Schulsanierungen

Die Schullandschaft in Stuttgart ist in Bewegung. Neben der Weiterfinanzierung von laufenden Bauvorhaben, wie den Ausbau des Eberhard-Ludwig-Gymnasiums zum Musikgymnasium, für den der Gemeinderat zusätzlich 13,6 Millionen Euro bewilligt hat, oder dem Bildungshaus Neckarpark, für das insgesamt rund 93 Millionen Euro bereit stehen, werden viele neue Projekte angegangen.

Doppelhaushalt 2020/2021 Dritte Lesung - SchulsanierungenDie notwendigen Sanierungen an den Schulen, wie etwa am Eberhard-Ludwig-Gymnasium, werden auch im neuen Doppelhaushalt im Rahmen des Schulsanierungsprogramms konsequent fortgeführt. Foto: Stadt Stuttgart
Hierzu gehören der Neubau der Mensa sowie zusätzlicher Schulräume an der Gemeinschaftsschule Weilimdorf für die Kosten in Höhe von 12,9 Millionen Euro im Doppelhaushalt und in den Folgejahren berücksichtigt sind. Ebenfalls zusätzlich beschlossen wurden 12 Millionen Euro für die Erweiterung der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule in Möhringen, 13,3 Millionen Euro für den Neubau des Bereichs Naturwissenschaften und Technik am Wilhelms-Gymnasium in Degerloch, 6,4 Millionen Euro zur Erweiterung der Mensa an der Elise-von-König-Gemeinschaftsschule in Münster sowie 1,3 Millionen Euro für den Neubau der Turnhalle an der Mühlbachhofschule. Für Neubau und Umstrukturierung des Campus Feuerbach hat der Gemeinderat für die Jahre 2020/2021 Planungsmittel in Höhe von 7 Millionen Euro bereitgestellt.

Für die Fortsetzung der notwendigen Sanierungen an den Schulen im Rahmen des Schulsanierungsprogramms haben die Stadträtinnen und Stadträte zusätzliche Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro beschlossen. Um Außenanlagen an Schulen erneuern zu können, sind 1,73 Millionen Euro eingeplant worden.

Die Digitalisierung der Schulen wurde bereits mit dem letzten Doppelhaushalt auf den Weg gebracht und wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut. Mit Beschluss zum Doppelhaushalt 2018/2019 hatten die Stadträtinnen und Stadträte insgesamt 23,5 Millionen Euro für 2018 und die Folgejahre zur Verfügung gestellt. Um den Digitalisierungsprozess zu beschleunigen, werden im Doppelhaushalt 2020/2021 elf zusätzliche Personalstellen geschaffen.

Qualitätsverbesserungen an den Ganztagesgrundschulen unterstützt der Gemeinderat in den Jahren 2020/2021 insgesamt mit zusätzlichen 6,5 Millionen Euro. Außerdem werden die Betreuungsangebote an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren ausgeweitet. Die Stadträtinnen und Stadträte haben dafür jährlich 540.700 Euro einschließlich Personal zur Verfügung gestellt.

Mit einem jährlichen Zuschuss von 5,92 Millionen Euro wird das 365-Euro-Jahresticket für den ÖPNV zum kommenden Schuljahr für Schülerinnen und Schüler sowie Stuttgarter Azubis und Meisterschüler eingeführt. Der Gemeinderat hat außerdem beschlossen, ab Schuljahresbeginn 2020/2021 für den Besuch von öffentlichen Fach- und Meisterschulen kein Schul- und Materialgeld mehr zu erheben. Mit dem Gebührenverzicht in Höhe von insgesamt 1,415 Millionen Euro pro Schuljahr sollen die von der Stadt unterhaltenen Einrichtungen gestärkt und für Schülerinnen und Schüler attraktiver werden. Zugleich soll mehr Bildungsgerechtigkeit hergestellt werden.

Die Schulsozialarbeit an beruflichen und allgemeinbildenden Schulen ist in den letzten Jahren stetig ausgebaut worden. Damit bisher unversorgte Schulen ebenfalls von der Schulsozialarbeit nach dem Stuttgarter Modell profitieren können und bereits bestehende Standorte bedarfsgerechter ausgestattet werden, hat der Gemeinderat 1,1 Millionen Euro bewilligt. Dies ermöglicht bei den Trägern der Schulsozialarbeit 11,25 neue Sozialarbeiterstellen sowie 2,1 Leitungsstellen.