Ehrenamtliche in der Integrationsarbeit

Die Abteilung Integrationspolitik fördert das freiwillige Bürgerengagement mit und für Migrant*innen durch verschiedene Angebote.


ehrenamtliche WillkommensPaten in Stuttgart (Großansicht)Ehrenamtliche WillkommensPaten in Stuttgart. Foto: Martin Lorenz


Mentorenprogramme

  • WillkommensPaten für Neubürger: Ehrenamtliche Stuttgarterinnen und Stuttgarter begleiten Menschen, die neu in Stuttgart angekommen sind, bei den ersten Schritten - sei es bei der Wohnungssuche oder bei Behördengängen: ehrenamtliche WillkommensPaten in Stuttgart (PDF)
  • Bildungsmentoren: Die Abteilung Integrationspolitik hat in den letzten 15 Jahren verschiedene Programme für benachteiligte Schülerinnen und Schüler wie die individuelle Lernbegleitung, LERNaktiv und "STARTklar" initiiert. Erstere beiden Projekte sind nicht mehr aktiv.
  • Migration und Behinderung: Ein Großteil der Migrantinnen und Migranten ist sowohl über das deutsche Gesundheitssystem als auch über Vorsorgemöglichkeiten und Angebote der Beratungsdienste nur unzureichend informiert. Untersuchungen zeigen, dass dadurch bereits im frühkindlichen Bereich Probleme entstehen. Kinder aus Migrantenfamilien weisen bei der Einschulungsuntersuchung häufiger Entwicklungsdefizite auf als Kinder ohne Migrationshintergrund. Um betroffene Migrantenfamilien zu unterstützen, wurde "Migranteneltern unterstützen Migranteneltern " gemeinsam mit der Elternstiftung Baden-Württemberg konzipiert. Ziel ist es, Eltern in ähnlichen Lebenslagen bei der Förderung ihrer Kinder zu beraten und zu begleiten. So wurden Eltern aus verschieden Herkunftsländern zu Elternmentoren ausgebildet.
Weitere Einsatzmöglichkeiten bei der Stadt Stuttgart:


Stuttgarter Willkommensräume

Im Rahmen vom Pakt für Integration fördert die Abteilung Sozialplanung, Sozialberichterstattung und Förderung der Stadt Stuttgart seit dem Frühjahr 2018 insgesamt fünf Willkommensräume in Stuttgart Bad Cannstatt, Feuerbach, Mitte, Möhringen und Obertürkheim. Das Konzept der Willkommensräume verfolgt den Ansatz, Integration im Quartier durch die Öffnung von Regelstrukturen zu ermöglichen. Die Willkommensräume werden als bewusst gestaltete Schnittstelle der Quartiersintegration für Geflüchtete sowie Einwohnern verstanden. Kontakte zwischen verschiedenen Gruppen werden hier aktiv gestaltet. Die Willkommensräume knüpfen stets an bereits bestehende Strukturen im Sozialraum an und stärken mit ihren offenen Angeboten den Zusammenhalt der Quartiersgemeinschaft und ermöglichen verschiedenen Bedarfsgruppen Zugang zu Informationen und fungieren als Türöffner in das reguläre Hilfesystem. Im Sinne des Empowerments bieten die Willkommensräume den Menschen außerdem die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und durch dieses Engagement das eigene Gefühl der Selbstwirksamkeit zu stärken.

Träger der Stuttgarter Willkommensräume sind die Kulturinsel Stuttgart (Bad Cannstatt), die Evangelische Kirchengemeinde Feuerbach, die Evangelische Gesellschaft Stuttgart mit dem Begegnungsraum in der Breitscheidstraße, das Begegnungs- und Servicezentrum der AWO Stuttgart (Möhringen) und die Evangelische Kirchengemeinde Obertürkheim. Diese gestalten mit ihren unterschiedlichen Profilen und Ansätzen Angebote für neue Zielgruppen, damit Begegnung und Integration im Quartier gelingt.

 
 

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