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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Psychische Gesundheit für alle

Welttag für Seelische Gesundheit am 10. Oktober

Der Welttag der seelischen Gesundheit wurde 1992 von der World Federation for Mental Health (WFMH) ins Leben gerufen. Das Motto des Welttags in diesem Jahr lautet: „Psychische Gesundheit für alle. Höhere Investitionen – Besserer Zugang. Für Jeden, überall.“

Er findet jährlich am 10. Oktober statt, um auf die Belange von psychisch erkrankten Menschen aufmerksam zu machen und soll dazu dienen, das Thema „Seelische Gesundheit“ in die Wahrnehmung einer breiten Öffentlichkeit zu rücken, um die Stigmatisierung von Menschen mit seelischen Erkrankungen zu verringern.

Die Landeshauptstadt Stuttgart stellt in erheblichem Umfang finanzielle Mittel zur institutionellen Förderung der Gemeindepsychiatrischen Zentren sowie von psychiatrischen Selbsthilfegruppen und Beratungseinrichtungen zur Verfügung. Die Aktionswoche 2020 unter dem Motto „Mit Kraft durch die Krise. Gesund bleiben – auch psychisch“ steht im Zeichen der Covid-19-Pandemie und zeigt, dass es um weit mehr als Infektionsschutz geht. Die aktuelle Situation stellt eine noch nie da gewesene Herausforderung nicht nur für Menschen mit psychischer Erkrankung dar.

Die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, stellt fest: „Gerade in Krisenzeiten wie diesen müssen wir die Belange von psychisch erkrankten Menschen im Blick behalten und mit unserem differenzierten Hilfesystem in Stuttgart an ihrer Seite stehen.“

Experten befürchten zum Teil weitreichende Folgen der Corona-Krise für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Äußere Belastungsfaktoren oder Stresssituationen über einen längeren Zeitraum hinweg können psychische Erkrankungen verstärken oder sogar auslösen. Depressive Störungen können zunehmen wie auch das Suizidrisiko. Veränderte soziale und gesellschaftliche Bedingungen im Rahmen des Pandemiegeschehens belasten in Krisensituationen doppelt – dies gilt insbesondere auch für die psychisch erkrankten Menschen.

Der Gemeindepsychiatrische Verbund Stuttgart (GPV) als Zusammenschluss aller an der sozialpsychiatrischen Versorgung Beteiligter in Stuttgart unter Federführung der Landeshauptstadt Stuttgart hat unterschiedlichste Erfahrungen gemacht:

Die psychiatrische Versorgung der Menschen in den Klinken wie auch in den Gemeindepsychiatrischen Zentren konnte aufrechterhalten werden, wenn auch unter deutlich veränderten Bedingungen aufgrund der Hygieneauflagen. Mit kreativen und flexiblen Lösungen, die auf den individuellen Bedarf der Menschen ausgerichtet sind, wurden die Angebote weitergeführt unter der Leitlinie „Wir sind für Sie da – in neuer Form!“ Die zahlreichen Hilfsangebote in Stuttgart, die psychisch kranke Menschen weiterhin im Sozialraum begleiten, Hilfen zur Verfügung stellen, aber auch neue digitale Technologien und praktische Methoden zur Bewältigung der Krise sind in den Fokus gerückt und bestimmen die Arbeitsweise in der Sozialpsychiatrie.

Nutzerinnen und Nutzer, beispielsweise der Initiative Psychiatrie Erfahrener Stuttgart (IPE), leiden besonders unter der plötzlich fehlenden Tagesstruktur. Menschen, die sich schon immer zurückgezogen haben, neigen dazu, dies in der Krise noch mehr zu tun. Auch die Bürgerhelfer und die Aktionsgemeinschaft der Angehörigen Stuttgart sehen eine Gefahr in der sozialen Isolation in der eigenen Häuslichkeit und fehlende Kontaktmöglichkeiten für psychisch erkrankte Menschen, vor allem während eines Lockdowns.

Auf Präsenzveranstaltungen zum Welttag für Seelische Gesundheit wird aus dem aktuellem Anlass der Covid-19-Pandemie in diesem Jahr verzichtet. Die Angebote der Einrichtungen und Dienste des Gemeindepsychiatrischen Verbundes Stuttgart werden in einem jeweils aktuellen Programm zusammengefasst. Der Flyer „Nicht mehr isoliert“ ist erhältlich auf der Homepage der Landeshauptstadt Stuttgart unter  https://www.stuttgart.de/medien/ibs/Nicht-mehr-isoliert_Flyer-2020.pdf

Kontakt per E-Mail unter  Sozialplanungstuttgartde.