Füchse im Stadtgebiet

Füchse sind längst in den Stadtzentren Europas heimisch geworden. Dies bringt Gefahren mit sich, zum Beispiel die Tollwut, die aber in Stuttgart dank flächendeckender Köderimpfung seit Jahren nicht mehr vorgekommen ist. Dafür vermehren sich die Füchse stark. Ihr Abschuss ist nur in Jagdgebieten erlaubt; andere effektive und erfolgreiche Maßnahmen, ihre Zahl zu verringern, gibt es bisher nicht.

Das zweite und bislang ungelöste Problem ist der Fuchsbandwurm. Das Risiko zu erkranken, ist für den Menschen zwar gering, auch weil dieser Parasit in Stuttgart im Vergleich zu anderen Landesteilen eher selten vorkommt. Eine Infektion bleibt aber trotz verbesserter medikamentöser und chirurgischer Behandlung gefährlich.

Der Fuchsbandwurm lebt überwiegend im Darm des Fuchses, manchmal auch von Hund oder Katze. Diese Tiere fungieren als Wirt bzw. Nährstofflieferant für den Bandwurm. Mit dem Kot des Wirts werden wiederum Eier ausgeschieden, die Zwischenwirte wie verschiedene Mausarten aufnehmen. ln deren Leber vermehren sich die Bandwurmlarven ungeschlechtlich, Tausende von ,.Bandwurmköpfchen" entstehen. Der Fuchs nimmt diese Bandwurmlarven mit seiner Beute, den Mäusen auf, womit sich der Kreislauf schließt. Der Mensch ist kein natürlicher Zwischen-, sondern in seltenen Fällen ein sogenannter Fehlwirt. Der Fortpflanzungszyklus des Bandwurms wird unterbrochen; seine Larven (Finnen) können sich dennoch in der Leber vermehren. Dort bilden sie im Verlauf von fünf bis zehn Jahren ein schwammartiges Gebilde (ähnlich einem Tumor), das größere Leberteile  verdrängt. Die Patienten leiden an Oberbauchschmerzen, Gelbsucht, fühlen sich abgeschlagen und verlieren Gewicht. Der Arzt kann die Krankheit (Alveolare Echinokokkose) frühzeitig erkennen, bevor die Symptome auftreten.


Sicherheitshinweis wegen Infektionsgefahr:
  • Toten und verletzten Füchsen unbedingt fernbleiben!
Informieren Sie bitte umgehend:
  • das nächste Forstamt bei Füchsen im Wald
  • das nächste Polizeirevier oder den städtischen Tiernotdienst bei Füchsen in bebauten Ortslagen

Die Stadt Stuttgart trägt die Kosten für den Abtransport eines toten Fuchses.

Weitere Informationen

Für Fragen und Beratungen zu Füchsen steht ihnen die untere Jagdbehörde zur Verfügung.
 
 

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