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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Sozialarbeit an Stuttgarter Schulen wird weiter ausgebaut

Die Landeshauptstadt Stuttgart wird die Schulsozialarbeit weiter ausbauen. Dafür hat der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am Montag, 20. Juli, zusätzliche 11,25 Fachkraftstellen und 2,1 Leitungsstellen beschlossen.

Der Gemeinderat hatte im Rahmen seiner Haushaltsplanberatungen 2020/2021 dafür die finanziellen Mittel bereitgestellt.

Die Schulsozialarbeit verfolgt einen eigenständigen Ansatz nach Prinzipien der Kinder- und Jugendhilfe im engen Zusammenwirken mit den Schulen. In den vergangenen Jahren wurde das Angebot stetig ausgebaut und ist inzwischen an allen Schularten und an fast allen öffentlichen Stuttgarter Schulen etabliert und genießt nach Angaben des Jugendamtes in Stuttgart ein hohes Ansehen. Schulsozialarbeit trägt dazu bei, Bildungsbeteiligung zu sichern, Ängste abzubauen und Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Mit den zusätzlich bewilligten Stellen rückt die Stadt Stuttgart dem Ziel einer flächendeckenden Versorgung wieder ein Stück näher.

Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, sagte: "Damit bieten wir den Stuttgarter Schülerinnen und Schülern eine Unterstützung jenseits des Unterrichts, die gerade in Corona-Zeiten besonders wichtig ist." 

Das im Jugendhilfeausschuss vorgestellte Umsetzungskonzept sieht vor, die neuen Stellen so zu verteilen, dass ab September 2020 insgesamt 38 allgemeinbildende und berufliche Schulen davon profitieren. An fünf Standorten kann Schulsozialarbeit damit neu eingeführt, an 33 Standorten aufgestockt werden. Mit dem Beschluss hat der Gemeinderat drei Schwerpunkte bei der Entwicklung der Schulsozialarbeit an Stuttgarter Schulen gesetzt:

  • Es wurden die Weichen für die Weiterentwicklung des Arbeitsansatzes an den beruflichen Schulen gesetzt, sodass die Schulsozialarbeiter zunächst projektbasiert an einzelnen Standorten für alle Schülerinnen und Schüler der Schule zuständig sind.
  • Mit dem weiteren Ausbau sind nun 78 von 88 Grundschulen bzw. Grundschulbereiche versorgt.
  • Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden Schulen, deren Schülerschaft sich in ihren Bildungsvoraussetzungen stark unterscheidet, erfahren eine systematische Erhöhung der Stellenprozente.  

Laut dem städtischen Jugendamt hat es sich in den vergangenen Monaten ausgezahlt, dass Schulsozialarbeit an vielen Stuttgarter Schulen eine fest etablierte Instanz ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten umfassende Einblicke in den gegenwärtigen Familienalltag gewonnen. Auch während der Schulschließungen pflegten die rund 140 Fachkräfte den Kontakt zu Schülerinnen und Schülern weiterhin bestmöglich. Denn trotz Abstandsgebot sollte kein sozialer Abstand entstehen.  

Aktuell kann Schulsozialarbeit wieder an ihrem eigentlichen Einsatzort tätig sein und in persönlichen Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern treten. In persönlichen Gesprächen wird noch mal klarer, was die jungen Menschen bewegt und was sie brauchen. Gerade jetzt ist es daher wichtig, bisherige Strategien zu reflektieren und im Zusammenspiel mit Schule Konzepte zu entwickeln, wie die Zeit nach den Sommerferien weiter gestaltet werden kann. 

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