Deutsch lernen

Gute Deutschkenntnisse sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Ein bedarfsgerechtes Angebot an Deutschkursen und Förderangeboten ist dafür notwendig.


Deutschkurs an der Volkshochschule Stuttgart (Großansicht)Deutschkurs an der Volkshochschule Stuttgart. Foto: Martin Lorenz


Deutsch- und Integrationskurse

Gute Sprachkenntnisse machen eine erfolgreiche Integration in die deutsche Gesellschaft erst möglich und sind gleichzeitig Voraussetzung für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Die gemeinsame Sprache ist außerdem wichtig für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Eine intensive Deutschförderung bei Neuzuwanderern und Geflüchteten, aber auch bei Zuwanderern, die bereits länger hier leben, ist daher im Integrationskonzept "Stuttgarter Bündnis für Integration" vorrangig.

Weitere Informationen:


Stuttgarter Gesamtprogramm Sprache und der Steuerungskreis

Durch das Gesamtprogramm Sprache ermöglicht der Bund eine systematische, aufeinander aufbauende Sprachförderung von Sprachniveau A1 bis C2 (nach dem Europäischen Referenzrahmen) einschließlich Alphabetisierung. Für die Umsetzung ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zuständig.

Der Steuerungskreis Stuttgarter Gesamtprogramm Sprache wurde 2017 eingerichtet. Unter Federführung der Abteilung Integrationspolitik kommen Vertreter*innen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge , der Ausländerbehörde, der Agentur für Arbeit, Jobcenter, Sozialamt, des Welcome Centers, der Migrationsdienste sowie der Sprachkursträger regelmäßig zusammen.

Alle vom BAMF zugelassenen 25 Kursträger für Integrationskurse und Berufssprachkurse haben im Mai 2017 eine Vereinbarung mit der Landeshauptstadt Stuttgart unterzeichnet, in der sie sich zu einer verbindlichen Zusammenarbeit verpflichten.

 


Städtische Deutschkurse

Als Ergänzung zu den Bundes-Integrationskursen bietet die Landeshauptstadt Stuttgart stadtteilorientierte Deutschkurse und das Programm "Mama lernt Deutsch" an Stuttgarter Schulen an. Für Personen, die nicht lesen und schreiben können, gibt es spezielle Alphabetisierungskurse.

Bei Bedarf wird kursbegleitend eine Kinderbetreuung angeboten. Dies soll insbesondere Müttern mit kleinen Kindern den Kursbesuch ermöglichen. Die städtischen Deutschkurse werden von verschiedenen Sprachkursträgern durchgeführt. Sie richten sich an Personen, die keinen Anspruch auf einen Integrationskurs haben bzw. nur durch ein stadtteilorientiertes Angebot erreicht werden können.

An den städtischen Deutschkursen können auch Flüchtlinge, die keinen Zugang zu den Bundeskursen haben, teilnehmen. Den Berechtigungsschein zum Kursbesuch erteilt auf Antrag die Clearingstelle sprachliche Integration.

Die Deutschkurse für Flüchtlinge werden über das Landesprogramm VwV Deutsch für Flüchtlinge des Ministeriums für Soziales und Integration gefördert.

Ministeriums für Soziales und Integration

Ein spezielles Angebot für Mütter und Väter nicht-deutscher Herkunft bietet das Städtische Elternseminar.

Mehr Informationen zu:


Ergänzende Deutschangebote für Schüler*innen unter 18 Jahren

Die Zahl der so genannten "Seiteneinsteiger" in das Schulsystem ist in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen. Gründe hierfür sind zum einen die verstärkte EU-Binnenwanderung und zum anderen die gestiegenen Flüchtlingszahlen. Wurden in Stuttgart im Schuljahr 2012/2013 noch 34 Vorbereitungsklassen angeboten, so waren es im Schuljahr 2016/2017 bereits 118 Klassen. Der Anteil geflüchteter Schüler*innen liegt mittlerweile bei rund 65 Prozent. Für sie wurde ein außerschulisches Angebot eingerichtet, das eine schnellere Integration in Regelklassen ermöglicht.

 
 

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