Baugemeinschaften in Stuttgart

In Stuttgart gibt entstanden und entstehen seit den 1980er Jahren gemeinschaftliche Wohnprojekte.
Baugemeinschaften in StuttgartVergrößernBaugemeinschaften in Stuttgart. Foto: LHSBaugemeinschaften in Stuttgart. Foto: LHS

Frühe Projekte in Stuttgart

Erste gemeinschaftliche Projekte entstanden vorwiegend privat initiiert oft im Bestand ehemaliger gewerblicher Bauten. Beispiele sind die Areale Fabrik (Heslach), Nudelfabrik (Rohracker) und Schnapsfabrik (Heusteigviertel), Breitscheidstraße (Stuttgart-West) und in der Glockenstraße (Bad Cannstatt) sowie in weiteren privaten Initiativen im gesamten Stadtgebiet.Teilweise entstanden auch Projekte im Neubau wie im Neubaugebiet Wolfbusch (Weilimdorf).

Erste Erfahrungen mit größeren,  generationenübergreifenden Wohnprojekten auf städtischen Grundstücken konnte die Landeshauptstadt auf dem Burgholzhof mit vier Neubauprojekten (insgesamt 100 Wohnungen) sammeln. An der "Grünen Fuge" auf dem Killesberg wurden 2011 drei Bauplätze für 5 Gebäude mit ca. 35 Wohnungen an Baugemeinschaften vergeben.

Städtische Grundstücke für Baugemeinschaften

Die Stadt vergibt seit 2013 gezielt eigene Baugrundstücke zum Festpreis (Verkehrswert) an Baugemeinschaften und Baugruppen.
Für die verschiedenen Standorte wird jeweils ein Standortprogramm entwickelt, an dem sich auch die Ausschreibung orientiert. Hierin werden Zielvorstellungen, beispielsweise für das Wohnungsgemenge, die Wohnbauförderquote, Nutzungsmischung aber auch für ergänzende Nutzungsangebote definiert, die sich mit den städtebaulichen Vorgaben ergänzen.

Erste Projekte sind an der Bernsteinstraße in S-Heumaden und im Olga-Areal in S-West entstanden. Weitere Projekte sind im Bau oder in der Planung (siehe Seite Standorte und Projekte) Standorte und Projekte

Standortchanchen - BaugemeinschaftenVergrößernStandortchanchen - Baugemeinschaften. Grafik: LHSStandortchanchen - Baugemeinschaften. Grafik: LHS

Vergabeverfahren der Stadt Stuttgart - Der Stuttgarter Weg

Die Grundstücksausschreibungen werden im Internet, im Amtsblatt und der Tagespresse veröffentlicht. An dem mehrstufigen Vergabeverfahren können Baugemeinschaften teilnehmen, die sich bei der Stadt mit einem "Konzeptvorschlag" bewerben, der sowohl "objektbezogene" (bauliche) wie auch "gruppenbezogene" (soziale) Qualitäten aufweisen soll. Aus den eingereichten Bewerbungen werden die besten Beiträge ermittelt.
Die ausgewählten Bewerber erhalten zunächst eine "Grundstücksoption", damit wird das Grundstück für die Dauer der "Optionsphase" dem Bewerber "gesichert". Nach weiterer Ausarbeitung und Abstimmung von Konzept und Planungen und der Klärung von Fragen zur Finanzierung und möglicherweise zur Wohnbauförderung kann der Kaufvertrag abgeschlossen und das Bauvorhaben begonnen werden.

Wie kommen Sie zur Baugruppe?

Um eine Baugruppe zu bilden, die den gemeinsamen Weg erfolgreich beschreiten kann, ist es wichtig, Mitstreiter zu finden. Neben Freunden und Bekannten können auch weitere Interessenten dazu stoßen.
Die kostenlose Online-Kontaktbörse der Landeshauptstadt service.stuttgart.de/lhs-services/baugemeinschaften hilft dabei, Interessenten zusammen zu bringen. Einzelinteressenten und Haushalte können hier Anschluss an eine bestehende Gruppe suchen oder Kontakt zu Mitstreitern aufnehmen, um selbst eine Gruppe zu gründen. Bereits bestehende Gruppen wiederum können weitere Mitstreiter für Ihre Gruppe oder ihr Projekt suchen.

 
 

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