Was kann ich bei Feinstaubalarm tun?

Während der Feinstaubalarm-Periode vom 15. Oktober 2016 bis 15. April 2017 hat die Stadt Stuttgart über die Social-Media-Kanäle, Messaging-Dienste, Vario-Tafeln an den innerstädtischen Ein- und Ausfahrtstraßen, Informationsanzeigen an der Autobahn, Verkehrsmeldungen im Radio und über die Websiten www.stuttgart.de und  www.feinstaubalarm.stuttgart.de über Beginn, Fortgang und Ende des Feinstaubalarms informiert.

Die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen

Die Stadt Stuttgart verfügt über ein dichtes und gut funktionierendes Netz an Bus-, Stadtbahn- und S-Bahnlinien. Über 900.000 Menschen nutzen täglich den öffentlichen Nahverkehr in Stuttgart - und die Zahlen steigen. Das Angebot wird daher kontinuierlich ausgebaut.

Seit dem 1. April 2019 gilt der neue VVS-Tarif - es ist die größte Reform in der 40-jährigen Verbundgeschichte. Das Tarifzonensystem ist schlanker geworden: Aus den bisher über 50 Tarifzonen wurden fünf Ringzonen im Kerngebiet des VVS. Das Tarifsystem ist damit einfacher und übersichtlicher. Viele Fahrgäste sparen mit dem neuen Tarif aber auch - vor allem für die zahlreichen Pendler, die täglich in die Landeshauptstadt kommen, ist es günstiger geworden. Die Tarifzonen 10 und 20 in Stuttgart wurden zur Tarifzone 1 zusammengefasst. Damit kostet ein Einzelticket im gesamten Stuttgarter Stadtgebiet fortan 2,50 Euro und ein Tagesticket 5,20 Euro (über das Handy 5 Euro). Zudem fallen die Sektorengrenzen in den Außenringen weg und die zwei Außenringe 60 und 70 sind zur neuen Ringzone 5 vereinigt worden.

Mehr Infos unter www.vvs.de/einfachmachen.

Am 15. Oktober 2018 hat die neue Schnellbuslinie X1 ihren Betrieb aufgenommen. Der Schnellbus verbindet Bad Cannstatt mit der Stuttgarter Innenstadt und verkehrt Montag bis Freitag von 6 bis 20:30 Uhr im 5-Minuten-Takt. Der X1 startet am Wilhelmsplatz in Bad Cannstatt, fährt durch bis zur Dorotheenstraße (Charlottenplatz) und hält dann noch fünfmal direkt am Cityring, bevor er wieder Richtung Bad Cannstatt fährt. So ist ein bequemer Ein- und Ausstieg in der gesamten Innenstadt möglich.

Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 ist zudem eine neue Stadtbahnlinie gestartet: Die U16 fährt auf der Strecke Giebel - Feuerbach - Pragsattel - Wilhelmsplatz Bad Cannstatt - Augsburger Platz - Fellbach. Die U16 entlastet die stark nachgefragten Streckenabschnitte der U13 und der U1 in den Hauptverkehrszeiten. Gleichzeitig ging auch eine zweite Schnellbuslinie an den Start: Die X2 verbindet Leonberg mit der Stuttgarter Innenstadt und fährt von Montag bis Freitag zwischen 6 Uhr und 20:30 Uhr im 30-Minuten-Takt.

Für Pendler, die vom PKW auf das Schienennetz umsteigen wollen, stehen im Gebiet des VVS auf 217 Park-and-Ride-Anlagen (P+R) über 17.000 Stellplätze zur Verfügung. Seit 2016 gilt zum Beispiel im Parkhaus "Österfeld" in S-Vaihingen das Prinzip "Parkschein = Fahrschein" wie schon im Parkhaus "Albstraße" in Degerloch.

Den Komfort-Kamin auslassen

Das Land Baden-Württemberg hat im Januar 2017 eine Verordnung über Betriebsbeschränkungen für kleine Feuerungsanlagen (Luftqualitätsverordnung-Kleinfeuerungsanlagen) verabschiedet. Damit ist der Betrieb von sogenannten Komfort-Kaminen an Tagen mit Feinstaubalarm im Stadtgebiet Stuttgart verboten.

Komfort-Kamine sind Kamine oder Kaminöfen, die eher der Behaglichkeit als der Wärmeerzeugung dienen. Sie werden auch als Einzelraumfeuerungen bezeichnet, da sie nur einzelne Räume beheizen und oft nur als Zusatzheizung zu einer Gas- oder Ölheizung betrieben werden. Diese kleinen Holzfeuerungsanlagen haben häufig erhebliche Probleme mit Luftschadstoffen. Sie produzieren unzählige inhalierbare Staubteilchen - den Feinstaub. Grundsätzlich vom Feinstaubalarm ausgenommen sind Wohnungen, die ausschließlich mit solchen Feuerungen beheizt werden.

Ein erheblicher Teil der Feinstaub-Emissionen, die in Stuttgart gemessen werden, entstehen aus der Holzverbrennung. Laut einer Studie der LUBW macht das Heizen mit Komfort-Kaminen je nach Messstelle im Jahresmittel zwischen fünf und 32 Prozent der
Feinstaub-Belastung aus.

Zum Download: Flyer Betriebsverbot Komfort-Kamine (PDF)
 

P+R-Plätze anfahren

Praktisch für Pendler, die vom PKW auf das Schienennetz umsteigen wollen: Im Gebiet des VVS stehen auf 217 Park-and-Ride-Anlagen (P+R) über 17.000 Stellplätze zur Verfügung. Seit 2016 gilt zum Beispiel im Parkhaus "Österfeld" in S-Vaihingen das Prinzip "Parkschein = Fahrschein" wie schon im Parkhaus "Albstraße" in Degerloch.


Der digitale Stadtplan der Stadt Stuttgart zeigt jetzt auch Park-and-Ride-Anlagen außerhalb des Stadtgebiets an. Damit haben es Pendler und Besucher leichter, die Fahrt nach Stuttgart zu planen. Sie können nun sehen, wo sie das Auto bereits vor den Stadtgrenzen abstellen können, um den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Der Stadtplan zeigt an, ob die Anlage beispielsweise ein Parkhaus oder eine Tiefgarage ist, wie viele Stellplätze es gibt, wie deren Auslastung zu Spitzenzeiten ist und ob die Anlage gebührenpflichtig ist.

Auf der Themenseite Verkehr und Mobilität (gis6.stuttgart.de/maps/index.html?karte=verkehr&embedded=false#basemap=0&scale=144447¢erX=1020821.1726017968¢erY=6237522.616108014) können Nutzer in der Übersicht auf der rechten Seite spezifische Inhalte auswählen. Unter "Mit dem Auto unterwegs" können sie sich Informationen zu den Park-and-Ride-Anlagen anzeigen lassen.

Eine Fahrgemeinschaft bilden

Ein Auto in Stuttgart ist im Durchschnitt nur mit 1,23 Personen besetzt. Fahrgemeinschaften sind deshalb ein sinnvolles Mittel, um den motorisierten Verkehr in Stuttgart und der Metropolregion zu reduzieren und das Auto effizienter zu nutzen. Denn: Mitfahren ist besser für die Umwelt als alleine fahren. Vermittlungsbörsen im Internet helfen dabei, den passenden Mitfahrer zu finden.

Mit dem Fahrrad oder Pedelec fahren

Das Radverkehrsnetz wird in Stuttgart kontinuierlich ausgebaut und verbessert. Pendler können so schneller und bequemer mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Zudem gibt es an vielen SSB-Haltestellen, S-Bahn- und DB-Stationen Einstellplätze für Fahrräder. Auch die Fahrrad-Servicestationen bieten gegen eine Gebühr an, Fahrräder bewacht und überdacht abzustellen.

Wer kein eigenes Rad hat, kann das RegioRadStuttgart nutzen: In der Landeshauptstadt stehen aktuell 600 Fahrräder und 150 Pedelecs sowie 10 E-Lastenräder an 75 Stationen bereit. In weiteren rund 40 Kommunen stehen in der Region zudem rund 250 Pedelecs im blauen Design zur Verfügung.
 

Tipp: Mit der polygoCard des VVS kann man die Fahrräder in der ganzen Region die ersten 30 Minuten kostenlos nutzen.

(Elektro-)Auto, E-Roller oder E-Scooter teilen

Emissionsfrei sparen: E-Fahrzeuge mit einem E-Kennzeichen dürfen in Stuttgart kostenlos auf den städtisch bewirtschafteten Parkplätzen parken. Wer kein E-Auto besitzt, kann sich auch erst mal eines mieten: Mit insgesamt 500 Elektro-Smarts und 50 elektrischen Mercedes-Benz B-Klassen betreibt SHARE NOW (ehemals car2go) in Stuttgart die größte Elektro-Leihflotte weltweit. Auch die Carsharing-Anbieter stadtmobil und Flinkster bieten emissionsarme Fahrzeuge an, die man als Mitglied nutzen kann.

Von März bis November (je nach Witterung) steht in Stuttgart das  E-Roller-Mietsystem stella der Stuttgarter Stadtwerke mit 200 Elektro-Rollern zur Verfügung. Die E-Roller fahren 100 Prozent emissionsfrei mit Ökostrom der Stadtwerke. Sie können problemlos mit dem normalen Pkw-Führerschein genutzt werden.

Die neu eingeführten E-Scooter-Mietsysteme ergänzen dieses Angebot. Erste Sharing-Anbieter sind in Stuttgart bereits auf dem Markt. E-Scooter können per App der jeweiligen Anbieter ausgeliehen werden. Auf kurzen Strecken und in Verbindung mit Bus und Bahn können sie eine Alternative zum Auto darstellen.

Einfach zu Fuß gehen

Stuttgart ist begehenswert! Über 30 Prozent aller täglichen Wege in Stuttgart werden zu Fuß zurückgelegt. Zu Fuß gehen ist gesund, umweltfreundlich und es kostet nichts. Eine Übersicht, welche Ziele in der Innenstadt zu Fuß schnell erreichbar sind, bietet die MiniCityMap, die Sie hier herunterladen können:


Außerdem ist man über die "Stuttgarter Stäffele" oft schneller am Ziel als man denkt. Und vor allem das Hinaufsteigen lohnt sich: Oben angekommen, bieten sich herrliche Ausblicke auf die Stadt.

Die Arbeit flexibel gestalten

Warum nicht früher oder später zur Arbeit fahren? Viele Unternehmen bieten Gleitzeit an und helfen damit, die öffentlichen Verkehrsmittel in den Hauptverkehrszeiten zu entlasten.

Tipp: Seit Januar 2018 bietet der VVS auch das 9-Uhr-Ticket als Firmen-Abo an. Das 9-Uhr-Firmen-Abo ist somit je nach Preisstufe zwischen 20 und 30 Prozent günstiger als der Jedermann-Tarif. Gültig ist das 9-Uhr-Firmen-Abo für beliebig viele Fahrten in allen VVS-Verkehrsmitteln ab 9 Uhr an Werktagen, am Wochenende und Feiertagen ganztägig.

Den Freizeit-Verkehr reduzieren

Auch in der Freizeit kann man aktiv zu einer besseren Luft in Stuttgart beitragen. Der eigene Stadtteil bietet oft viele Möglichkeiten zum Sportmachen, Erholen und Entspannen. Nutzt man die Angebote vor Ort, stärkt man nicht nur den Stadtteil, sondern vermeidet auch längere Wege und damit Verkehr.