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Landeshauptstadt Stuttgart

Stadtentwicklung

Das Rosenstein-Quartier

Mit der Fertigstellung des neuen Hauptbahnhofs eröffnet sich für die Stadt Stuttgart eine einmalige Chance. 85 Hektar Fläche werden in zentraler Lage frei. Dort soll ein neuer Stadtteil entstehen: das Rosenstein-Quartier. Es soll nachhaltig und klimagerecht sein und dabei leben, arbeiten und wohnen verbinden.

Der Gleisbogenpark im Rosenstein-Quartier bietet eine hohe Aufenthaltsqualität.
Alte Bahnbauwerke wie das Überwerfungsbauwerk sollen im Rosenstein‐Quartier erhalten bleiben und einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Leben und Arbeiten in der Maker-City.
Der Quartiersplatz als Zentrum im Wohnviertel.
Das Logo und der Claim zur neuen Marke: ROSENSTEIN – Für alle. Für morgen.

Die Marke Rosenstein

Für die Kommunikation rund um den neuen Stadtteil hat die Stadt eine  eigene Marke in Auftrag gegeben. Unter ihrem Dach werden die Bürgerinnen und Bürger und alle Interssierten künftig über die Fortentwicklung des Projekts informiert. Die Marke setzt sich aus der Wortmarke "ROSENSTEIN" und dem Claim "Für alle. Für morgen." zusammen.  

Die Vision

Im Rosenstein-Quartier kann ein Stadtteil mit all seinen Strukturen, Nutzungen und Verflechtungen völlig neu gedacht werden kann. Das Quartier ist als Stadtteil mit modellhaften Stadtvierteln und bezahlbarem Wohnraum gedacht. Es entspricht nicht nur den heutigen städtebaulichen Leitbildern und dem aktuellen Stand der Technik - das Rosenstein-Quartier soll auch Lösungen für das zukünftige Zusammenleben in einer Stadt aufzeigen und realisieren. Es soll nachhaltig und klimagerecht sein und dabei leben, arbeiten und wohnen verbinden.

Video zum neuen Rosenstein-Quartier
Ein völlig neuer Stadtteil, mitten in Stuttgart. Die Vision des Rosenstein-Quartiers soll auf 85 Hektar Fläche Wirklichkeit werden.

Das Projekt im Überblick

Das Rosenstein‐Quartier lässt sich in folgenden Zahlen zusammenfassen:

  • 85 Hektar groß ist die Entwicklungsfläche. Hier entsteht das Rosenstein-Quartier. Für die Erweiterung der bestehenden Parks und Grünanlagen sind davon mindestens 20 Hektar vorgesehen. Die restlichen Flächen werden für den Bau des neuen Stadtteils, mit all seinen Nutzungen und seiner Infrastruktur, genutzt.
  • 7.500 Wohnungen können insgesamt im Rosenstein-Quartier entstehen. Auf der Entwicklungsfläche selbst sind es rund 5.600 Wohnungen. Weitere 1.900 Wohneinheiten finden Platz auf angrenzenden Flächen und verbinden das neue Quartier mit dem bestehenden Nordbahnhofviertel.
  • 13 Bauwerke auf der Entwicklungsfläche stehen unter Denkmalschutz. Sie sollen in das neue Rosenstein-Quartier integriert und neu genutzt werden. Unterhalb der Brückenbögen des Überwerfungsbauwerks oder im Lokschuppen könnten sich kulturelle, gewerbliche oder gastronomische Angebote ansiedeln.
  • 3.200 Meter beträgt etwa die Länge der Parkkanten entlang des neuen Rosenstein-Quartiers. Dadurch gibt es von vielen Punkten des neuen Stadtteils aus die Möglichkeit, direkt einen der Parks zu besuchen. Über die Parks ist der Stadtteil sehr gut mit den umliegenden Nachbarschaften verbunden.
  • 30 Meter Höhenunterschied liegen zwischen Schlossgarten und Nordbahnhofviertel, das an einen gebogenen Bahndamm grenzt. Der bildet zusammen mit der hohen Kante entlang des Schlossgartens ein Hindernis. Die Kante und der Damm können abgestuft neu gestaltet werden. So wird ein direkter Weg von Nord nach Ost möglich.
Das Entwicklungsgebiet "Rosenstein-Quartier" wird in fünf Abschnitte unterteilt.
Der Gleisbogenpark wird neu geschaffen und folgt den heutigen Gleisen auf dem Gleisbogen. Das bestehende Überwerfungsbauwerk soll in den Park integriert werden.
Das Rosensteinviertel wird der zentrale Wohnort des neuen Quartiers auf der Entwicklungsfläche werden. Typisch sollen grüne Nachbarschaften als neue Lebensmittelpunkte sein.
Der angedachte Rosenstein Campus bildet den nördlichen Eingang in das Stadtquartier und soll ein Ort des Lernens, der Bildung und der Forschung sein.
Die Maker City ist ein Stadtviertel, das am Nordbahnhof bei den Wagenhallen entsteht. Dort sollen kreativ experimentelle Wohn- und Arbeitsformen in einer Art Stadtlabor ausprobiert werden.
Nach Fertigstellung des neuen Hauptbahnhofs sollen neue Gebäude und Wegeverbindungen am Europaquartier entstehen und dieses mit den bestehenden Parkanlagen verbinden.

Das Konzept für den neuen Stadtteil

Die im Folgenden dargestellten Ideen basieren auf dem städtebaulichen Konzept der Arbeitsgemeinschaft asp Architekten GmbH und Koeber Landschaftsarchitektur GmbH. Sie waren mit ihrem Entwurf als Sieger aus dem „Internationalen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein“ am 22. Juli 2019 hervorgegangen. Aus Sicht des Preisgerichts verwirklicht das Konzept von asp/Koeber sehr gut die Vision und Erwartungen, die die Stadt im Auslobungstext für das Rosenstein‐Quartier formuliert hatte.

Alte Bahnbauwerke wie das Überwerfungsbauwerk sollen im Rosenstein-Quartier erhalten bleiben und einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Zusammen leben

Quer durch alle sozialen Schichten – ob Familien, Singles, Wohngemeinschaften oder Senioren – im Rosenstein‐Quartier können sie gemeinsam gut leben. Verschiedene Generationen finden zusammen und bringen sich aktiv in die Gemeinschaft ein. Jugend‐ und Generationenhäuser, Kultur‐ und Lernorte werden zu Treffpunkten. Urban Gardening bringt Menschen zusammen, die gemeinsam freie Flächen und Dächer für Gartenarbeit nutzen. Die hohe Aufenthaltsqualität im Gleisbogenpark belebt das Quartier und wird zum Treffpunkt und verbindenden Element. Wohnraum im Rosenstein-Quartier soll außerdem für alle bezahlbar sein. Das geht mit passenden Miet‐ und Eigentumsmodellen, wie etwa Baugemeinschaften oder Baugenossenschaften.

Entlang des Übergangs zum Schlossgarten sieht der Siegerentwurf einen Parksee vor.

Dem Klima gerecht

Das Rosenstein-Quartier soll ein nachhaltiger und klimaneutraler Stadtteil – sogar ein Energieplusquartier – sein. Dafür gibt es gute Voraussetzungen. Um das neue Quartier liegen viele Grünflächen, die erweitert werden sollen. Im Quartier selbst sind radikal durchgrünte Nachbarschaften vorgesehen. Die Innenhöfe sind bepflanzt. Zusammen mit begrünten Dächern und Fassaden vermindern sie die Wärmebelastung. Die Energie im Rosenstein-Quartier soll aus erneuerbaren Quellen in direkter Nähe genutzt werden. Über Wärmepumpen, Sonnenkollektoren und ein intelligentes Stromnetz soll der neue Stadtteil mehr Energie erzeugen als verbrauchen.

Sogenannte Quartiers-Hubs sind die zentralen Punkte in den Wohnvierteln und Start- und Endpunkte für neue Mobilitätsformen.

Neue Wege gehen

Im Rosenstein-Quartier soll es einen Mix aus verschiedenen Verkehrsmitteln geben mit möglichst wenig Autoverkehr. In den sogenannten „Quartiers-Hubs“ können Bewohner Fahrräder, Autos oder E-Bikes leihen. Sie können hier auch Pakete abholen und E-Ladestationen nutzen. Wichtig für eine zukunftsfähige Mobilität sind gute Fuß- und Radwegeverbindungen. Sie vernetzen das Rosenstein-Quartier mit den umliegenden Bezirken.

Bürgerbeteiligung

Mit eingeflossen in den  städtebaulichen Wettbewerb 2018 und 2019 sind Interessen und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger Stuttgarts. Denn sie sind die künftigen Nutzer des Rosenstein-Quartiers. Im Rahmen der  „Informellen Bürgerbeteiligung“ konnten sie sich von Januar bis November 2016 vielfach ein- und ihre Wünsche zum Ausdruck bringen. Als Ergebnis lag Anfang 2017 ein Memorandum vor, das in Form von Empfehlungen konkrete Leitlinien formulierte und fortan als Wegweiser für die Zukunft der Entwicklungsfläche von großer Bedeutung war und ist. So auch für den Auslobungstext des Rosenstein-Wettbewerbs, in dessen Erstellung die Bürger im Mai 2018 wiederum aktiv einbezogen worden sind.

Weitere umfangreiche Informationen zum Rosenstein-Quartier und vertiefte Einblicke in dessen städtebauliches Konzept bieten die Ausstellungen zum Rosenstein-Quartier im Foyer des Rathauses sowie im  InfoTurmStuttgart (ITS). Weitere Informationen rund um das Projekt Rosenstein-Quartier stehen auf dem städtischen  Beteiligungsportal „Stuttgart - meine Stadt“ zur Verfügung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich zusätzlich im  Gläsernen Büro Rosenstein über die aktuellen Entwicklungen des Projekts informieren. 

Abteilung Kommunikation

Kommunikation Rosenstein-Quartier

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