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Landeshauptstadt Stuttgart

Grundstückswerte

Bodenrichtwerte für die Grundsteuer

Zur Berechnung der neuen Grundsteuer ab dem Jahr 2025 müssen Grundstückseigentümer ab dem 1. Juli 2022 Informationen zu Grundstücken an die Finanzbehörden melden.

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Jahr 2018 die bisherige Vorgehensweise zur Ermittlung der Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt und dem Gesetzgeber zur Änderung der Grundsteuererhebung eine Frist bis Ende 2024 zugebilligt. Dem ist der Bund mit dem Grundsteuerreformgesetz im Jahr 2019 nachgekommen. Gleichzeitig wurde den Ländern die Möglichkeit eingeräumt, durch eigene Gesetze vom Bundesrecht abweichen zu können. Baden-Württemberg hat hiervon Gebrauch gemacht und Ende des Jahres 2020 das Landesgrundsteuergesetz (LGrStG) verabschiedet.

Zur Berechnung der neuen Grundsteuer ab dem Jahr 2025 müssen Grundstückseigentümern ab dem 1. Juli 2022 Informationen zu Grundstücken an die Finanzbehörden melden.

Diese Angaben umfassen insbesondere

  • den Bodenrichtwert eines Grundstücks
  • die Flächengröße eines Grundstücks
  • die Ertragsmesszahl bei land- und forstwirtschaftlichen Flurstücken

Der für das Finanzamt maßgebliche Bodenrichtwert betrifft zwar den Stichtag 1. Januar 2022, die geltenden Bodenrichtwerte zu diesem Stichtag werden aber von den jeweils zuständigen Gutachterausschüssen erst bis Ende Juni 2022 ermittelt und veröffentlicht. Daher ist bis zu diesem Zeitpunkt keine für die Grundsteuerreform relevante Information zu einem Bodenrichtwert erhältlich.

Das Land plant, dass voraussichtlich ab Juli 2022 die Bodenrichtwerte und Flächen zu einem Grundstück kostenfrei über das Internet-Portal  www.Grundsteuer-BW.de (Öffnet in einem neuen Tab) eingesehen werden können. Des Weiteren können die Bodenrichtwerte zum Stichtag 01.01.2022 im  Bodenrichtwertportal (Öffnet in einem neuen Tab) der Stadt Stuttgart voraussichtlich ab dem 29. Juni 2022 eingesehen werden.

Die Ertragsmesszahl zu land- und forstwirtschaftlichen Flurstücken erhalten Sie beim  Kundenzentrum des Stadtmessungsamtes über einen „Flurstücksnachweis mit Bodenschätzung“ aus dem Liegenschaftskataster (Gebühr 10 Euro nach Gebührenverordnung des Landes).

Weitere, detaillierte Informationen zur Grundsteuerreform finden Sie auf der landesweiten Informationsseite  www.Grundsteuer-BW.de (Öffnet in einem neuen Tab) und unter  Grundsteuerhinweise des Finanzministeriums (Öffnet in einem neuen Tab).

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