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Landeshauptstadt Stuttgart

Kulturförderung

Corona: Nothilfe-Förderfonds Kultur

Zur Unterstützung der Stuttgarter Kultur während der Pandemie hatte der Gemeinderat im Mai 2020 zusätzliche Mittel in Höhe von 3 Mio. EUR zur Verfügung gestellt, mit denen seither unterschiedliche Förderprogramme umgesetzt wurden.

Auch 2022 unterstützt das Kulturamt geförderte Einrichtungen und Projekte im Einzelfall.

Nothilfe für geförderte Einrichtungen oder verstetigte Projektförderungen

Die Coronapandemie begleitet unsere Gesellschaft und damit auch das kulturelle Leben in Stuttgart. Das Land Baden-Württemberg passt seine  Coronaverordnung (Öffnet in einem neuen Tab) regelmäßig der aktuellen Situation an. Dies bedeutet für die Kulturszene, dass Veranstaltungen je nach pandemischer Lage Einschränkungen unterliegen und teilweise kurzfristig umgeplant oder abgesagt werden müssen. Dies führt leider oft zu Änderungen der jeweiligen Finanzplanung und finanziellen Mehrbedarfen bzw. entfallenden Einnahmen.

Ein Teil der im Mai 2020 bereit gestellten Sondermittel steht auch im Jahr 2022 für institutionell geförderte Einrichtungen oder verstetigte Projektförderungen als subsidiäre Hilfe zur Verfügung. Die jeweilige Hilfe wird einzelfallbezogen entsprechend dem Wirtschafts- bzw. Kosten- und Finanzierungsplan festgelegt.

Bei Bedarf richten Sie bitte eine Anfrage an  kulturfoerderungstuttgartde

Die Bewilligungsbedingungen werden flexibler gehandhabt. Erfahren Sie im Folgenden mehr:

Allgemeine Hinweise

Es besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung der gelisteten Verfahrenserleichterungen. Der konkreten Gewährung geht immer eine Einzelfallprüfung voraus. Bitte kommen Sie Ihren Mitteilungspflichten weiterhin nach und wenden Sie sich immer an die für Sie zuständige Person im Kulturamt.

Stipendium „10 m²/Corona Katalyse“ für freischaffende Künstlerinnen und Künstler

Mit einem dreimonatigen Stipendium unterstützte das Kulturamt im Jahr 2020 über 20 freischaffende Künstler*innen Stuttgarts bei der Neuausrichtung ihres Profils und ihrer Strategien hinsichtlich (Ko-)Produktion, Vermittlung und Zielgruppen. Die Stipendien haben sich als notwendig und bedarfsorientiert erwiesen.

Um die Arbeit der Stuttgarter Künstler*innen  auch 2021 konstruktiv zu begleiten, wurden weitere 42 Stipendien zu je 1.200 Euro pro Monat für die Dauer von mindestens drei Monaten ausgeschrieben. Der Zeitraum war innerhalb des Jahres frei wählbar. Für "10m²/Corona Katalyse" wurden zusätzliche Mittel in Höhe von 160.000 Euro im Rahmen der Nothilfe-Mittel zur Verfügung gestellt.

Was denken die Bürger*innen im ersten Moment, wenn sie einer Polizeistreife begegnen? Dieser Frage ist der Schauspieler, Texter, Dramaturg und Produzent Robert Atzlinger über Monate nachgegangen, hat Interviews auf der Straße initiiert und eine Online-Umfrage gestartet. Auszüge der Interviews findet man auf 1312weissbuch.de.
Der Tänzer und Choreograph Johannes Blattner setzt sich in seinem Stipendium mit toxischer Männlichkeit auseinander. Sein Ziel ist Männlichkeit(en) zu hinterfragen und Zärtlichkeit choreografisch darzustellen. Bisher führte die Recherche zur Kreation des Kurzstücks "Exhibition of being“ in Kooperation mit dem Musiker Micha Schlüter und den Tänzer*innen Laura Börtlein, Nam Nguyen und Selina Koch.
Mit einem eigenen Böller-und-Brot-Sender/Kanal im Netz versuchen die Filmemacherinnen/das Künstlerinnen-Kollektiv Böller und Brot (Sigrun Köhler und Wiltrud Baier ) der Nische Raum zu geben und gleichzeitig die industriellen Strukturen von Filmproduktion, Marketing, Inhalt und Medienkonsum künstlerischer und dokumentarischer Filme ironisch zu hinterfragen. Streaming Anbieter benutzen gerne aus der Finanzwelt entlehnte Werkzeuge wie „KPI“ (key performance indicator) zur Analyse der Vermarktbarkeit ihrer Produkte und unterwerfen Form und Inhalt von Filmwerken dieser vermuteten Vermarktbarkeit. Im Falle des Dokumentarfilms ist das der Umgang mit Realität, Dokumentarfilm wird zu „faction entertainment“. Böller und Brot bleiben der gefilmten Wirklichkeit treu und versuchen die vermeintlich unvermarktbaren Werke zu monetarisieren. Böller und Brot ORIGINALS wird Anfang des Jahres 2022 „gelaunched“. Mehr unter www.boeller-und-brot.de.
Matthias Gronemeyer – Initiator der Liebeslyrik-Dating-App DICH. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf poesietrifft.de.
"Kommerzielle Metadaten" ist das künstlerische Projekt des Konzeptkünstlers Shaotong He. Er untersucht in Zusammenarbeit mit Sponsoren, ob durch eine alternative Öffentlichkeitsarbeit und durch 'branded content' Finanzierungsmöglichkeiten für junge Künstler*innen geschaffen werden können.
VIRUCIDE ist ein interdisziplinäres Projekt. Es basiert auf wahren Ereignissen und ist inspiriert von der Entwicklung des COVID-19 Virus in den vergangenen Jahren. Dafür hat das Künstler*innenteam den Tiefbunker am Diakonissenplatz als idealsten Veranstaltungsort ausgesucht, um Emotionen und Gefühle wie Angst, Isolierung, Unsicherheit, Abschottung und Einsperrung auszudrücken. Das Stück beschreibt die Geschichte eines Infektionserregers (SARS-CoV-2) aus wissenschaftlicher und künstlerischer Sicht.
"Hello World – (2) Long Covid" heißt der Essay Film sowie das fotografische Künstlerbuch von Georg Lutz, die er während des Stipendiums produzierte. Weitere Informationen auf der Website des Künstlers www.georglutz.com.
Rollendes Büro und Netzwerkausflüge mit der Probebahncard 100 - ein Projekt der Figurenspielerin und Performerin Laura Oppenhäuser.
Microssage - Mobile Galerie im Wohnwagen von Steffen Oswath. Die Mietpreise steigen weiter an. Kleinster Raum erreicht Höchstpreise, günstiger Raum wird abgerissen. Das Microssage stellt sich dieser Situation als mobile und vom Mietpreis unabhängige Alternative. Alles Mögliche wird heute online bestellt und direkt zum Wunschort geliefert - warum nicht auch ein Kunstevent? In Zeiten von Tiny-Houses, Internetbestellungen und Minimalismus braucht es auch eine Tiny-Kunst- und Eventlocation – auf das Wesentliche konzentriert, minimalisiert und dazu mobil.
HAJNAL Isolation to Inspiration Album Cover. ©Niwel Tsumbu/M.O.C_photography * ©Nina Sára Horváth/Éva Deák * ©Hajnal/Fati Baghaturia * ©Russudan Meipariani/Sonja Schuberth * ©Péter Erdei/Hajnalka Péter * ©Yamila Rios/Denitsa Georgieva * ©Zura Dzagnidze/Oleg Dryokov * Grafikdesign © Melanie Werner
Mit dem neuen Konzertformat "synchrona - 2Konzerte1Event" hat die freie bühne stuttgart in Zusammenarbeit mit "St. Maria als…" in der Kirche einen neuen Erlebnisraum eröffnet. Zwei Musiker*innen in St. Maria und zwei Musikerinnen im Yerma House Tehran begegnen sich mit ihren Instrumenten und Stimmen in einem gemeinsamen Raum, der nicht sichtbar, aber hörbar ist. Dank internetbasierter Technologien werden physikalische, nationale und kulturelle Grenzen überwunden.
Kulturamt

Abteilung Kulturförderung

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Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Leif Piechowski/Lichtgut
  • Franco Jennewein
  • Dominique Brewing
  • Böller und Brot/Dorothea Schulz
  • Valentin Gienger
  • Shaotong He
  • Natasha Lopez
  • Georg Lutz
  • Laura Oppenhäuser
  • Steffen Osvath
  • Hajnalka Péter
  • Mostafa Shabkhan
  • Getty Images/simonidadjordjevic
  • Julia Sang Nguyen
  • The Real Office - Fotograf Florian Model