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Landeshauptstadt Stuttgart

Grundstückswerte

Bodenrichtwerte für die Grundsteuer

Ab 2025 tritt in Deutschland eine neu berechnete Grundsteuer in Kraft. Dafür müssen Eigentümer bis zum 31. Oktober 2022 Informationen zu ihren Grundstücken an die Finanzbehörden melden.

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Jahr 2018 die bisherige Vorgehensweise zur Ermittlung der Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt und dem Gesetzgeber zur Änderung der Grundsteuererhebung eine Frist bis Ende 2024 zugebilligt. Dem ist der Bund mit dem Grundsteuerreformgesetz im Jahr 2019 nachgekommen.

Gleichzeitig wurde den Ländern die Möglichkeit eingeräumt, durch eigene Gesetze vom Bundesrecht abweichen zu können. Baden-Württemberg hat hiervon Gebrauch gemacht und Ende des Jahres 2020 das Landesgrundsteuergesetz (LGrStG) verabschiedet.

Stichtag neue Grundsteuer

Ab dem 1. Januar 2025 wird die Steuer nach dem neuen Landesgrundsteuergesetz erhoben. Zur Berechnung der neuen Grundsteuer müssen Eigentümer ab 1. Juli Informationen zu Grundstücken an die Finanzbehörden melden.

Diese Angaben umfassen insbesondere

  • den Bodenrichtwert und die Flächengröße eines Grundstücks
  • die Ertragsmesszahl bei land- und forstwirtschaftlichen Flurstücken.

Für die neu berechnete Grundsteuer sind die Bodenrichtwerte auf den Stichtag 1. Januar 2022 relevant. Die geltenden Bodenrichtwerte zu diesem Stichtag werden von den jeweils zuständigen Gutachterausschüssen bis Ende Juni 2022 veröffentlicht.

Neuen Bodenrichtwert ermitteln

Die Bodenrichtwerte und Flächen zum Grundstück können seit 1. Juli 2022 im zentralen  Bodenrichtwertinformationssystem Baden-Württemberg (Öffnet in einem neuen Tab) (BORIS - BW) eingesehen werden. Sofern von der Steuerverwaltung Bodenrichtwerte für bebaute Grundstücke im Außenbereich angefordert werden, können diese hilfsweise mit denen vom Gutachterausschuss ermittelten  Wertansätzen für das zu bewertende Grundstück PDF-Datei 228,64 kB bestimmt werden. Verkehrswerte können im Einzelfall nur durch Gutachten ermittelt werden.

Die Ertragsmesszahl zu land- und forstwirtschaftlichen Flurstücken erhalten Sie beim  Kundenzentrum des Stadtmessungsamtes über einen „Flurstücksnachweis mit Bodenschätzung“ aus dem Liegenschaftskataster. Es wird eine Gebühr von 10 Euro nach Gebührenverordnung des Landes fällig.

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