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Landeshauptstadt Stuttgart

Wohnen

Wohnbauentwicklung

Die Stadtverwaltung rechnet mit über 23.000 neuen Wohnungen für Stuttgart bis zum Jahr 2030, derzeit sind bereits 6.658 Wohnungen in der konkreten Planung oder Umsetzung. Grundlage für die Berechnung bilden verschiedene Szenarien für den Wohnungsbau in der Landeshauptstadt.

Stuttgart ist dicht besiedelt, wie hier das Heusteigviertel. Durch Nachverdichtungen soll neuer Wohnraum im Stadtgebiet geschaffen werden.

Grundszenario

Grundszenario ist die Umsetzung der "Zeitstufenliste Wohnen 2018". Die Zeitstufenliste beschreibt das Flächenpotential für Wohnungsbau in Stuttgart, sie wird alle zwei Jahre fortgeschrieben. Aus ihr ergibt sich ein Potential von 20.444 Wohnungen bis 2029. Dafür werden 161 Flächen mit einer Größe von rund 240 Hektar genutzt. Aus weiteren Nachverdichtungen ergibt sich die Möglichkeit für 2.750 weitere Wohnungen, also zusammen 23.194 Wohnungen. Bis 2029 gibt es auf den aktuell bekannten Stuttgarter Flächen ein Potential von im Schnitt jährlich 2.109 neuen Wohnungen.

Intensive Außenentwicklung

Von diesen Überlegungen ausgehend hat die Verwaltung weitere Szenarien zur Bebauung mit ihren Vor- und Nachteilen beschrieben. Ein Szenario geht von einer intensiven Außenentwicklung aus. Auf sechs Flächen mit 130 Hektar läge ein Potential von 6.900 weiteren Wohnungen. Diese Gebiete - Viesenhäuser Hof. Langenäcker-Wiesert, Hausen III, Hoffeld West, Rohrer Weg, Birkacher Feld - liegen vollständig im Außenbereich und waren aus Landschafts- und Klimaschutzgründen nicht zur Bebauung vorgesehen. Annahme für die Berechnung ist, dass 65 Prozent der jeweiligen Fläche für Wohnungen genutzt werden, Ausgleich für die Landschaftseingriffe anderweitig gefunden wird und mit Geschosswohnungsbau bis zu 85 Wohnungen pro Hektar entstehen.

Ergänzung am Siedlungsrand

Ein weiteres Szenario geht von einer Ergänzung am Siedlungsrand aus und schlägt sieben Flächen vor: Schoßbühl, Schwellenäcker, Westliche Osumstraße, die Friedhofserweiterungsfläche in Plieningen, Trautäcker/Esslinger Weg, Hoffeld-Binsenwiesen, Steinröhre/Hausen III. Es handelt sich um Arrondierungsflächen an den Ortsrändern. Ihnen gemein ist, dass sie gut mit dem Öffentlichen Nahverkehr erreichbar sind, sich für den Geschosswohnungsbau eignen und nicht im Natur- oder Landschaftsschutzgebiet liegen. Auf den insgesamt 24 Hektar liegt das Potential bei 1.120 weiteren Wohnungen.

Mit dieser detaillierten Darstellung der einzelnen Flächen kann sich der Gemeinderat ein Bild der möglichen Entwicklung machen. Noch im Herbst soll im Ältestenrat besprochen werden, ob und welche weiteren Schritte anhand dieser drei Szenarien für die zukünftige Ausrichtung des Wohnungsbaus in Stuttgart unternommen werden.

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