Stellenplan

Im Zuge der Haushaltsberatungen behandelte der Gemeinderat bereits am 14. Dezember auch den Stellenplan, der endgültig dann in der Dritten Lesung verabschiedet wurde. Demnach beschlossen die Stadträtinnen und Stadträte, 449,83 Stellen neu zu schaffen und bei 148,23 Stellen die Befristungsvermerke zu verlängern oder wegfallen zu lassen. Von diesen Stellen hatte die Verwaltung rund 322 Stellen vorgeschlagen, aus den Reihen des Gemeinderats waren rund 331 Stellen beantragt worden. Die Verwaltung besteht aus aktuell 11.000 Stellen.

Ein großer Teil der neuen Stellen entfällt, wie schon in den Haushalten der Jahre zuvor, auf die Kinderbetreuung. Hier genehmigte der Gemeinderat rund 70 neue Stellen für den Doppelhaushalt 2018/2019. Weitere 52,26 Stellen waren bereits im Vorgriff auf den Stellenplan geschaffen worden. Mit 3,5 Stellen wird zudem die Servicestelle "Städtisches Platzmanagement" für das Anmelde- und Vergabeverfahren von Kita-Plätzen ausgestattet. 3 Befristungsvermerke beim Liegenschaftsamt für das Flächenmanagement für Kitas werden verlängert.

10 Stellen sind in unterschiedlichen Funktionen für Beratungszentren des Jugendamts vorgesehen.

Für die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ist im Bereich des Jugendamtes Personal nötig. 14 Stellen gibt es für eine neue Einrichtung für minderjährige Flüchtlinge und 10 für das Betreute Jugendwohnen. Bei 36 Stellen, die sich um die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen kümmern, wird die Befristung bis Anfang 2020 verlängert. Andererseits hat der Gemeinderat auch beschlossen, dass von den zur Verfügung gestellten Personalkapazitäten im Umfang von rund 126 Vollzeitkräften zum Stellenplan 2018 rund 64 Stellen gestrichen werden.

21,1 Stellen werden ämterübergreifend im Zusammenhang mit dem Paket "Nachhaltig mobil in Stuttgart" geschaffen oder deren Befristungsvermerke verändert. Unter anderem geht es dabei um die Planung und Umsetzung von Rad- und Fußgängerverkehr, betriebliches Mobilitätsmanagement oder die Ausbesserung von Straßenschäden.

Beim Thema Abschleppen von Falschparkern sind Aufgaben von der Polizei auf die städtische Verkehrsüberwachung übergegangen. Die Mehrarbeit soll mit 5,4 neuen Stellen aufgefangen werden.

Mit dem Paket "Sauberes Stuttgart" wurden insgesamt 123 Stellen beschlossen, darunter 99 Stellen beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart (die aber nicht zum eigentlichen Stellenplan der Stadt gehören). Bei der Verwaltung entstehen ämterübergreifend 24,5 Stellen: 12 neue Stellen sollen beim städtischen Vollzugsdienst die Kontrollen im öffentlichen Raum verstärken, was bei der Abfallrechtsbehörde des Amts für Umweltschutz eine höhere Zahl von Bußgeldverfahren zur Folge haben wird. Das wird durch zusätzliche Kollegen ausgeglichen. Beim Garten-, Friedhofs- und Forstamt sollen 7 neue Mitarbeiter die Reinigungsfrequenz auf 70 besonders belasteten Spielplätzen erhöhen. Das Konzept "Sauberes Stuttgart" soll der zunehmenden Tendenz entgegenwirken, dass Passanten ihren Abfall einfach auf der Straße fallen lassen oder dass Müll auf freier Flur oder Wald illegal entsorgt wird.

Die Umsetzung und Weiterführung des Parkraummanagements macht sich ebenfalls bemerkbar. Rund 15 Stellen wurden im Amt für öffentliche Ordnung bei der Verkehrsüberwachung und Bußgeldstelle zur Umsetzung des Parkraummanagements bereits im Vorgriff auf den Stellenplan 2018 geschaffen. Auf Antrag aus dem Gemeinderat verstärken 4 Stellen die Überwachung in Stuttgart-West wieder, die zugunsten anderer Bezirke zurückgefahren worden war. 19,25 Stellen sind für die Umsetzung der 4. Stufe Parkraummanagements stadtweit nötig, 15,25 Stellen entfallen auf das Amt für öffentliche Ordnung.

Weitere Beispiele für den Personaleinsatz: Zur Umsetzung des Bildungsplans des Landes und der Multimedia-Empfehlungen gibt es beim Schulverwaltungsamt eine neue Stelle als Projektleitung sowie eine halbe Stelle bei der Abteilung Informations- und Kommunikationstechnik, um die Schulen mit Breitband ans Internet anzubinden, digitale Präsentationen in den Unterrichtsräumen zu ermöglichen oder ganze Klassen mit Geräten auszustatten. Und da bis 2021 alle Schulhausmeister mit Laptops ausgestattet werden sollen, fällt für die IuK-Koordination mehr Arbeit an. Für die Begleitung des Projekts Bildungshaus NeckarPark wird eine bis 2022 befristete Stelle eingerichtet. Im Zusammenhang mit dem Schulsanierungsprogramm und der Schulentwicklungsplanung entfallen die Befristungen an 15,5 Stellen beim Schulverwaltungsamt und an 11,5 Stellen beim Hochbauamt. Beim Hochbauamt werden für Schulneubauten und -sanierungen zudem insgesamt 19 neue Stellen geschaffen.

Die Polizei hat im Zuge ihrer Strukturreform die Überwachung von Tunneln an die Stadt abgegeben. Im Gebäude der Einsatzleitstelle SIMOS in Bad Cannstatt soll dafür eine neue Überwachungszentrale eingerichtet werden. Für den 24-Stunden-Betrieb werden 10 Operatoren für die Tunnelüberwachung benötigt. Im Bereich Sicherheit wird die Branddirektion mit 8 Stellen in unterschiedlichen Funktionen verstärkt.

Beim Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung kümmert sich ein IBA-Beauftragter um die Vorbereitung, Koordinierung und Betreuung der stadtweiten Projekte der Internationalen Bauausstellung 2027, und im Geschäftskreis des Oberbürgermeisters ist eine Stelle für die kommunikative Begleitung der Stadtplanung für das künftige Rosensteinquartier vorgesehen mit der Aufgabe, den Beteiligungs- und Planungsprozess auch im Hinblick auf das Zusammenspiel mit der IBA 2027 zu verschränken. Für die Arbeit in den Bürgerbüros erhält das Amt für öffentliche Ordnung rund 23 zusätzliche Stellen, bei 7 Stellen fallen Befristungsvermerke weg. Das Jobcenter wird durch insgesamt 37,5 neue Stellen und sowie Änderungen bei den Befristungen verstärkt. Der bisher ehrenamtlich tätige Behindertenbeauftragte wird ab 1. September 2018 durch eine neugeschaffene Planstelle aufgewertet. Für das Projekt "Neues Grün" fällt bei zwei 0,5-Stellen für "Urbanes Gärtnern" die Befristung weg.

Bei der Stadtbibliothek werden 2 Bibliothekare wegen gestiegener Nachfrage nach Frühförderprogrammen in den Stadtteilbibliotheken gesucht, ebenso wie mehrere Musiklehrer, unter anderem zur Umsetzung der Konzeption "Musik für alle".