Fachbereich Häusliche Gewalt und Geflüchtete

Der Fachbereich Häusliche Gewalt und Geflüchtete hat die Geschäftsführung für den Arbeitskreis Häusliche Gewalt und Geflüchtete und ist beteiligt an der Umsetzung verschiedener Einzelprojekte, wie z. B.



Arbeitskreis Häusliche Gewalt und Geflüchtete

Die Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern koordiniert seit dem Jahr 2003 die "Stuttgarter Ordnungspartnerschaft gegen häusliche Gewalt" (STOP). Aus diesem interdisziplinären Arbeitskreis wurde die Abteilung aufgefordert, sich mit dem Thema Häusliche Gewalt / Beziehungsgewalt im Geflüchtetenkontext näher auseinanderzusetzen und die Übertragbarkeit des bewährten STOP-Verfahrens auf die Rahmenbedingungen der Zielgruppe Geflüchtete zu prüfen.

Zur Umsetzung dieser neuen Aufgabe wurde Ende 2016 innerhalb des Sachgebietes Häusliche Gewalt / Beziehungsgewalt das neue Schwerpunktthema "Häusliche Gewalt / Beziehungsgewalt und Flüchtlinge" etabliert und der Arbeitskreis "Häusliche Gewalt und Geflüchtete" gegründet. Sollte ermöglicht werden, intensiver und gezielter, institutions- und referatsübergreifend an Lösungsvorschläge zu arbeiten.

In die Arbeit des Arbeitskreises sind Beratungsstellen, die im Bereich häusliche und sexuelle Gewalt tätig sind, hauptamtlich Mitarbeitende der Träger von Flüchtlingsunterkünften und Fachabteilungen der Landeshauptstadt Stuttgart eingebunden.

Themenschwerpunkte des Arbeitskreises

Zu folgenden Themen wurden Unterarbeitsgruppen gebildet:

  • Schutz- und Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen und ihr Familiensystem bei häuslicher Gewalt
  • Besondere Herausforderungen im Hinblick auf Stärkung des Familiensystems bei häuslicher Gewalt
  • Einbindung der Männer im Hinblick auf die Stärkung von familiären Strukturen

Die Ergebnisse wurden bereits an die jeweiligen Entscheidungsgremien und Fachstellen übermittelt und befinden sich durch die finanzielle Unterstützung der Robert Bosch Stiftung und der Stadtverwaltung in Umsetzung.

STOP Fachtagung 2017: Häusliche Gewalt im Flüchtlingskontext

Die Fachtagung der Stuttgarter Ordnungspartnerschaft gegen  häusliche Gewalt (STOP) zum Thema "Häuslicher Gewalt im Flüchtlingskontext begegnen" fand am 28. November 2017,
im Stuttgarter Rathaus statt.

Gemeinsam mit Fachkräften unterschiedlicher Stuttgarter Institutionen Schutzfaktoren für Geflüchtete bei häuslicher Gewalt wurde über mögliche Handlungsmöglichkeiten und eine Gestaltung der Kooperation und Vernetzung mit der Stuttgarter Ordnungspartnerschaft gegen häusliche Gewalt (STOP) diskutiert.

Dokumentation STOP Fachtagung 2017 (PDF)

Erste Ergebnisse des Arbeitskreises - Männercafé

Männercafé für Männer mit und ohne Fluchterfahrung als Präventionsangebot gegen Gewalt in Beziehungen

Das Angebot eines Männercafés, das Männern mit und ohne Fluchterfahrung einen besonderen Raum bieten soll, ist ein Ergebnis aus der Arbeit des Arbeitskreises.

Im Männercafé sind jeden Dienstag von 18-20 Uhr Männer mit und ohne Fluchterfahrung eingeladen, über Themen und Fragen rund um das Mann-sein, Partnerschaft, Vaterschaft, Rollenverständnis etc. zu sprechen.

Den Rahmen dafür bietet das bereits gut etablierte Café Nachbarschaft im Mehrgenerationenhaus Heslach, das vom Freundeskreis Flüchtlinge Stuttgart Süd ehrenamtlich betrieben wird.

Das Männercafé ist ein Pilotprojekt der Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern und wird aus Projektmitteln der Robert Bosch Stiftung finanziert. Die fachliche Umsetzung erfolgt durch die Sozialberatung Stuttgart e. V.,
Fachstelle Gewaltprävention. Das Männercafé wird unterstützt durch das Mehrgenerationenhaus Heslach und der AG Männerberatung Stuttgart.


Erste Ergebnisse des Arbeitskreises - Interventionsangebot

Interventionsangebot bei häuslicher Gewalt/Beziehungsgewalt für geflüchtete Menschen

Das o.g. Projekt ist ein Pilot-Modul im Rahmen des
Interventionsverfahrens der Stuttgarter Ordnungspartnerschaft bei häuslicher/sexueller Gewalt.

In Fällen von häuslicher Gewalt/Beziehungsgewalt sollen neben adäquaten Hilfsangeboten für die Opfer auch die Gewaltausübenden erreicht werden. Ziel ist es, Gewalthandlungen nachhaltig zu beenden und die Partnerschaft bzw. Familie zu stärken.

Um die bisherige Sprachbarriere zu überwinden, werden muttersprachliche Multiplikatoren speziell für die
Interventionsgespräche eingearbeitet. Das Interventionsangebot ist ein Pilotprojekt der Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern und wird aus Projektmitteln der Robert Bosch Stiftung finanziert. Die fachliche Umsetzung erfolgt durch die Sozialberatung Stuttgart e. V., Fachstelle Gewaltprävention.

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