Hannsmann-Poethen Literaturstipendium 2018 - Lara Hampe und Vera Sebert

Das Hannsmann-Poethen Literaturstipendium der Landeshauptstadt Stuttgart wurde an die Autorin Lara Hampe und an Vera Sebert, deren Arbeiten sich in den Grenzbereichen von visuellen Medien, Sprache und Film bewegen, verliehen. Um das Stipendium hatten sich 44  Künstler-Tandems beworben.

Projekt "Tiefenschärfe einer nie betretenen Fläche"

Welche Sprache vermag es, eine von Performativität geprägte Gegenwart einzufangen? Und wie können wir künstlerisch eingreifen und das Bewusstsein für die Wechselwirkungen unseres Handelns mit computergenerierten Prozessen schärfen? Das Nachdenken über das Machtgefüge aus Sprache und Computeralgorithmen prägte die Arbeit von Lara Hampe und Vera Sebert im Rahmen ihres Hannsmann-Poethen-Literaturstipendiums der Landeshauptstadt Stuttgart am Stuttgarter Schriftstellerhaus. Im Spätsommer 2018 entstand dort ihre interaktive Performance "Tiefenschärfe einer nie betretenen Fläche", die im Theater Rampe uraufgeführt wurde und die die beiden Stipendiatinnen für das ECLAT-Festival 2019 und die Räume im Theaterhaus weiterentwickelten.

Biografien der Stipendiatinnen

Lara Hampe - Stipendiatin Hannsmann-Poethen Literaturstipendium 2018 (Großansicht) (Großansicht)Vergrößern
Lara Hampe, geboren 1994 in München, studiert seit 2014 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2016/17 absolvierte sie ein Gaststudium an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Seit 2017 studiert Hampe außerdem an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Sie war Finalistin beim Wettbewerb Open Mike 2014 und Stipendiatin beim Klagenfurter Literaturkurs 2015 und der lit.RUHR 2017.

Sie veröffentlichte in Zeitschriften und Anthologien, unter anderem in "Wie wir leben wollen", Suhrkamp 2016. Ihr erster Film "Sachstand" wurde bei mehreren internationalen Filmfestivals gezeigt, unter anderem beim Kasseler Dokfest 2017.
 

Vera Sebert - Stipendiation Hannsmann-Poethen-Literaturstipendium 2018 (Großansicht)VergrößernFotos: Frank KleinbachFotos: Frank Kleinbach
Vera Sebert
, geboren 1987 in Freiburg im Breisgau, studierte 2007 bis 2015 Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig und an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Sie schloss als Meisterschülerin ab.

2015 folgten ein Studium der Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien und ein DAAD Stipendium Erasmus+ für Graduierte.

2017 erhielt Sebert ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerdorf Schöppingen. Ihre künstlerischen Arbeiten bewegen sich in den Grenzbereichen von visuellen Medien, Sprache, Film und Computerprogrammen.