Was kann ich bei Feinstaubalarm tun?

Während der Feinstaubalarm-Periode vom 15. Oktober 2016 bis 15. April 2017 hat die Stadt Stuttgart über die Social-Media-Kanäle, Messaging-Dienste, Vario-Tafeln an den innerstädtischen Ein- und Ausfahrtstraßen, Informationsanzeigen an der Autobahn, Verkehrsmeldungen im Radio und über die Websiten www.stuttgart.de und  www.feinstaubalarm.stuttgart.de über Beginn, Fortgang und Ende des Feinstaubalarms informiert.

Die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen

Die Stadt Stuttgart verfügt über ein dichtes und gut funktionierendes
Netz an Bus-, Stadtbahn- und S-Bahnlinien. Über 600.000 Menschen nutzen täglich den öffentlichen Nahverkehr in Stuttgart - und die Zahlen steigen. Das Angebot wird daher kontinuierlich ausgebaut.

Mit Beginn der neuen Feinstaubalarm-Periode am 15. Oktober 2018 hat auch die neue Schnellbuslinie X1 ihren Betrieb aufgenommen. Der Schnellbus verbindet Bad Cannstatt mit der Stuttgarter Innenstadt und verkehrt Montag bis Freitag von 6 bis 20:30 Uhr im 5-Minuten-Takt. Der X1 startet am Wilhelmsplatz in Bad Cannstatt, fährt durch bis zur Dorotheenstraße (Charlottenplatz) und hält dann noch fünfmal direkt am Cityring, bevor er wieder Richtung Bad Cannstatt fährt. So ist ein bequemer Ein- und Ausstieg in der gesamten Innenstadt möglich - und das im 5-Minuten-Takt.

Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 gibt es zudem eine
neue Stadtbahnlinie: Die U16 fährt auf der Strecke Giebel - Feuerbach - Pragsattel - Wilhelmsplatz Bad Cannstatt - Augsburger Platz - Fellbach. Die U16 wird die stark nachgefragten Streckenabschnitte der U13 und der U1 entlasten. Gleichzeitig geht auch eine zweite Schnellbuslinie an den Start: Die X2 verbindet Leonberg mit der Stuttgarter Innenstadt und fährt von Montag bis Freitag zwischen 6 Uhr und 20:30 Uhr im 30-Minuten-Takt.

Für Pendler, die vom PKW auf das Schienennetz umsteigen wollen, stehen im Gebiet des VVS auf 218 Park-and-Ride-Anlagen (P+R) über 17.000 Stellplätze zur Verfügung. Seit 2016 gilt zum Beispiel im Parkhaus "Österfeld" in S-Vaihingen das Prinzip "Parkschein = Fahrschein" wie schon im Parkhaus "Albstraße" in Degerloch.

Den Komfort-Kamin auslassen

Das Land Baden-Württemberg hat im Januar 2017 eine Verordnung über Betriebsbeschränkungen für kleine Feuerungsanlagen (Luftqualitätsverordnung-Kleinfeuerungsanlagen) verabschiedet. Damit ist der Betrieb von sogenannten Komfort-Kaminen an Tagen mit Feinstaubalarm im Stadtgebiet Stuttgart verboten.

Komfort-Kamine sind Kamine oder Kaminöfen, die eher der Behaglichkeit als der Wärmeerzeugung dienen. Sie werden auch als Einzelraumfeuerungen bezeichnet, da sie nur einzelne Räume beheizen und oft nur als Zusatzheizung zu einer Gas- oder Ölheizung betrieben werden. Diese kleinen Holzfeuerungsanlagen haben häufig erhebliche Probleme mit Luftschadstoffen. Sie produzieren unzählige inhalierbare Staubteilchen - den Feinstaub. Grundsätzlich vom Feinstaubalarm ausgenommen sind Wohnungen, die ausschließlich mit solchen Feuerungen beheizt werden.

Ein erheblicher Teil der Feinstaub-Emissionen, die in Stuttgart gemessen werden, entstehen aus der Holzverbrennung. Laut einer Studie der LUBW macht das Heizen mit Komfort-Kaminen je nach Messstelle im Jahresmittel zwischen fünf und 32 Prozent der
Feinstaub-Belastung aus.

Zum Download: Flyer Betriebsverbot Komfort-Kamine (PDF)

Weitere Infos:

P+R-Plätze anfahren

Praktisch für Pendler, die vom PKW auf das Schienennetz umsteigen wollen: Im Gebiet des VVS stehen auf 128 Park-and-Ride-Anlagen (P+R) über 17.000 Stellplätze zur Verfügung. Seit 2016 gilt zum Beispiel im Parkhaus "Österfeld" in S-Vaihingen das Prinzip "Parkschein = Fahrschein" wie schon im Parkhaus "Albstraße" in Degerloch.

Eine Fahrgemeinschaft bilden

Ein Auto in Stuttgart ist im Durchschnitt nur mit 1,23 Personen besetzt. Fahrgemeinschaften sind deshalb ein sinnvolles Mittel, um den motorisierten Verkehr in Stuttgart und der Metropolregion zu reduzieren und das Auto effizienter zu nutzen. Denn: Mitfahren ist besser für die Umwelt als alleine fahren. Vermittlungsbörsen im Internet helfen dabei, den passenden Mitfahrer zu finden.

Mit dem Fahrrad oder Pedelec fahren

Das Radverkehrsnetz wird in Stuttgart kontinuierlich ausgebaut und verbessert. Pendler können so schneller und bequemer mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Zudem gibt es an vielen SSB-Haltestellen, S-Bahn- und DB-Stationen Einstellplätze für Fahrräder. Auch die Fahrrad-Servicestationen bieten gegen eine Gebühr an, Fahrräder bewacht und überdacht abzustellen.

Wer kein eigenes Rad hat, kann Leihsysteme nutzen: Im März 2018 ist das neue Fahrrad- und Pedelec-Verleihsystem RegioRadStuttgart an den Start gegangen. In der Landeshauptstadt und vielen weiteren Kommunen in der Region stehen insgesamt rund 750 Fahrräder und 400 Pedelecs im blauen Design zur Verfügung. Tipp: Mit der polygoCard des VVS kann man die Fahrräder und Pedelecs in der ganzen Region die ersten 30 Minuten kostenlos nutzen.

Ein (Elektro-)Auto oder einen E-Roller teilen

Emissionsfrei sparen: E-Fahrzeuge mit einem E-Kennzeichen dürfen in Stuttgart kostenlos auf den städtisch bewirtschafteten Parkplätzen parken. Wer kein E-Auto besitzt, kann sich auch erst mal eines mieten: Mit insgesamt 500 Elektro-Smarts und 50 elektrischen Mercedes-Benz B-Klassen betreibt car2go in Stuttgart die größte Elektro-Leihflotte weltweit. Auch die Carsharing-Anbieter Flinkster und Stadtmobil verfügen über emissionsarme Fahrzeuge, die man als Mitglied nutzen kann.

Von März bis November (je nach Witterung) steht in Stuttgart auch das E-Roller-Mietsystem stella der Stuttgarter Stadtwerke zur Verfügung. Die E-Roller fahren 100 Prozent emissionsfrei mit Ökostrom der Stadtwerke. Sie können problemlos mit dem normalen Pkw-Führerschein genutzt werden.

Einfach zu Fuß gehen

Stuttgart ist begehenswert! Über 25 Prozent aller täglichen Wege in Stuttgart werden zu Fuß zurückgelegt. Zu Fuß gehen ist gesund, umweltfreundlich und es kostet nichts. Außerdem ist man über die "Stuttgarter Stäffele" oft schneller am Ziel als man denkt. Und vor allem das Hinaufsteigen lohnt sich: Oben angekommen, bieten sich herrliche Ausblicke auf die Stadt.

Die Arbeit flexibel gestalten

Warum nicht früher oder später zur Arbeit fahren? Viele Unternehmen bieten Gleitzeit an und helfen damit, die öffentlichen Verkehrsmittel in den Hauptverkehrszeiten zu entlasten.

Tipp: Seit Januar 2018 ist das 9-Uhr-MonatsTicket sowie das 9-Uhr-JahresTicket günstiger als bisher. Zudem bietet der VVS das 9-Uhr-Ticket auch als Firmen-Abo an. Das 9-Uhr-Ticket ist somit je nach Preisstufe zwischen 23 Prozent und 31 Prozent günstiger als der Jedermann-Tarif. Gültig ist das 9-Uhr-Firmen-Abo für beliebig viele Fahrten in allen VVS-Verkehrsmitteln ab 9 Uhr an Werktagen, am Wochenende und Feiertagen ganztägig.

Den Freizeit-Verkehr reduzieren

Auch in der Freizeit kann man aktiv zu einer besseren Luft in Stuttgart beitragen. Der eigene Stadtteil bietet oft viele Möglichkeiten zum Sportmachen, Erholen und Entspannen. Nutzt man die Angebote vor Ort, stärkt man nicht nur den Stadtteil, sondern vermeidet auch längere Wege und damit Verkehr.