Lass es Blühen! Gemeinsam für Insektenvielfalt

Schmetterlinge, Wildbienen und mit ihnen sind viele tausend Insektarten selten geworden oder gar bedroht. Doch Insekten sind unverzichtbar für unser Ökosystem. Sie bestäuben viele Pflanzen, sorgen für den Nährstoffkreislauf in der Natur und sind schließlich selbst wieder Futter für andere Tiere. Insekten stellen fast drei Viertel aller Tierarten in Deutschland dar.


Das Amt für Umweltschutz macht auf das Thema "Insektenschutz" aufmerksam und wird nach einer erfolgreichen Veranstaltungsreihe 2019 voraussichtlich ab kommenden Frühjahr weitere Veranstaltungen anbieten.
Die folgenden Informationen machen auf Zusammenhänge aufmerksam und geben Tipps für Bürger, Betriebe und Institutionen, wie Insekten geschützt und gefördert werden können.


Volksbegehren Artenschutz - "Rettet die Bienen"

In Baden-Württemberg wird vom 24. September 2019 bis zum 23. März 2020 das Volksbegehren Artenschutz - "Rettet die Bienen" durchgeführt. Wer das Volksbegehren unterstützen möchte, kann dies im Rahmen der freien oder amtlichen Sammlung tun.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Volksbegehren Artenschutz - "Rettet die Bienen"



Veranstaltungen

Die Veranstaltungsreihe für 2019 wurde Mitte September beendet. Rückblickend kann das Veranstaltungsprogramm hier heruntergeladen werden:

Veranstaltungsprogramm zu "Lass es Blühen!" (PDF 1.659 KB)


Tipps für einen insektenfreundlichen Garten:

  • Wiesenflächen nur etwa 2 mal jährlich mähen, möglichst erst nach der Hauptblüte
  • große Wiesen in Abschnitten mähen und Blühinseln stehen lassen
  • mehrjährige heimische Wiesenblumen ansäen anstelle von Rasen Liste empfehlenswerter Wiesenkräuter (PDF 24 KB)
  • einen Teil der abgeblühten Planzen bis ins Frühjahr stehen lassen, sie dienen einigen Insektenarten als Nist- oder Überwinterungsplatz
  • auf Dünger verzichten
Exotische Pflanzen, wie zum Beispiel Geranien, sind für die meisten Insekten fremd und werden nicht als Nahrungsquelle erkannt.
Sie haben noch Fragen zur Gartengestaltung?

Die Umweltberatung hilft Ihnen gerne weiter:
Telefon +49 711 21688600
umweltberatung@stuttgart.de.

Nisthilfen für Wildbienen selber bauen

Umwelt-Tipp Wildbienen schützen und fördern (PDF 202 KB)

Gefährdete Wildbienen - Nisthilfen bauen und Lebensräume schaffen (PDF 4.484 KB) Ausführliche Anleitungen auf 24 Seiten mit vielen praktischen Hinweisen, mit freundlicher Genehmigung von Manfred Radtke, BUND KG Rotenburg.

Lichtverschmutzung vermeiden


Nachtaktive Insekten werden durch überflüssiges Licht und falsche Beleuchtung unnötig angelockt und geraten dadurch in tödliche Lichtfallen. Was zu tun ist, lesen Sie hier: Nachterlebnis statt Lichtverschmutzung (PDF 277 KB)


Weitere Informationen und Links:

Faszination Wildbienen (Dr. Paul Westrich)
Informationen über Lebensräume und die Lebensweise, zu Blütenbeziehungen, Nutznießern und Gegenspielern mit vielfältigen Anregungen und Empfehlungen, wie Sie Wildbienen zu Hause, im Garten oder in der Schule fördern, ansiedeln und beobachten können.

Wie helfe ich den Wildbienen?
BUND-Broschüre. Die Broschüre zeigt einfache und effektive Maßnahmen, um Wildbienen zu helfen.

Wie helfe ich den Schmetterlingen?
BUND-Broschüre. Wie jeder einzelne etwas zum Schutz der Schmetterlinge beitragen kann.

www.wildbienen.de
Hans-Jürgen Martin. Themenseite zur Lebensweise von Wildbienen und Schutzmaßnahmen.

Insekten konkret helfen - Was jede(r) einzelne tun kann
NABU-Infoseite mit vielen Tipps und Anleitungen vom Einkauf über Trockenmauerbau bis zur Lehmpfütze.

Blühflächen anlegen und pflegen
BUND-Infoseite. Je nach Standort (Fettwiese, Halbwiese oder Magerwiese) werden verschiedene Pflegemaßnahmen empfohlen.

Grundstückspflege im Aussenbereich (PDF)
Amt für Umweltschutz Stuttgart. Ein knapper Überblick zu naturverträglichen und landschaftsgerechten Pflegemaßnahmen.

VWW - Verband deutscher Wildsamen- und Wildpflanzenproduzenten e.V.
Bezugsquellen für heimisches Saatgut: Es sollte sich um Saatgut heimischer Arten handeln, welches für das Gebiet "Südwestdeutsches Bergland" (11) in der Region produziert wurde.

9-Punkte-Plan gegen das Insektensterben (Forscher präsentieren auf internationalem Insektenschutzsymposium am Naturkundemuseum Stuttgart Maßnahmenplan zur Bekämpfung des Insektensterbens.)


Hingehen, anschauen, nachmachen: Beispiele für insektenfreundliche Flächen

Regierungspräsidium und Wilhelma fördern gemeinsam den Erhalt der Wildbienen-Vielfalt
In der Wilhelma und im benachbarten Rosensteinpark wurden Trittsteinbiotope für Wildbienen geschaffen, um ihr Überleben in kleinen Bereichen zu sichern, von wo aus sie sich wieder ausbreiten können.

In den Hohenheimer Gärten wurden sechs verschiedene Blühstreifen mit unterschiedlichen retionaltypischen Wiesenblumen-Arten eingesäht. Die Demonstrationsflächen nahe dem Monpteros wurden auf 5 Jahre angelegt.