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Landeshauptstadt Stuttgart

Energie-Projekte

Energieleitplanung und Wärmewende in Stuttgart

Damit Stuttgart klimaneutral wird, führt kein Weg an einer nachhaltigen Wärmeversorgung vorbei. Doch so unterschiedlich wie die 23 Stadtbezirke Stuttgarts ist die Ausgangslage bei der Energieversorgung in den einzelnen Quartieren. Um strategisch vorzugehen, braucht es daher ein Instrument namens Energieleitplanung.

Die Karte zeigt, wie in den unterschiedlichen Gebieten strategisch vorgegangen werden muss, damit die Wärmewende in Stuttgart gelingen kann.

Ein wichtiger Baustein zur klimaneutralen Landeshauptstadt ist die Energieleitplanung. Sie ist ein wichtiges Instrument, um Energiepotenziale in Stuttgart ausfindig zu machen und um darauf aufbauend Konzepte zum Vorgehen im Energiebereich für die einzelnen Quartiere zu erarbeiten und umzusetzen.

Je nachdem, welche Energieinfrastruktur und welche Beschaffenheit das Gelände hat, eignet sich jeweils ein anderes Vorgehen. Befindet man sich in einem ebenen Gebiet oder in einem Gebiet mit Hanglage? Liegt im Gebiet ein Zugang zum Gasnetz vor? Wie alt sind die Gebäude vor Ort? All diese Fragen gilt es zu prüfen, um anschließend die passende Vorgehensweise auszuwählen.

Der obige Kartenausschnitt Stuttgarts zeigt auf Basis dieser und weiterer Überlegungen, wie in unterschiedlichen Gebieten vorgegangen werden muss, damit Stuttgart eine klimaneutrale Wärmeversorgung erhält. Im Zentrum spielt die Verdichtung und Erweiterung der Fernwärmeversorgung eine übergeordnete Rolle. An den Hanglagen sollten vor allem Gebäude-Einzellösungen und Nahwärmenetze eine Rolle spielen, in den Randgebieten hat die Erschließung großer Wärmenetze die größte Priorität.

56 Fokusgebiete in Stuttgart

Damit die Wärmewende gelingt, muss Stuttgart flächendeckend den Energiebedarf senken und eine nachhaltige Energieversorgung gewährleisten. Auch hier hilft die Energieleitplanung: Es können beispielsweise vorhandene Energiepotenziale und bestehende Energieverbraucher miteinander vernetzt werden.

Die Karte markiert alle 56 Fokusgebiete, die für eine erfolgreiche Wärmewende umgesetzt werden müssen.

56 Fokusgebiete zur Umsetzung der Wärmewende wurden in Stuttgart ermittelt. Je nach Situation vor Ort wird eine andere Handlungsstrategie genutzt, um die Energiewende-Ziele zu erreichen. In Bestandsgebieten, die eine sehr ähnliche Struktur bezüglich Baualter und vorhandener Energieversorgung aufweisen, entwickelt die Energieabteilung Handlungskonzepte, die kurzfristig umgesetzt werden. Dabei liegt der Fokus auf Öffentlichkeitsarbeit und Beratungsangeboten.

In Gebieten mit einem hohen spezifischen Heizwärmebedarf werden die Bürgerinnen und Bürger beispielsweise bei der Sanierung ihrer Gebäude durch die „Aktion Gebäudesanierung“ unterstützt, um eine Steigerung der Sanierungsquote zu erreichen. Diese wird auch gezielt in Gebieten mit einem großen Anteil an Ölheizungen durchgeführt. Hierbei wird mit den Bürgerinnen und Bürgern die Realisierung von Nahwärmekonzepten diskutiert.

Für Bestandsquartiere mit einer Vielzahl energetischer Potenziale (zum Beispiel Möglichkeit zur Realisierung eines Nahwärmenetzes, Nutzung von Abwasserwärme, Sanierungsbedarf, Vernetzung von Gewerbe‐ und Wohngebiet) bietet sich die Erstellung eines ganzheitlichen energetischen Quartierskonzepts an. Kommunen werden bei der Entwicklung und Umsetzung solcher Konzepte von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziell unterstützt. Die Energieleitplanung ist auch ein wichtiges Instrument bei der Entwicklung neuer Stadtquartiere. Insbesondere, wenn die Stadt die Flächen vermarktet, kann sie durch Vorgaben in den Grundstückskaufverträgen gezielt Einfluss auf die Energieversorgung und den Energiestandard der Gebäude nehmen.

Aktuelle Aktivitäten in den Quartieren

Nachfolgend zeigen wir Ihnen eine Auswahl unserer aktuellen Aktivitäten in den Quartieren. Erfahren Sie mehr über die einzelnen Energiekonzepte.

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Bildnachweise

  • LHS
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  • Google Maps, bearbeitet: IBS Ingenieurgesellschaft mbH
  • Amt für Stadtplanung und Wohnen und Arch. Schüler Düsseldorf / faktorgrün
  • Lichtgut/Leif-Hendrik Piechowski/Stadt Stuttgart
  • Umweltamt Stuttgart
  • istockphoto.com/baona