Telefonbetrug

Am Telefon geben sich Betrüger als vertrauenswürdige Personen (Handwerker, Enkel oder Polizisten) aus, um Geld zu erbeuten. Späte abendliche Anrufe, erfundene Geschichten, die das Opfer verängstigen, sind unter anderem ihre Methoden, ältere Menschen am Telefon einzuschüchtern. Viele von ihnen sind dann bereit, Bargeld oder Wertsachen an die Kriminellen zu übergeben.

TelefonbetrugSymbolfoto: aleutie/www.fotolia.de

Trick 1: Falsche Polizeibeamte

Kriminelle rufen die Betroffenen unter Nennung der 110 (Notruf) oder der Nummer der örtlichen Polizeidienststelle an. Bitte beachten Sie: Die Polizei ruft Sie niemals unter der Notruf-Nummer 110 an. Seien Sie also misstrauisch, wenn Sie diese Nummer auf Ihrem Telefon sehen.

Die Betrüger warnen z. B. vor einem geplanten Einbruch und bieten den Betroffenen an, Bargeld oder Wertsachen von einem Kriminalbeamten abholen zu lassen und an einem "sicheren" Ort zu verwahren. Sie geben vor, nach der akuten Gefahr alles zurückzubringen. Weitere Maschen: Betrüger warnen vor Falschgeld, das überprüft werden muss, oder vor Kriminellen, die das Konto der Angerufenen plündern wollen.

Trick 2: Enkeltrick

Die Betrüger geben sich als Verwandte (z. B. Enkel) oder auch gute Bekannte aus. Immer bitten Sie kurzfristig um Bargeld. Sie täuschen einen finanziellen Engpass (Autokauf u. a.) oder eine Notlage (Unfall o. Ä.) vor und stellen ihre Situation äußerst dringlich dar, um das Opfer unter Druck zu setzen. Sobald es bereit ist zu bezahlen, wird ein Bote geschickt, um das Geld abzuholen. Hat der oder die Betroffene die geforderte Summe nicht zu Hause, wird er oder sie gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen, um dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht zu Fuß bewältigen kann.

Trick 3: Gewinnversprechen

Die Betrüger versprechen ihren Opfern am Telefon hohe Gewinne. Die Methode ist immer ähnlich: Vor einer Gewinnübergabe werden die Betroffenen aufgefordert, eine Gegenleistung zu erbringen: Gebühren zu bezahlen, kostenpflichtige Telefonnummern anzurufen oder an Veranstaltungen teilzunehmen, auf denen minderwertige Ware zu überhöhten Preisen angeboten wird.


Tipps für Ihre Sicherheit

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!
  • Legen Sie den Hörer auf, wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint.
  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten über den Anruf.
  • Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 (ohne Vorwahl) oder Ihre örtliche Polizeidienststelle an. Nutzen Sie auf keinen Fall die Rückruffunktion Ihres Telefons, sondern wählen Sie 110.

Weitere Informationen

Das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Stuttgart berät und informiert. Es ist erreichbar unter Telefon 0711 8990-1205 oder E-Mail stuttgart.pp.praevention@polizei.bwl.de. Wer Opfer oder Zeuge einer Straftat ist, wendet sich an die 110 oder das zuständige Polizeirevier.