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Landeshauptstadt Stuttgart

Corona-Pandemie

Post- und Long-Covid

Nach einer Covid-Erkrankung, ausgelöst durch das Coronavirus Sars‐Cov-2, kann es zu Langzeitfolgen der Erkrankung kommen. Das ist auch nach milden Verläufen der Erkrankung möglich. Erste Studien gehen davon aus, dass rund 10 Prozent der Erkrankten davon betroffen sind.

Bleierne Müdigkeit ist ein Anzeichen für eine Long-Covid-Erkrankung. (Symbolbild)

Langzeitfolgen von Covid-19

Noch Wochen oder sogar Monate können Menschen durch die Nachwirkungen einer Corona-Erkrankung stark beeinträchtigt sein. Mediziner nennen diese Symptome "Long Covid" oder "Post Covid".

Typische Anzeichen sind unter anderem: 

  • Atemnot (bei Belastung)
  • Leistungsminderung, körperliche Erschöpfung, Fatigue‐Symptomatik, Belastungsintoleranz (auch Post-Exertionelle Malaise PEM) 
  • Neurologisch-kognitive Einschränkungen wie Konzentrationsstörungen, Wortfindungsstörungen, Taubheitsgefühle, Koordinationsprobleme
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Haarausfall
  • Angstsymptome oder Existenzängste

Die Spätsymptome von COVID-19 sind sehr unspezifisch, auch über den Zeitraum dieser Erkrankung ist bislang wenig bekannt. Deshalb werden die Folgen aktuell noch in Studien untersucht. Primäre Ansprechpartner für Post-COVID-Patientinnen und -Patienten sind in der Regel Hausärztinnen und Hausärzte. Die Allgemeinmediziner bilden häufig gemeinsam mit niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzten gute Netzwerke und können somit eine interdisziplinäre, ambulante Versorgung sicherstellen.

Regionale Vernetzung von Ärzten und Therapeuten vorantreiben

Auch wenn viele Fragen rund um das Post-Covid-Syndrom noch nicht vollständig beantwortet sind, so gibt es doch bereits wertvolle Ansätze. Rehabilitative Maßnahmen wie Ergotherapie oder Atemtherapie gehen häufig mit einer subjektiven Verbesserung einher. Zielgerichtete Diagnostik ermöglicht eine Abstimmung der Maßnahmen auf die jeweilige Situation.

Die Vernetzung der verschiedenen an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen und ein kontinuierlicher fachlicher Austausch untereinander spielen dabei eine wichtige Rolle, um Betroffenen möglichst zeitnah eine adäquate Behandlung und Versorgung zu ermöglichen. 

Die Stadt Stuttgart möchte diese Vernetzung vorantreiben und ein regionales Netzwerk etablieren. Eine Mail-Adresse, unter der sich interessierte Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten aller Fachrichtungen melden können, wird in Kürze hier veröffentlicht.

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  • Getty Images/brizmaker