Sozialplanung

Durch das Zusammenspiel Sozialplanung, Sozialberichterstattung und Förderung und in Kooperation mit der Wohlfahrtspflege Stuttgart und der Selbsthilfe werden bedarfsgerechte, passgenaue und finanzierbare Angebote gestaltet. Sozialplanung steht dabei immer im Spannungsfeld zwischen politischen Zielen, wissenschaftlichen Erkenntnissen und ganz praktischen Herausforderungen und Umsetzungsbedingungen.

Sozial-Planung, Sozial-Berichterstattung, Förderung - leichte Sprache

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sich vor:
Abteilung Sozialplanung, Sozialberichterstattung und Förderung (PDF)

Sozialplanung

Sozialplanung ist eine Pflichtaufgabe jeder Kommune. Soziale Dienste und Einrichtungen sollen rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung stehen. Diese Grundlagen sind aus dem Sozialstaatsprinzip ableitbar (§ 1 SGB I).

Die Handlungsfelder der Sozialplanung bestehen in der Entwicklung differenzierter Angebote der sozialen Infrastruktur für Menschen, die Transferleistungen empfangen und/oder soziale Unterstützungsangebote benötigen. Dies sind vor allem Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung, Menschen mit chronisch psychischer Erkrankung, Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten (Wohnungsnotfallhilfe), Mensch mit Suchtproblematik, ältere und pflegebedürftige Menschen und Flüchtlinge. Außerdem werden zielgruppen- und generationenübergreifende Begegnungsmöglichkeiten gestaltet und die Selbsthilfe unterstützt.

Die Planungsprozesse berücksichtigen die jeweilige Besonderheit eines konkreten Stadtteils oder Stadtbezirks (Sozialraum).

Die sozialen Angebote werden in enger Kooperation mit den Trägern der Wohlfahrtspflege (Subsidiaritätsprinzip), Kirchen oder den Eigenbetrieben der Landeshauptstadt Stuttgart fachlich gestaltet.

Die Sozialplanungen werden von Beteiligungsprozessen von Betroffenen bzw. Einwohnerinnen und Einwohnern im Rahmen von Quartiersprojekten belgeitet.

Die Sozialplanung bringt sich aktiv in Stadtentwicklungsprozesse ein, um die soziale Infrastruktur und Begegnungsmöglichkeiten umzusetzen und Wohnraum für Menschen mit Unterstützungsbedarf oder geringen materiellen Ressource anzumelden.

Sozialberichterstattung

Die Prozesse der Sozialplanung basieren auf der Analyse von Sozialdaten. Die Sozialberichterstattung erhebt quantitative und qualitative Daten, um die soziale Lage in der Stadt zu analysieren. Die Auswertungen zeigen die Verteilung von Armut und den Empfang von sozialen Leistungen in den Stuttgarter Stadtbezirken und Stadtteilen. Grundlegende Instrumente der Sozialberichterstattung sind der Sozialdatenatlas und das Sozialmonitoring.

Förderung von Unterstützungsangeboten

Auf der Grundlage von Gemeinderatsbeschlüssen gewährt die Förderung städtische Zuwendungen für soziale Angebote für Personen mit Unterstützungsbedarf. Vor allem freigemeinnützige Träger und das Klinikum Stuttgart, Zentrum für Seelische Gesundheit, sind Partner bei der Sicherstellung der kommunalen Daseinsfürsorge. Die Zuschusserfordernisse und Angebotswirkungen werden in einem Kreislauf von Finanz- und Fachcontrolling ausgewertet und beurteilt.

Unterthemen

 
 

Mehr zum Thema