Wirtschaftsförderung: Projekte, Maßnahmen und Mittel

Im Bereich Wirtschaftsförderung hat der Gemeinderat Mittel für eine Vielzahl von Projekten und Maßnahmen bewilligt. Dazu zählt die Einführung des Stuttgarter Innovationspreises, der ab 2021 alle zwei Jahre vergeben werden soll und sich an Stuttgarter Unternehmen jeder Branche und Betriebsgröße richtet. Mit Konzeption und Durchführung des Preises, der maßgeblich eine Wertschätzung der Stadt für die vor Ort ansässigen innovativen Betriebe darstellt, wurde die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart beauftragt. Das Preisgeld für den ersten Platz beträgt 50.000 Euro. Außerdem soll ein Sonderpreis für Startups in Höhe von 20.000 Euro ausgelobt werden.

Doppelhaushalt 2020/21 Dritte Lesung - WirtschaftsförderungDer Gemeinderat hat Mittel für zahlreiche Projekte und Maßnahmen im Bereich der Wirtschaftsförderung genehmigt. Foto: FotoliaDer Doppelhaushalt sieht erstmals ein eigenes Budget für das Stadtteilmanagement vor. Für die Finanzierung von Projekten erhält die Abteilung Wirtschaftsförderung jährlich 55.000 Euro. Das Stadtteilmanagement unterstützt die Handels- und Gewerbevereine, beteiligt sich an der Planung, Koordination und Umsetzung von Maßnahmen zur Kaufkraftbindung und setzt sich dafür ein, dass die Stadtbezirke attraktiver werden.
 
Darüber hinaus bezuschusst mit 180.000 Euro pro Jahr bis 2023 ein Zentrum für Startups beziehungsweise ein Gründerzentrum im Eiermann-Campus. Auf dem Areal in Vaihingen findet aktuell auf zirka 14,5 Hektar eine Entwicklung zum integrierten Quartier statt. Das Projekt wurde als IBA-Potenzial der Landeshauptstadt Stuttgart identifiziert. Bis zum Jahr 2027 sollen experimentelle Wohnformen, die Verbindung von Arbeiten und Wohnen sowie innovative Mobilitätskonzepte realisiert werden.

Auch die Fortführung des Stuttgarter Wissenschaftsfestivals wurde beschlossen. Premiere war 2019 unter dem Motto "smart und clever". 30.000 Besucherinnen und Besucher waren bei den 78 Einzelveranstaltungen dabei, 75 Institutionen haben sich beteiligt. Die Resonanz sowie die Fülle der Projekte und Projektpartner haben die Erwartungen bei weitem übertroffen. Das Festival hat damit deutlich dazu beigetragen, dass Stuttgart verstärkt als Wissenschaftsstandort wahrgenommen wird. Um an den Erfolg anzuknüpfen, hat der Gemeinderat dem Vorschlag von Oberbürgermeister Fritz Kuhn zugestimmt, das Festival künftig im zweijährigen Rhythmus durchzuführen und dafür eine Vollzeitstelle sowie 300.000 Euro pro Doppelhaushalt zur Finanzierung genehmigt.

Auch eine Nachnutzung des Bereichs unter der Paulinenbrücke wird ermöglicht. Der gemeinnützige Verein Stadtlücken e.V. hatte dort 2018 und 2019 eine partizipative Flächenentwicklung mit Experimentiercharakter gestaltet. Basierend auf einer gemeinnützigen Trägerschaft sollen nun bis zum Abschluss eines Bebauungsplanverfahrens Vorschläge für die künftige Nutzung des Areals entwickelt werden. Dabei wird an der Vision eines "Kooperativen Stadtraums" gearbeitet. Das bedeutet, dass eine langfristige Entwicklung des Ortes zum "Stadtraum für Alle" stattfinden soll. Der Gemeinderat hat unter anderem Mittel bereitgestellt, die die Berücksichtigung von Bereichen im Süd- und Nordteil des Areals erlauben. Dadurch soll eine Belebung des "Rondells" erreicht und der im Nordteil ansässigen Szene Rechnung getragen werden. Insgesamt stellt der Gemeinderat mit seinem Beschluss Mittel in Höhe von 1,65 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Landeshauptstadt schafft eine Schnittstelle für die Koordinierung von Nachtleben und Nachtökonomie - einen so genannten "Nachtbürgermeister". Dafür stehen jährlich 185.000 Euro bereit, damit sollen Sachkosten gedeckt sowie eine 0,75-Stelle geschaffen werden. Die Abteilung Wirtschaftsförderung wurde vom Gemeinderat mit der Ausgestaltung des neuen Aufgabengebietes beauftragt. Im Frühjahr soll dazu gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Interessensvertretern und Stadtgesellschaft ein Workshop stattfinden.