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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Bezirksvorsteherin Polinski besucht das „Sommerzelt – Lernen, Austausch und Begegnung im Habibi Dome“

Die Bezirksvorsteherin von Münster, Renate Polinski, hat am Montag, 21. September, das Sommerzelt vor der Gemeinschaftsunterkunft in der Burgholzstraße besucht. Das Sommerzelt ist ein besonderer Ort unter freiem Himmel in direkter Sichtweite zur Gemeinschaftsunterkunft Burgholzstraße.

Es bietet über die Sommerzeit einen temporären Raum für Austausch, Lernen und Begegnung. Mit dem Start der Sommerferien wurde in nur zwei Tagen das Sommerzelt in Form eines Habibi Domes aufgebaut. Seitdem finden an vier Tagen in der Woche vielseitige Aktionen sowie Lern- und Alltagsbegleitung für die Kinder und Jugendlichen der Unterkunft statt. Die Angebote werden begeistert angenommen. In der Regel sind dabei fünf bis zwölf Kinder und Jugendliche anwesend.

Mitarbeiterinnen von „Home not Shelter!“ der Hans Sauer Stiftung, dem Jugendmigrationsdienst (JMD) im Quartier der AWO sowie ehrenamtliche Lernhelferinnen gestalten das Sommerprogramm mit spielerischen Lernmethoden. Diese wurden mit Schulbeginn verstetigt und durch Hausaufgabenbegleitung erweitert. Auch das ergänzende BMX-Angebot der Radsportabteilung des benachbarten VfR Cannstatt und des Abenteuerspielplatzes Mauga Nescht begeistert die Kinder und Jugendlichen sehr. Sie lernen nicht nur das BMX-Fahren, sondern kommen auch in Kontakt mit anderen Kindern aus dem Stadtteil. Außerdem wird das Sommerzelt von der Mobilen Jugendarbeit Hallschlag und dem Spielmobil Mobifant bespielt.

Die Idee für das Projekt entstand im Rahmen der Arbeitsgruppe „Situation Kinder und Jugendliche aus der Geflüchtetenunterkunft Burgholzstraße“. Diese wurde 2019 von Bezirksvorsteherin Polinski, dem Malteser Hilfsdienst, der Initiative „Home not Shelter!“, dem Jugendmigrationsdienst, den Hilfen zur Erziehung sowie der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft im Rahmen des Programms Bildungsregion ins Leben gerufen. Das Ziel der Arbeitsgruppe war Förder- und Beschäftigungsangebote für die vielen in der Unterkunft lebenden Kinder und Jugendlichen zu entwickeln und den Austausch zwischen der Geflüchtetenunterkunft und dem Stadtteil zu stärken.

Die Projektkosten von 10.000 Euro werden anteilig finanziert durch die Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft der Landeshauptstadt Stuttgart, den Jugendmigrationsdienst im Quartier der AWO, die Hans Sauer Stiftung sowie durch den Verfügungsfonds der Sozialen Stadt Münster.

Das Projekt „Sommerzelt – Lernen, Austausch und Begegnung im Habibi Dome“ wurde aus über 900 Einreichungen für den Deutschen Nachbarschaftspreis 2020 nominiert und gehört damit zu den zehn besten Projekten in Baden-Württemberg.