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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

OB Kuhn: "Sprachdebatte überzogen. Sprachwandel braucht Vorbilder."

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat sich in eine Medien-Debatte um die behördliche Sprache der Landeshauptstadt Stuttgart eingeschaltet.

Kuhn sagte am Dienstag, 4. August: "Sprachwandel geht nicht per Gesetz und auch nicht mit einer 'Sprachpolizei'. Es braucht Vorbilder und in diesem Sinne sind unsere Empfehlungen zu verstehen."  Anlass der Diskussion ist die Mitteilungsvorlage zur "Umsetzung der geschlechtersensiblen Verwaltungssprache", die vom Verwaltungsausschuss in seiner letzten Sitzung zur Kenntnis genommen worden war.  

Kuhn erklärte: "Die Debatte darum, wie die Verwaltung die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger anspricht, ist überzogen. Wir kommunizieren rücksichtsvoll und achten auf Bedürfnisse der Empfänger unserer Schreiben.“ Nach einem Urteilsspruch des Bundesverfassungsgerichts ist das „Gesetz zur Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben" erlassen worden. Demzufolge kann neben "männlich" und "weiblich" auch "divers" als Geschlecht angegeben werden.

Kuhn stellte klar: "Viele Kommunen haben schon Regelungen getroffen, was dies für ihre Ansprache heißt. Wir haben einen Leitfaden mit Handlungsempfehlungen entwickelt, der im Verwaltungsausschuss auf breite Zustimmung traf." Die Verwaltung habe nun eine zeitgemäße Richtschnur, wie sie mit bestimmten Personen oder Personengruppen sensibel kommunizieren könne. "Es gibt keine verpflichtenden Vorgaben, selbstverständlich können Schreiben auch mit 'Sehr geehrte Damen und Herren' eingeleitet werden", sagte Kuhn. 


Kuhn sagte an die Adresse von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann: "Attacken auf Oberbürgermeister eignen sich nicht als Mittel im Landtagswahlkampf. Sie soll sich lieber um Schulen in Corona-Zeiten kümmern."

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