Leonhardsvorstadt/Züblinareal, Stuttgart-Mitte

Im Mittelpunkt des Projekts stehen das Bohnenviertel und das Leonhardsviertel. Zusammen sind sie das älteste Stadterweiterungsgebiet Stuttgarts und haben einen großem Anteil an historischer Bausubstanz. Beide Viertel, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine unterschiedliche Entwicklung genommen haben, sollen wieder zusammenwachsen und so die historische Einheit wiederhergestellt werden. Bestehende Identitäten beider Viertel sollen gestärkt und neue Quartiersqualitäten der Leonhardsvorstadt gemeinschaftlich entwickelt werden.


Leonhardsvorstadt - 'Integriertes Quartier' - IBA 2027VergrößernDie Leonhardsvorstadt mit dem Züblin-Areal aus der Luft gesehen. Foto: Stadt StuttgartDie Leonhardsvorstadt mit dem Züblin-Areal aus der Luft gesehen. Foto: Stadt StuttgartIdeen für eine neue Quartiersmitte sollen auf der zentral im Quartier gelegenen Fläche des Züblin-Areals gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet werden. Dies erfolgt auch im Zusammenhang der aktuell stattfindenden Diskussion zum Thema Transformation des Stadtraums der B14 mit Blick auf die Umwandlung einer städtebaulichen Barriere in einen attraktiven und vernetzten Stadtraum.

Die Entwicklung zur Leonhardsvorstadt wird zur Gemeinschaftsaufgabe. Es entsteht ein neues Quartiersbewusstsein. Das bauhistorische Erbe soll Anknüpfungspunkt sein. Enstehende Stadträume und Bauwerke sollen neue Formen der Nutzung und Interaktion für Menschen ermöglichen. Für die Leonhardsvorstadt ist beabsichtigt, Konzepte für verträgliche Funktionen in kleinteiliger Mischung zu erarbeiten.

Innerstädtisches Wohnen für alle Gesellschaftsschichten in einer sozialen Durchmischung soll attraktiv und möglich sein. Anknüpfungspunkt und Katalysator für Nachbarschaftsprojekte, bürgerschaftliches Engagement und gemeinschaftliche Initiativen ist die Initiative des Verein Leonhardsvorstadt e.V.

Das städtische IBA'27-Potenzial wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats der IBA'27-Gesellschaft am 22. März 2019 in das IBA'27-Netz aufgenommen.

Ziele

  • Entwicklung zur Leonhardsvorstadt als Gemeinschaftsaufgabe: Prozesse der Stadtgestaltung sollen unmittelbar und für alle zugänglich gemacht werden (Teilhabe an der Stadtregion).
  • Eine neue Quartiersmitte soll ein neues Quartiersbewusstsein schaffen.
  • Stadtreparatur: Beide Viertel sollen aufgewertet und der Bestand weiter qualifiziert werden. Das architektonische und historische Erbe soll mehr wertgeschätzt werden.
  • Die beiden Stadtteile sollenn besser miteinander vernetzt werden.
  • Innerstädtisches Wohnen soll für alle Gesellschaftsschichten in einer sozialen Durchmischung attraktiv sein.
  • Neues Wohnen, neue Arbeitswelten, sowie soziale und kulturelle Angebote im Quartier - sogenannte dritte Orte -  sollen durch Nähe und Dichte voneinander profitieren und produktive Nachbarschaften sowie neuen Zusammenhalt schaffen.
  • Bestehende Identitäten sollen gestärkt und neue Qualitäten in einer polyzentrischen Stadtregion gemeinschaftlich entwickelt werden.