Kinder und Jugendliche bis zu 21 Jahren, die sich in Stuttgart überwiegend auf der Straße aufhalten

Junges Mädchen

SELBSTBEWUSST

Das Projekt richtet sich an Schüler der Klassenstufen 8 bis 10 und dient der Persönlichkeitsentwicklung sowie der Förderung von Lebenskompetenzen

Jugendliche hieven anderen Jugendlichen Wand hoch

PengA - Perspektiven nach gemeinnütziger Arbeit

"PengA" richtet sich an Jugendliche, die von den Gerichten zur Ableistung von Sozialstunden verurteilt wurden

Collage: Koch, Waldarbeiter, Supermarkt, Obstkiste

JobConnections

"JobConnections" ist ein bewährtes Angebot für junge Menschen zwischen 17 und 27 Jahren aus Stuttgart, bei denen es beruflich nicht mehr weitergeht

Frau mit 'JOB'-Buchstaben

Work and Box Company

Männliche Intensiv- bzw. Schwellenstraftäter, die in der Schule oder anderen Maßnahmen bereits gescheitert sind, sollen die Fähigkeit
zurückerhalten, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden

Mann mit Boxhandschuh und Bohrmaschine

Ausbildungschance

Das Projekt richtet sich an Jugendliche, die das Berufsvorbereitungsjahr oder Berufseinstiegsjahr absolviert haben sowie an Ausbildungsabbrecher, die keine Ausbildungsperspektive haben

Mädchen hilft anderem Mädchen über Mauer

Zeugeninfo.de

Dieses Internetangebot richtet sich in erster Linie an junge Menschen, die zum ersten Mal als Zeuge oder Geschädigter vor Gericht erscheinen und aussagen sollen.
PräventSozial hat die häufigsten Fragen aufgegriffen und erklärt anschaulich, was bei einem Gerichtsprozess zu beachten ist. Übrigens auch für Erwachsene.

Arbeit statt Drogen

Unter dem Stuttgarter Programm mit dem Titel "Arbeit statt Drogen" gibt es das Projekt Tagwerk der sbr gGmbH.

Tagwerk

Für drogenabhängige Menschen, die den klaren Wunsch haben, abstinent zu leben und dieses Ziel in ihrem bestehenden Lebensumfeld verwirklichen möchten, bieten der Caritasverband und das RELEASE die teilstationäre Drogenrehabilitation Tagwerk an.
Ziel ist es, nach der Therapie über ein externes Praktikum eine Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt zu realisieren. So wird eine hohe Vermittlungsquote in Arbeit nach Therapieende erreicht, die für die Führung eines abstinenten Lebens wichtig ist.

Revival des Projekts Tagelöhner

Im Rahmen von "Arbeit statt Drogen" bietet die sbr gGmbH dieses Projekt seit 2017 wieder an.
Weitere Informationen:

Yezidische Jungs in BW

Das Modellprojekt "Yezidische Jungs in BW" fördert die Stärkung von besonders schutzbedürftigen männlichen Jugendlichen und die Vermittlung positiver Männerbilder. Im Zuge des "Sonderkontingents für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak" hat das Land Baden-Württemberg eintausend Personen aus dem Nordirak aufgenommen. Durch die genozidalen Angriffe des IS auf die Yeziden sind vor allem Ehemänner und Väter ermordet
worden. Den männlichen Minderjährigen fehlen daher männliche
Bezugspersonen, an denen sie sich orientieren können.
Hier setzt das Projekt an und geht mit den Teilnehmenden einen wichtigen Schritt hin zu neuen Perspektiven.
Mehr Informationen:

LEUCHTLINIE - Beratung und Auskunft für Betroffene von rechter Gewalt

Die Beratungsstelle LEUCHTLINIE steht allen Menschen in Baden-Württemberg als direkte Hilfs- und Anlaufstelle zur Seite, die von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (Übergriffe auf die eigene Person durch Gewalttaten, Bedrohung, Beleidigung und Verleumdung, Pöbeleien oder wirtschaftliche Schädigung, etc.) betroffen oder Zeuge einer solchen Tat sind.
Die Beratung umfasst u.a. Auskunft und Informationen, Beratung hinsichtlich polizeilicher Anzeige, ggf. Vermittlung zu juristischer Unterstützung und Begleitung, ggf. Vermittlung zu psychotherapeutischen Experten. Die Beratung erfolgt dabei kostenlos, vertraulich, auf Wunsch anonym, unabhängig davon, ob Anzeige erstattet wird/wurde oder nicht, und parteilich (die Bedürfnisse der/des Betroffenen stehen im Mittelpunkt). Träger der Beratungsstelle ist die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V., das Büro ist in Stuttgart.
Weitere Infos auch in leichter Sprache, auf englisch, türkisch und arabisch.

 
 

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