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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Bestandsaufnahme und Fortgang der Chancengleichheits- und Diversitypolitik der Landeshauptstadt Stuttgart

Zum 31. Dezember wird die Leiterin der Gleichstellungsstelle, Dr. Ursula Matschke, nach 20 Jahren ihre Berufstätigkeit bei der LHS beenden. Bereits im Beirat für Gleichstellungsfragen und auch im Verwaltungsausschuss lässt sie ihre erfolgreiche Arbeit und zukünftige Schwerpunktthemen Revue passieren.

2001 wurde Ursula Matschke als Stabsstellenleitung im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters vom Gemeinderat mit der Aufgabe einer Neuausrichtung der Stuttgarter Gleichstellungspolitik gewählt. Schon damals ging es um die Berücksichtigung von Frauen und Männern in ihrer Vielfalt - Alter, Ethnie, sexuelle Identität etc. Ursula Matschke hat vor dem Hintergrund ihrer Erfahrung zum Thema Chancengleichheitsförderung im europäischen Vergleich diesen Ansatz entwickelt und konsequent bis heute weiterverfolgt.

Bereits 2001 standen Erfahrungen aus Wirtschaftsunternehmen und skandinavischen Kommunen Pate für einen breiter angelegten Chancengleichheitsbegriff. Es gelang Ursula Matschke innerhalb von 20 Jahren, die Arbeit der Gleichstellungsstelle um innovative Schwerpunktthemen anzureichern. Hier sind beispielsweise anzuführen: Männergesundheit, Häusliche Gewalt - Prävention und Intervention, auch für männliche Opfer, Koordination der LSBTTIQ - Community als "Chefsache". Zudem umfassen die Themen chancenbenachteiligte Frauen auf dem Arbeitsmarkt als kommunale Integrationsaufgabe, Geflüchtete und Aufklärungsarbeit in Bezug auf Partnerschaftsgewalt durch geflüchtete Männer selbst sowie umfassende Maßnahmen gegen Zwangs- und Armutsprostitution.

Besonders bekannt wurde Stuttgart 2019 durch die Entwicklung eines Leitfadens für gendersensible Sprache und bereits 2017 durch die Einrichtung einer Schutzraumwohnung für männliche Opfer bei häuslicher Gewalt. Es gelang Ursula Matschke durch eine breite politische und gesellschaftliche Vernetzungsarbeit, entsprechende Themen interdisziplinär zu diskutieren und konkrete, verwaltungsinterne und externe Maßnahmen für die LHS zu entwickeln.

Bundes- und europaweit ist die innovative Chancengleichheitspolitik der Landeshauptstadt Stuttgart bekannt als "Gender plus", d.h. Geschlecht plus Alter, soziale und ethnische Herkunft, körperliche und psychische Verfasstheit, sexuelle Identität und Orientierung und Weltanschauung. Für den Fortgang dieses Ansatzes gibt es eine breite politische Mehrheit im Gemeinderat.