Die Kampagne "Stuttgart macht's rein"

Um möglichst viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter für das Müllproblem zu sensibilisieren, ist die Öffentlichkeitskampagne "Stuttgart macht's rein - Weniger Müll. Mehr Stuttgart." breit aufgestellt: Neben Werbung auf Großflächenplakaten, City-Light-Postern im gesamten Stadtgebiet und Stadtbahn-Infoscreens sind auch Radio- und Kinospots geplant. Außerdem gibt es große Aufkleber auf Mülleimern, Postkarten, Social-Media-Aktionen und eine eigene Homepage: www.stuttgart-machts-rein.de

Inhaltlich setzt die Kampagne, deren Ausschreibung die Agentur "Werbung etc." gewonnen hatte, auf eine Mischung aus Information und Provokation. Im Zentrum stehen Plakate mit Headlines wie "Dreck Sack", "Spitz Bube" oder "Schweine Hund". Andreas Scharf, Leiter der städtischen Abteilung für Kommunikation, sagte dazu: "Was auf den ersten Blick wie eine Beleidigung wirkt, entpuppt sich beim Lesen des Kleingedruckten als eine einfache Gebrauchsanweisung für ein sauberes Stuttgart, zum Beispiel: 'Der ganze Dreck gehört in den Sack'."

Die Öffentlichkeitskampagne "Stuttgart macht's rein - Weniger Müll. Mehr Stuttgart." ist ein Baustein des Konzepts "Sauberes Stuttgart". Mit dem Konzept nimmt die Stadtverwaltung den Kampf gegen die Vermüllung öffentlicher Plätze und Parks auf. Die zunehmende Vermüllung, auch "Littering" genannt, ist kein Stuttgarter Phänomen. Vielmehr ist es europaweit zu beobachten. Experten sehen einen Grund in einer immer intensiveren Nutzung des öffentlichen Raums. Das soziale Leben verlagert sich zunehmend nach draußen, hinzu kommen längere Öffnungszeiten von Handel und Gastronomie.

Sauberes Stuttgart: Broschüre "Stuttgart macht's rein" (PDF)

Aktionstag auf dem Schlossplatz

Eim Aktionstag am Dienstag, 9. Juli 2019, auf dem Schlossplatz bildete den Auftakt zur Kampagne. Vor dem Kunstmuseum konnten die Besucherinnen und Besucher von 11 bis 17 Uhr ein buntes Programm für alle Altersklassen erleben. Mit dabei: der Schwabenrapper MC Bruddaal und die Trommelshow Stahl-Fatal sowie die "Müll-Kick-Challenge".

Zu sehen waren darüber hinaus ein 36 Kubikmeter großer Kubus, der die gesammelte Müllmenge von nur zwei Werktagen in der Innenstadt zeigt, und mehrere Meter große aufblasbare Figuren, die die verschiedenen Formen der Vermüllung im öffentlichen Raum veranschaulichten.