2019 - Michael Kashi

Am 25. Februar 2019 wurde Michael Kashi die diesjährige Otto-Hirsch-Auszeichnung verliehen. Die Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, Isabel Fezer, zugleich evangelische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, und die Vorstandsvorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs, Professorin Barbara Traub, überreichten ihm die Ehrung in Form einer Skulptur.

Michael Kashi
Michael Kashi, Foto: IRGW

Gewürdigt werden Michael Kashis "bleibende Verdienste als Wegbereiter des Dialogs wie auch der Öffnung der jüdischen Gemeinde in die Stuttgarter Stadtgesellschaft sowie in die Zweigstellengemeinden durch eine Schaffung dezentraler Strukturen in Württemberg" (Begründung des Kuratoriums der Otto-Hirsch-Auszeichnung).

Michael Kashi verbrachte seine Kindheit und Jugend in Israel und kam 1969 nach Deutschland - hier war er seitdem als Unternehmer erfolgreich. Sein Leben in Deutschland ist von Anfang an geprägt vom Engagement für den deutsch-israelischen Dialog.

Als er begann, sich für die Öffnung der Stuttgarter jüdischen Gemeinde und für einen Dialog mit der Stadtgesellschaft einzusetzen, bedeutete dies eine einschneidende und insbesondere für Stuttgart wertvolle Veränderung. Begleitet war diese Entwicklung von einer erfolgreichen Dezentralisierung jüdischen Lebens in ganz Württemberg, Neugründungen jüdischer Gemeinden und der Integration der Gemeindeglieder in die jeweiligen Stadtgesellschaften.

Sein Name verbindet sich mit Initativen der Wissensvermittlung über das Judentum, Institutionen wie
dem Haus Abraham e. V. ,
dem forum jüdischer bildung und kultur e. V.,
dem Landesforum der Kirchen und Religionsgemeinschaften in Baden-Württemberg und dem Rat der Religionen Stuttgart  sowie Veranstaltungen wie den Jüdischen Kulturwochen und dem öffentlichen Entzünden der Chanukka-Lichter auf dem Schlossplatz.