Mobilitätsbildung an Grundschulen

Im Projekt "Ich bin ein Klimaheld: Wer geht - bewegt!" können selbst Kinder zeigen, wie sie mit dem Schulweg zu Fuß zu echten Klimahelden werden.
Wird für Kurzstrecken öfter auf das Autofahren verzichtet und stattdessen Rad gefahren und zu Fuß gegangen, könnten wir die Atmosphäre um viele Tonnen CO2 entlasten.

Mit strahlenden Gesichtern und zu Recht voller Stolz nahmen 45 junge Klimahelden der Vogelsangschule ihre Urkunden von der Leiterin des städtischen Kinderbüros, Maria Haller-Kindler, in Empfang. "Als echte Klimahelden seid ihr Vorbild für andere Schüler", sagte die Kinderbeauftragte der Stadt.



Insgesamt wurden an der Vogelsangschule 92 Schüler der Klassen 2 und 3 zu Klimahelden ausgebildet. Im ganzen Stadtgebiet werden es von Januar 2018 bis zum Ende des Schuljahres 2019 beachtliche 1150 Schüler in 54 Klassen und an 14 Schulen sein. Die Nachfrage nach dem Angebot ist groß. "Ein Zeichen, dass das Thema Klimaschutz in den Schulen angekommen ist", so Haller-Kindler.

In drei Doppelstunden erfahren die Kinder viel Wissenswertes über den Klimawandel und was sie selbst zum Klimaschutz beitragen können. In der ersten Doppelstunde geht es um unseren blauen Planeten. Die Kinder lernen anhand von Weltkarte, Bildern und Geräuschen die Schönheit der Erde kennen. Aber auch, dass der blaue Planet in Gefahr ist.

"Null CO2 durch Muskelkraft" lautete das Motto der zweiten Doppelstunde. Im Eiswürfelexperiment erleben die Kinder das Ansteigen des Meeresspiegels als Folge des Treibhauseffekts. "Was können wir Kinder tun, um den CO2-Ausstoß wirkungsvoll zu reduzieren?", lautete die Frage an die Kinder. Ein Ergebnis ist zum Beispiel, dass der Schulweg zu Fuß nicht nur den Kindern, sondern auch der Erde guttut. Weniger Fahrten mit dem Auto bedeutet weniger CO2 in der Luft. Für jeden Schulweg, der zu Fuß zurückgelegt wurde, gibt es deshalb Sammelpunkte.

Vor Beginn des Projekts sind durchschnittlich 19 Prozent der Schüler mit dem Elterntaxi zur Schule gekommen, danach waren es noch 10 Prozent. Die Situation ist an einzelnen Schulen aber sehr unterschiedlich: waren es bei einer Schule 49 Prozent der Schüler, die mit dem elterlichen Auto zur Schule kamen, wurden an einer anderen nur 7 Prozent der Kinder gebracht.

In der dritten Doppelstunde wird deutlich gemacht, dass jeder ein Klimaheld sein kann. Mit dem Spiel "1,2 oder 3 - wo ist weniger CO2 dabei?" werden unterschiedliche Themengebiete besprochen und hinsichtlich des CO2-Ausstoßes unter die Lupe genommen. In einer Hausaufaufgabe schließen Kinder und ihre Eltern einen Vertrag ab, wie ihr persönlicher Beitrag für ein besseres Klima aussehen soll.

Als ausgebildete Klimaexperten und aktive Klimahelden erhalten die Kinder eine Urkunde über ihre gesammelten Punkte. Sie erfahren, dass sie durch einfache Verhaltensänderungen im Alltag einen Beitrag für ein besseres Klima leisten können. Ein T-Shirt als Abschiedsgeschenk - natürlich Bio und Fairtrade - trägt die Botschaft "Ich bin ein Klimaheld" in die Welt.

Für die Kinderbeauftragte Maria Haller-Kindler steht fest: "Dieses Projekt weist den Kindern einen zukunftsfähigen Weg".

Finanziert wird das Projekt Klimaheld von der Stadt Stuttgart, ausgeführt vom Büro rsa aus Singen. Das untenstehende Video dokumentiert und illustriert aus Kindersicht deren Verständnis zum Klimaschutz.

Klimahelden der Vogelsangschule

Die 45 jungen Klimahelden der Vogelsangschule nahmen ihre Urkunden stolz entgegen. Foto: Stadt Stuttgart

Flyer Ich bin ein Klimaheld (PDF)

Anmeldung

Grundschulen können sich kostenlos bei Frau Esch (E-Mail: s.esch@rsa-office.de) anmelden.

Ansprechpartnerin beim Amt für Umweltschutz ist Frau Regina Lüdert.


 
 

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